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Ausland

Anschlag in Afghanistan

Schwere Explosion erschüttert indische Botschaft in Kabul

Erst im Juli 2008 war die indische Botschaft in Kabul Ziel eines Anschlags. Nun ist dort wieder eine Bombe explodiert. Vier Menschen starben.

Nach dem Bombenanschlag in Kabul tragen Soldaten die Leiche eines Opfers durch die Trümmer.
Foto: AP

Kabul. Bei der Explosion einer Autobombe im Zentrum der afghanischen Hauptstadt sind mindestens zwölf Zivilpersonen ums Leben gekommen. 80 weitere Menschen, darunter afghanische Sicherheitskräfte, wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden verletzt. Der Anschlag ereignete sich auf einer Straße zwischen der indischen Botschaft und dem Innenministerium in Kabul.

Die Detonation gegen 08.30 Uhr Ortszeit erschütterte Gebäude im weiten Umkreis, zahlreiche Fensterscheiben gingen zu Bruch. Viele Krankenwagen waren im Einsatz. Eine riesige dunkle Rauchwolke war am Himmel zu sehen. Zwei Geländewagen in der Nähe der Botschaft wurden schwer beschädigt, einer von ihnen war als UN-Fahrzeug gekennzeichnet. Der Sprengsatz war nach Angaben der Polizei in einem Auto versteckt. Unklar blieb zunächst, ob die Bombe ferngezündet wurde oder ob ein Selbstmordattentäter den Sprengsatz zur Explosion brachte.

Viele Tote und Verletzte bei Anschlag in Kabul (Abendblatt)StepMap

Im Juli vergangenen Jahres waren bei einem Selbstmordanschlag der Taliban nahe der indischen Botschaft in Kabul 58 Menschen getötet und mehr als 140 verletzt worden. Unter den Toten waren damals auch zwei indische Diplomaten.

Angesichts der zunehmend schlechten Sicherheitslage in Afghanistan erwägt US-Präsident Barack Obama die Entsendung von bis zu 40.000 weiteren Soldaten an den Hindukusch, wie es Oberbefehlshaber Stanley McChrystal nach Angaben von Senatoren in seinem jüngsten Lagebericht gefordert hat. Die erneute Aufstockung der Truppen ist in den USA aber umstritten. Vor diesem Hintergrund dürften bald auch auf die neue Bundesregierung Forderungen nach einem stärkeren Engagement für Afghanistan zukommen. (AFP/AP)

 

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