Sonntag, 27. Mai 2012, 09:57

Abendblatt als Startseite | Aboservice | E-Paper

www.abendblatt.de

  • E-Mail
  • Singles
  • Branchenbuch
  • Jobs Hamburg
  • Immobilien Hamburg
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Rechner
  • Ticket kaufen

Politik

Brüsseler Euro-Gipfel

Angst vor einer Euro-Isolation Großbritanniens wächst

Zwar verteidigt die britische Regierung ihr Veto weiterhin öffentlich. Doch derweil wird die Kritik an Cameron international immer lauter.

Isloliert sich Großbritannien? Der britische Premierminister David Cameron verteidigt seine Blockadehaltung
Foto: dpa/DPA

Berlin. Nach dem Veto des britischen Premierministers David Cameron gegen eine EU-Vertragsänderung hat Schatzkanzler Gordon Osborne die Entscheidung des Regierungschefs am Samstag verteidigt. Der Schritt schütze die wirtschaftlichen Interessen des Landes, sagte Osborne der BBC. Cameron hatte versucht, für ein Ja zu Vertragsänderungen Vorteile für den Londoner Finanzplatz herauszuholen, konnte dies gegenüber Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy aber nicht durchsetzen. Mit seiner Ablehnung einer engeren Allianz zum Schutz des Euro isolierte er sein Land. Hätte Cameron jedoch „nachgegeben“, hätte dies die britischen Interessen untergraben, sagte Osborne.

+++ Euro-Rettung entzweit Europa - Briten draußen +++
+++ Europa verstärkt seine Brandschutzmauern +++
+++ Nein zu Europa - Cameron in der Isolation +++

Derweil warnen deutsche Politiker parteiübergreifend vor einer weiteren Isolation Großbritanniens. Bundespräsident Christian Wulff sagte als Reaktion auf das Zerwürfnis beim Brüsseler Euro-Gipfel: „Wir sollten wissen, was Europa bedeutet und nie darüber spekulieren, Europa zu verkleinern.“ Die Beziehungen Deutschlands zu Frankreich, Italien und England seien „tragende Säulen in der EU“, sagte Wulff während eines Besuches in der omanischen Hauptstadt Maskat. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird nach seinen Worten den Gesprächsfaden zum britischen Premier David Cameron nicht abreißen lassen.

Auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) wandte sich gegen Spekulationen über ein Ausscheiden Großbritanniens aus der EU: „Großbritannien braucht Europa genau wie Europa Großbritannien braucht. Dort wird man über kurz oder lang erkennen, dass unser Weg in Richtung Stabilitätsunion der beste ist. Die Tür für London bleibt offen“, sagte Rösler der „Bild am Sonntag“. Er lobte die Entscheidungen der übrigen EU-Staaten: „26 von 27 Mitgliedstaaten haben gezeigt, dass sie bereit sind, die europäische Integration und den Euro zu verteidigen.“

(dpa/abendblatt.de)

Die Maßnahmen in Sachen Euro-Rettung:

1

Das Euro-Krisenjahr 2011:

1
 

Artikel versenden

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus