Minarett-Verbot
Türkei kritisiert Minarett-Verbot in der Schweiz
Die Türkei hat das von der Schweiz in einer Volksabstimmung beschlossene Bauverbot für Minarette scharf kritisiert.
Istanbul. Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül bezeichnete die Entscheidung am Dienstag als eine Schande für die Schweiz. Das Verbot sei ein Beispiel für zunehmende Islamophobie und Feindseligkeit gegenüber Muslimen in der westlichen Welt. Das türkische Außenministerium bezeichnete das Ergebnis des Referendums als enttäuschend und forderte eine Korrektur. „Diese Entwicklung ist bedauerlich und verletzt Menschenrechte und grundlegende Freiheiten“, erklärte das Ministerium in Ankara. In der Schweiz leben mehr als 100.000 Türken. Mehr als 57 Prozent der Wahlbeteiligten in der Schweiz hatten am Sonntag dafür gestimmt, dass der Bau von Minaretten im Land verboten wird. Das für die meisten politischen Parteien und die Regierung unerwartete Ergebnis hat auch international großes Aufsehen erregt. Die Regierung ist zunächst an die Entscheidung gebunden.



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