Belgien
Asylbeauftragte will junge Asylbewerber eher ausweisen
Belgische Politikerin hält Ausweisungen schon ab 18 Jahren für möglich. Sie will sich umstrittenem Ausweisungsprojekt anschließen.
Brüssel. Die für Asylfragen zuständige belgische Staatssekretärin Maggie De Block (Open VLD) möchte junge Asylbewerber ohne Flüchtlingsstatus früher in ihr Herkunftsland ausweisen als bisher möglich.
+++Gutscheine statt Bargeld für Asylbewerber+++
Nach belgischen Medienberichten will die flämische Liberale sich dem sogenannten Erpum-Projekt anschließen, das bereits Schweden, Norwegen, die Niederlande und Großbritannien mittragen. Dabei handelt es sich um ein Rückkehrprojekt für unbegleitete Minderjährige aus Afghanistan. Das Projekt war bereits vom Europäischen Flüchtlingsrat und dem Kinderhilfswerk UNICEF kritisiert worden, weil Kinder so in Kriegszonen zurückgeführt würden.
+++Zahl der Asylbewerber steigt wieder+++
Anlass für die Überlegung ist die heutige Ausweisung eines 20-jährigen Afghanen, gegen dessen Rückführung unter anderem bei Facebook 700 Personen protestiert hatten. Er hatte vier Jahre in Belgien gelebt. De Block sagte der belgischen Tageszeitung "De Standaard": "Wie lange sollen wir die Gäste hierbehalten? Bis sie 19, 20, 21 Jahre alt sind? Unsere Kinder werden an ihrem 18. Geburtstag auch volljährig und müssen lernen auf eigenen Beinen zu stehen." (KNA, abendblatt.de)














