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Ausland

Militäroperationen gegen die Taliban

Schwere Kämpfe: Blutiger Mittwoch in Pakistan

Regierungstruppen schießen vom Dach eines Waisenhauses. 80 Kinder zittern um ihr Leben. Islamisten haben Bergwerk besetzt. Präsident Zardari verhandelt in Washington.

Flüchtlinge im Swat-Tal.
Foto: AFP

Islamabad. Während sich Präsident Asif Ali Zardari zu Gesprächen in Washington aufhält, toben in Pakistan schwere Gefechte der Regierungstruppen mit den Taliban. Im Swat-Tal haben Islamisten ein Bergwerk unter ihre Kontrolle gebracht, sagte ein Sprecher des Militärs. Es liegt nahe der Stadt Mingora, wo Soldaten ebenfalls in Kämpfe verwickelt waren.

Außerdem drohen Dutzende Waisenkinder ins Kreuzfeuer zu geraten. Der Chef des Waisenhauses „Our Home“ (Unser Zuhause) in Mingora, Mohammad Ali, sagte der Deutschen Presse-Agentur, Soldaten hätten auf dem Dach des Hauses Stellung bezogen. Die Truppen würden von dort aus auf Taliban-Kämpfer schießen. Die Taliban hätten bislang das Feuer nicht erwidert. „Aber das kann jederzeit geschehen.“ Im Erdgeschoss des Gebäudes säßen 80 Kinder und einige Mitarbeiter des Heims fest. „Das Leben der Kinder ist gefährdet.“

Das Militär setzte Artillerie und Hubschrauber ein. Einwohner berichteten von neuen Truppen, die auf Lastwagen ankamen. In Regierungskreisen wurden jedoch Spekulationen zurückgewiesen, dass eine Großoffensive gegen die Taliban bevorstehen könnte. Die Kämpfe haben Sorge um die Stabilität des atomar bewaffneten Staates geweckt.

Nur am Mittwoch sind mehr als 100 Menschen getötet worden, darunter zahlreiche Zivilisten. Es war der blutigste Tag seit Beginn der Militäroperationen im Norden Pakistans vor eineinhalb Wochen. Insgesamt kamen seitdem mehr als 350 Menschen ums Leben. HA

 

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