Anschlag auf die Königsfamilie
Selbstmordattentäter verletzt saudischen Prinz
Er spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen Osama bin Laden: Prinz Mohammed Najef kam noch einmal mit dem Leben davon. Die Saudis sind bestürzt, es war das erste bekannt gewordene Attentat auf ein Mitglied der Königsfamilie seit den Anschlägen vom 11. September 2001.
Der saudische Innenminister Prinz Mohammed Najef überlebte das Attentat.
Foto: AFP
Riad. Ein Selbstmordattentäter hat in Saudi-Arabien ein Mitglied des Königshauses verletzt, das eine führende Rolle im Antiterrorkampf innehat. Das meldete die amtliche saudische Nachrichtenagentur SPA. Der Anschlag auf den Staatssekretär im Innenministerium, Prinz Mohammed Najef, habe am Donnerstagabend bei einem Empfang anlässlich des Fastenmonats Ramadan in Dschidda stattgefunden.
Es ist das erste bekannt gewordene Attentat auf ein Mitglied der Königsfamilie seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA. Danach intensivierte Saudi-Arabien den Kampf gegen den Terrorismus und das Netzwerk Osama bin Ladens. 15 der 19 Attentäter des 11. Septembers stammten aus dem Königreich – wie bin Laden auch. Die Taliban bekannten sich mittlerweile zu dem Attentat.
Nach dem Attentat, bei dem der Terrorist starb, habe sich König Abdullah sofort ins Krankenhaus begeben, um nach den verletzten Prinzen zu sehen, meldete SPA. Prinz Mohammed, Sohn von Innenminister Prinz Najef, sei inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Niemand sonst sei ernsthaft verletzt worden. Der Täter sei ein gesuchter Extremist gewesen, hieß es weiter. Der Mann habe gesagt, er wolle sich stellen, zitierte SPA den Königshof.




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