01.02.13

Türkische Hauptstadt

Attentäter sorgt für Blutbad vor US-Botschaft in Ankara

Selbstmörder reißt Wachmann mit in den Tod. Diplomaten zogen sich in Schutzräume zurück. Angst vor zweitem Anschlag geht um.

Foto: AP

Polizisten untersuchen den Ort des Anschlages vor dem Botschaftsgebäude

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Istanbul. Bei einem Selbstmordanschlag auf die US-Botschaft in der türkischen Hauptstadt Ankara sind zwei Menschen getötet worden. Die Explosion an einem Eingang zum Botschaftsgelände habe am Freitag zudem mehrere Menschen verletzt, berichteten türkische Fernsehsender. Die beiden Toten seien ein Wachmann und der Angreifer. Die Diplomaten auf dem Gelände sollen sich zeitweise in Schutzräume zurückgezogen haben.

Fernsehbilder zeigten Rauch über dem Gebäudekomplex sowie eine durch die Wucht der Explosion beschädigte Wand eines an die Straße grenzenden Gebäudes, in dem Wachpersonal arbeitet. Ersten Ermittlungen zufolge war der Attentäter bis in eine Sicherheitsschleuse gelangt, wo Wachleute Besucher überprüfen und ihr Gepäck durchleuchten. Im Hauptgebäude der Botschaft habe es keine Schäden gegeben.

Die türkischen Behörden schickten zahlreiche Rettungswagen und Feuerwehrleute zu dem Tatort. Die Polizei hatte auch einen Hubschrauber im Einsatz. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Die Polizei sperrte das Gelände weiträumig ab. Den Berichten zufolge befürchteten die Behörden, dass ein möglicher zweiter Anschlag verübt werden könnte. Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan erklärte, er werde über die Entwicklung informiert.

Vor dem Anschlag auf die US-Botschaft hatte die türkische Tageszeitung "Milliyet" am Freitag von der Festnahme eines Schwiegersohns des 2011 getöteten Al-Kaida-Anführers Osama bin Laden berichtet. Türkische Geheimdienstler hätten ihn in Ankara gefasst. Der mit einem gefälschten Pass aus dem Iran in die Türkei eingereiste Mann sei nach einem Hinweis aus den USA in einem Hotel festgenommen worden. Die USA hätten seine Auslieferung beantragt, was die Türkei aber ablehne. Eine offizielle Bestätigung für den Bericht gab es zunächst nicht.

In der Vergangenheit haben in der Türkei islamistische Terroristen Anschläge verübt, aber auch linksradikale Gruppen, kurdische Extremisten und Nationalisten. Im Jahr 2003 hatten Al-Kaida-Anhänger Selbstmordanschläge auf das britische Generalkonsulat und die Niederlassung der britischen HSBC-Bank in Istanbul verübt. Zu der Terrorwelle, bei der mehr als 60 Menschen starben, gehörten auch Autobombenanschläge auf zwei Synagogen.

(dpa)
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