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Ausland

Blackwater-Skandal

US-Regierung möchte Neuauflage des Verfahrens

Die US-Regierung will eine Neuauflage des geplatzten Prozesses um das Massaker von Wachleuten der US-Sicherheitsfirma Blackwater an Irakern.

Blackwater-Mitarbeiter in Baghdad. Die US-Regierung möchte das Verfahren gegen die Sicherheitsfirma neu auflegen
Foto: AFP

Washington/Bagdad. Die US-Regierung will eine Neuauflage des geplatzten Prozesses um das Massaker von Wachleuten der US-Sicherheitsfirma Blackwater an Irakern. „Wir waren von der Zurückweisung der Anklage enttäuscht“, sagte US-Vizepräsident Joe Biden am Samstag nach Angaben der „Washington Post“ bei einem Besuch in Bagdad. Das Bezirksgericht in Washington hatte vor drei Wochen die Vorwürfe mit der Begründung verworfen, die Staatsanwaltschaft habe Beweismittel gegen die Beschuldigten missbräuchlich verwendet.

Den Angeklagten waren beschuldigt worden, im September 2007 unprovoziert auf einem Platz in der irakischen Hauptstadt das Feuer auf eine Menge eröffnet und dabei mindestens 34 Menschen getötet oder verletzt zu haben, darunter Frauen und Kinder. Die Staatsanwaltschaft listete gegen die fünf unter anderem 14 Anklagepunkte wegen Totschlags und 20 wegen versuchten Totschlags auf.

Nach Ansicht des Richters verletzte die Regierung die Rechte der Angeklagten, weil die Staatsanwaltschaft Aussagen der Männer verwendete, für die ihnen Immunität zugesagt worden war. Die irakische Regierung hatte die Entscheidung scharf kritisiert. (dpa/abendblatt.de)

 

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