12.07.12Afghanistan
Taliban erschießen in Lahore neun Polizeirekruten im Schlaf
Taliban kündigten an, die Angriffe auf Polizei und Militär weiter fortzuführen. Erst am Montag waren sieben Sicherheitskräfte getötet worden.
Foto: AFP
Taliban haben ein Wohnheim gestürmt und mindestens neun Polizeirekruten getötet
Islamabad. Taliban-Kämpfer haben in der ostpakistanischen Provinzhauptstadt Lahore ein Wohnheim gestürmt und mindestens neun Polizeirekruten getötet. Die Angreifer hätten die jungen Männer im Schlaf erschossen, sagte der Polizeichef der Provinz Punjab, Habib Urrehman.
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Tote+++
Ein Augenzeuge sagte dem privaten Sender Dunya News, fünf oder sechs Bewaffnete auf drei Motorrädern hätten am Donnerstagmorgen angegriffen. Die pakistanischen Taliban bekannten sich zu der Tat.
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"Wir werden diese Angriffe auf Polizei und Militär fortführen, weil sie mit den USA zusammenarbeiten", sagte Taliban-Sprecher Ehsanullah Ehsan. Am Montag waren bei einem Angriff auf ein Armeecamp im Punjab sieben Angehörige der Sicherheitskräfte getötet worden. Islamisten greifen in Pakistan immer wieder Polizisten und Soldaten an, allerdings vor allem im Grenzgebiet zu Afghanistan im Westen des Landes. Im Punjab sind solche Angriffe eher ungewöhnlich. (dpa, abendblatt.de)
Terroristen haben in den vergangenen Jahren mehrfach Anschläge auf Hotels verübt – wie am Freitag in einem Ausflugsort vor den Toren der afghanischen Hauptstadt Kabul.
11. Juni 2011: Bei einem Anschlag im nordpakistanischen Peshawar explodiert zunächst in einer Hoteltoilette ein kleiner Sprengsatz. Als sich Anwohner, Rettungskräfte und Journalisten in der belebten Geschäftsstraße versammeln, sprengt sich ein Selbstmordattentäter in die Luft. Das Hotel und fünf Geschäfte werden zerstört. Mindestens 35 Menschen sterben.
25. Januar 2010: Vor drei internationalen Hotels in Bagdad explodieren nahezu zeitgleich Autobomben. Nach Angaben von Ärzten sterben mindestens 38 Menschen. Die Bomben explodieren vor dem Palestine-Meridien, dem Babylon-Oberoi und dem Al-Hamra. In den Gebäuden leben und arbeiten zahlreiche Medienvertreter. Der Al-Kaida-Ableger Islamischer Staat im Irak bekennt sich zu den Anschlägen.
3. Dezember 2009: Drei Minister der somalischen Übergangsregierung werden bei einem Selbstmordanschlag in einem Hotel der Hauptstadt Mogadischu getötet. Mit ihnen sterben 21 weitere Menschen, als sich ein als Frau verkleideter Selbstmordattentäter in dem Gebäude in die Luft sprengt. Zum Zeitpunkt des Anschlags findet in der Hotelhalle eine Abschlussfeier für Studenten statt.
6. Juni 2009: Bei einem Selbstmordanschlag auf das Fünf-Sterne-Hotel Pearl Continental im nordpakistanischen Peshawar sterben mindestens 18 Menschen. Die Attentäter schießen sich den Weg zum Hotelgebäude frei. Dort sprengt einer von ihnen ein mit Sprengstoff beladenes Auto in die Luft. Die Behörden machen die radikal-islamischen Taliban für den Anschlag verantwortlich.
26. November 2008: In der indischen Finanzmetropole Mumbai (Bombay) beginnt eine mehrtägige Terrorserie, in deren Verlauf mindestens 171 Menschen getötet werden. Mit Schnellfeuerwaffen und Handgranaten greifen Terroristen auch die Luxushotels Taj Mahal und Oberoi Trident an und nehmen dort zahlreiche Geiseln. Die Polizei nimmt drei mutmaßliche Terroristen fest, die der in Pakistan ansässigen Rebellengruppe Lashkar-e-Taiba angehören sollen.
14. Januar 2008: Sieben Menschen sterben bei einem Selbstmordanschlag von Taliban-Kämpfern auf das vor allem von Ausländern genutzte Serena Hotel in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Die Terroristen attackieren das schwer gesicherte Luxushotel mit Handgranaten und Maschinenpistolen. Einer der Angreifer sprengt sich in der Lobby in die Luft.