26.02.13

Arbeitsbedingungen

Samsung droht Prozess in Europa wegen Kinderarbeit

Kinderarbeit, fehlende Sicherheitsstandards, unbezahlte Überstunden: Französische Aktivisten prangern schlimme Arbeitsbedingungen bei Samsung-Zulieferern in China an

Foto: AFP

Samsung beim Mobile World Congress in Barcelona: Bei den Auftragsfertigern des südkoreanischen Konzerns soll es katastrophale Arbeitsbedingungen geben
Samsung beim Mobile World Congress in Barcelona: Bei den Auftragsfertigern des südkoreanischen Konzerns soll es katastrophale Arbeitsbedingungen geben

Wegen der Arbeitsbedingungen in chinesischen Fabriken haben drei Nichtregierungsorganisationen in Frankreich Klage gegen den südkoreanischen Technologiekonzern Samsung eingereicht. Die französischen Organisationen werfen Samsung in der in Bobigny bei Paris eingereichten Klage "irreführende Geschäftspraktiken" vor.

Demnach werden in den Fabriken, in denen Samsung produzieren lässt, von dem Konzern eingegangene ethische Selbstverpflichtungen verletzt, insbesondere bei Kinderarbeit und den Sicherheitsstandards.

Die Organisationen Peuples Solidaires, Sherpa und Indecosa-CGT stützen sich bei ihren Vorwürfen auf Angaben der in New York ansässigen Arbeitsrechtsorganisation China Labor Watch (CLW).

Während Samsung in seinem Ethikcode zusage, niemanden unter dem gesetzlichen Mindestalter einzustellen, seien in einer für den Konzern produzierenden Fabrik in China zehn Kinder unter 16 Jahren beim Arbeiten angetroffen worden. Häufig müssten in Fabriken zudem nicht bezahlte Überstünden geleistet werden.

Beispiellose Klage

Nach Angaben der drei Nichtregierungsorganisationen ist ihre Klage gegen Samsung in Frankreich "beispiellos". Noch nie habe sich die französische Justiz mit der Frage befassen müssen, ob die Nichteinhaltung von selbst aufgestellten ethischen Standards strafrechtlich belangt werden könne.

Mit der Klage wollten die Organisationen dagegen vorgehen, dass ethische Selbstverpflichtungen zu reinen Marketingzwecken aufgestellt und dann nicht eingehalten würden.

Zuletzt hatte der taiwanische Apple-Zulieferer Foxconn für Schlagzeilen gesorgt. Das Unternehmen musste einräumen, in einem Werk im Osten Chinas Minderjährige beschäftigt zu haben.

AFP/lw
Quelle: dapd
27.01.13 1:55 min.
Der Kampf auf dem Smartphonemarkt um Kunden und Anteile zwischen Samsung und Apple geht auch in diesem Jahr weiter. Doch der Streit eröffnet auch neue Geschäftsfelder für die chinesischen Hersteller.
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