24.11.12

Ägypten

Mursis Machtpoker eint Liberale – Tränengas und Prügel

Bei den Wahlen hatten Ägyptens Liberale schlecht abgeschnitten. Jetzt, wo die Islamisten ihre Macht ausweiten, raufen sie sich zusammen.

Foto: dpa
Ägyptischer Präsident Mursi
Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi

Kairo. Nach den Massenprotesten in Ägypten geht die Konfrontation zwischen den machtbewussten Islamisten und den oppositionellen Liberalen weiter. Am Sonnabend setzte die Polizei Tränengas ein, um die Gegner von Präsident Mohammed Mursi auf dem Tahrir-Platz in Kairo zu vertreiben. Nach Angaben von Anwohnern hatten nach dem Massenprotest gegen die Verfassungserklärung von Präsident Mohammed Mursi am Freitag Hunderte von Demonstranten die Nacht auf dem Platz verbracht.

Der Nachrichtensender Al-Arabija meldete unter Berufung auf das Gesundheitsministerium, seit Freitag seien bei den Protesten landesweit 140 Menschen verletzt worden.

Das staatliche Nachrichtenportal Al-Ahram Online berichtete, der Vorsitzende der Partei der Sozialistischen Volksallianz, Abul Ess al-Hariri und seine Frau seien in Alexandria von einem Schlägertrupp schwer misshandelt worden. Der Politiker machte "Schläger der Muslimbruderschaft, die mit Schwertern und Knüppeln auf uns losgingen", für die Attacke verantwortlich. In der Provinz Al-Baheira seien 14 Angehörige der Partei der Demokratischen Front von Anhängern der Islamisten und der Polizei verletzt worden, meldete "Egynews".

Ein Sprecher der Bewegung Jugend der Revolution erklärte, die Protestaktion auf dem Tahrir-Platz werde so lange andauern, bis die Verfassungserklärung, mit der Mursi die Kompetenzen der Justiz eingeschränkt hatte, zurückgenommen wird. Außerdem müsse die Verfassungsgebende Versammlung aufgelöst werden, "da sie nicht das ganze ägyptische Volk repräsentiert". Ähnliche Forderungen erhoben auch andere Parteien aus dem linken und liberalen Spektrum.

Der Versuch des islamistischen Präsidenten, seine Macht auf Kosten der Justiz zu vergrößern, war auch von den Vereinten Nationen und von einigen westlichen Regierungen kritisiert worden.

(dpa)
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