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Ausland

Afghanistan: Bombe vor Nato-Hauptquartier

Kabul: Acht Tote bei Selbstmordanschlag

Ein Selbstmordattentäter hat vorm Nato-Hauptquartier in Kabul mindestens sieben Zivilisten mit in den Tod gerissen.

Ein britischer Soldat der ISAF-Truppen sichert den Anschlagsort.
Foto: AP

Kabul. Fünf Tage vor der Präsidentenwahl in Afghanistan hat ein Selbstmordattentäter im massiv gesicherten Zentrum der Hauptstadt Kabul mindestens sieben afghanische Zivilisten mit in den Tod gerissen. Wie das Verteidigungsministerium am Samstag mitteilte, sprengte sich der Attentäter in einem mit Sprengstoff beladenen Auto vor dem Hauptquartier der Internationalen Schutztruppe ISAF in die Luft.

Mehr als 91 Menschen seien verletzt worden, darunter vier afghanische Sicherheitskräfte und eine Abgeordnete des Parlaments. Unter den Verletzten sind nach Angaben der ISAF auch „einige“ ausländische Soldaten. Deutsche seien jedoch nicht betroffen, sagte ein ISAF-Sprecher.

Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu der Tat. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid sagte der dpa, der Attentäter mit dem Namen Ahmad habe eine in seinem Toyota-Pkw versteckte 500- Kilogramm-Bombe gezündet. Bei dem Angriff auf die US-Botschaft und das Hauptquartier der NATO-geführten ISAF seien mindestens 25 Ausländer getötet worden, darunter NATO-Soldaten sowie Angestellte und Diplomaten der amerikanischen Botschaft. Angaben der Aufständischen gelten jedoch als äußerst unzuverlässig und haben sich in der Vergangenheit oft als falsch herausgestellt.

 

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