Afghanistan-Einsatz
Guttenberg für "tragbares Ende" der Afghanistan-Mission
Der Verteidigungsminister fordert die internationale Gemeinschaft dazu auf, den Afghanistan-Einsatz zu einem guten Abschluss zu bringen.
Guttenberg bezeichnet Afghanistan als "derzeit eine der wichtigsten und
schwierigsten Aufgaben" der Politik.
Foto: AP
Berlin. Die internationale Gemeinschaft muss nach den Worten von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) mit einem Kraftakt zu einem guten Abschluss des Afghanistan-Einsatzes kommen. „Wir müssen alles tun, um die Operation zu einem plausiblen und tragbaren Ende zu bringen“, sagte Guttenberg in Berlin. „Afghanistan ist derzeit eine der wichtigsten und schwierigsten Aufgaben.“ Die von der Bundesregierung mitinitiierte Afghanistan-Konferenz am 28. Januar in London werde die künftige Strategie für das vom Krieg erschütterte Land voranbringen. Guttenberg lehnte allerdings nähere Angaben zu den deutschen Plänen ab.
Der Minister war Hauptredner einer Veranstaltung, die auf die internationale Münchner Sicherheitskonferenz vom 5. bis 7. Februar einstimmte. Deren Leiter Wolfgang Ischinger sagte: „Ohne das Militärische geht es eben leider häufig nicht. Die Lösungen der Konflikte auf dem Balkan hätten wir ohne das entschlossene militärische Eingreifen nicht zustande bringen können.“
Guttenberg sagte, in Afghanistan seien messbare Aufbau- und Ausbildungserfolge nötig, um eine Perspektive für den Abzug der internationalen Truppen zu eröffnen. Er mahnte erneut, dafür müsse es Zielvereinbarungen geben, ohne ein konkretes Abzugsdatum zu nennen und bereits jetzt festzulegen, „wer wann als Letzter das Licht ausknipst, weil man damit letztendlich jenen eine Steilvorlage liefern würde, die die Dinge wieder zurückdrehen wollen.“
Der Münchner Sicherheitskonferenz, zu der jeweils im Februar internationale Politiker und Militärs höchsten Ranges kommen, schrieb Guttenberg ein „Alleinstellungsmerkmal“ zu. Tradition der Konferenz ist, dass die Teilnehmer über brisante Themen beraten können, ohne Beschlüsse zu fassen. Der Veranstaltungsort ist zwar massiv gesichert, die Debatten können aber von den Medien verfolgt werden.




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