Eklat in Istanbul
Schuhwerfer attackiert IWF-Direktor Strauss-Kahn
Knapp vorbei: Bei einem Vortrag an einer türkischen Uni lag plötzlich ein Schuh neben IWF-Direktor Strauss-Kahn. Der Saal wurde geräumt.
Sicherheitskräfte setzen einen Mann fest, der an den Protesten gegen den Präsidenten des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, in Istanbul beteiligt war.
Foto: REUTERS
Istanbul. IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn ist in Istanbul mit einem Schuh beworfen worden. Ein türkischer Student rief „IWF, hau ab!“, als er während einer Veranstaltung zur Herbstkonferenz der internationalen Finanzorganisationen Strauss-Kahn mit einem weißen Turnschuh attackierte.
Der Wurf verfehlte sein Ziel. Sicherheitsbeamte überwältigten den Demonstranten und führten ihn ab. Nach Fernsehbildern des Privatsenders NTV wirkte Strauss-Kahn überrascht, als der Schuh neben ihm auf der Bühne landete. Er heiße diese Aktion nicht gut, sagte der IWF-Direktor.
Die Veranstaltung in der Bilgi-Universität von Istanbul wurde nach dem Zwischenfall abgebrochen und der Saal geräumt. Vor der Universität nahm die türkische Polizei bei Protesten rund 20 Studenten fest.
Im Dezember vergangenen Jahres hatte in der irakischen Bagdad der Fernsehjournalist al-Seidi ein Paar Schuhe auf den damaligen US-Präsidenten George W. Bush geworfen. Er verfehlte ihn und wurde verhaftet. Mitte September kam er frei. Al-Seidi wurde als „Schuhwerfer von Bagdad“ zum Volkshelden in der arabischen Welt, wo das Werfen von Schuhen als Form der Missachtung gilt. Schuhe gelten als unrein.




100. Geburtstag
Axel Springer
Branchenbuch Hamburg






Abendblatt auf Facebook

Das Rätsel des Tages




