05.02.13

Krisenstaat Mali Außenminister Coulibaly bittet auf Konferenz um Hilfe

Meeting on the situation in Mali in Brussels

Foto: dpa

Meeting on the situation in Mali in Brussels

Vertreter von 45 Staaten und Organisationen beraten über die Lage in Mali. Das Land hofft auf finanzielle Unterstützung für die Truppen.

Brüssel. Mit einer Bitte Malis um weitere Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft hat am Dienstag eine internationale Konferenz über die Lage in Mali begonnen.

Der malische Außenminister Tieman Hubert Coulibaly sagte in Brüssel: "Wir hoffen, dass die internationale Gemeinschaft weiterhin mobilisiert bleibt."

Sein Land erwarte, dass die finanzielle Unterstützung für die afrikanische Mali-Truppe der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas und für die Streitkräfte Malis sich konkretisiere.

Die Vertreter von etwa 45 Staaten und Organisationen beraten in Brüssel über die Unterstützung des Militärs, vor allem aber über die notwendigen Schritte für eine politische Lösung.

Französische Truppen hatten am 11. Januar auf Bitte der Regierung in Bamako mit der Intervention in Mali begonnen. Die islamistischen Extremisten sind inzwischen vom französischen und malischen Militär aus den wichtigsten Städten des Nordens vertrieben worden.

Die Konferenz wurde von den Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union und der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas einberufen. Die verschiedenen Akteure wollen sich über die Ziele, die sie in Mali verfolgen, verständigen.

Die EU dringt darauf, dass die von der Übergangsregierung für Juli geplanten freien Wahlen tatsächlich stattfinden. Mehrere Staaten unterstützen die von der Ecowas geführte afrikanische Mali-Truppe, die die französischen Eingreiftruppen in Mali ablösen soll.

Die EU bereitet für Mitte Februar die Entsendung von Militärausbildern für die malischen Streitkräfte vor.