Sonntag, 27. Mai 2012, 09:45

Abendblatt als Startseite | Aboservice | E-Paper

www.abendblatt.de

  • E-Mail
  • Singles
  • Branchenbuch
  • Jobs Hamburg
  • Immobilien Hamburg
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Rechner
  • Ticket kaufen

Anschläge in Norwegen

Anders Breivik tötete 77 Menschen

Erst explodierte eine Bombe inmitten der Hauptstadt Oslo. Dann richtete der Attentäter auf einer Ferieninsel ein Blutbad unter Jugendlichen an.

Die Innenstadt von Oslo ist nach dem Anschlag verwüstet. Verletzte werden auf der Straße behandelt.
Foto: dapd

Oslo. Bei zwei terroristischen Anschlägen am Freitag, dem 22. Juli 2011, sterben 76 Menschen. Bei einem Bombenanschlag im Regierungsviertel Oslos kommen acht Menschen ums Leben. Anschließend erschießt der Attentäter Anders Behring Breivik auf der Insel Utöya 68 Menschen. Im Internet veröffentlicht der 32-Jährige ein 1.518-seitiges rassistisches Manifest, in dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mehrmals erwähnt sowie SPD, Linke und die Grünen heftig kritisiert werden.

„Tat und Täter“ weisen allerdings keine „keine Bezüge nach Deutschland“ auf. Der Verfassungsschutz hatte mögliche Verbindungen des Attentäters von Oslo zur Hamburger Neonazi-Szene geprüft. „Es sind keine Kontakte ins Umfeld von Anders Behring Breivik erkennbar“, sagte der Leiter des Hamburger Landesamtes für Verfassungsschutz, Manfred Murck. Zu den Opfern des Terroranschlags auf der Insel Utøya gehört auch ein Stiefbruder der norwegischen Prinzessin Mette-Marit. Der 51-jährige Polizist Trond Berntsen wurde erschossen, als er seinen zehnjährigen Sohn schützen wollte. Berntsens Vater war mit der Mutter Mette-Marits, Marit Tjessem, verheiratet. Weltweit war die Anteilnahme mit Norwegen groß. In Berlin trugen sich Hunderte Menschen in das Kondolenzbuch der Botschaft ein. Viele von ihnen legten Blumen vor dem Gebäude nieder.

Anschlag in Norwegen
stepmap.de: Jetzt eigene Landkarte erstellen
StepMap Anschlag in Norwegen


  • Er tötete 77 Menschen: Anders Behring Breivik

    Anschläge in Norwegen

    Anders Behring Breivik: Der Massenmörder ist unzurechnungsfähig

    Behring Breivik hat 77 Menschenleben auf dem Gewissen. Am 22. Juli zündete er zuerst eine Bombe im Osloer Regierungsviertel, welche acht Menchen das Leben kostete. Etwa zwei Stunden später begann Breivic auf der kleinen Insel Utøya, Jagd auf Teilnehmer eines sozialdemokratischen Jugendlagers zu machen. Im Laufe einer Stunde tötete er 69 Menschen. Zwei Rechtspsychiater erklärten den 32-Jährigen nun überraschend für unzurechnungsfähig.

  • Das Gericht in Oslo hat ein zweites Gutachten zum Amok-Läufer Anders Breivik angefordert. Ein erstes Gutachten hatte den 32 Jahre alten Attentäter für unzurechnungsfähig erklärt

    Attentäter von Utøya

    Richter verbietet Breivik den Mund

    Massenmörder Anders Behring Breivik wollte einen Haftprüfungstermin für einen öffentlichen Auftritt nutzen. Doch das unterband ein Richter. Er schnitt dem Mann, der im Juni 77 Menschen getötet hatte, das Wort ab.

  • Terror in Norwegen

    Ein verwundetes Land

    Es gibt viel Öl und wenig Arbeitslose, der Preis für Frieden wird hier vergeben. Nun wird Norwegen ein anderes sein.

  • Stunden der Angst

    An einem einzigen Nachmittag hat der Norweger Anders Breivik fast 100 Menschen umgebracht. Das Protokoll des Doppelanschlags

  • Taucher suchen im Wasser vor der Ferieninsel Utoya nach Leichen. Nahe einer Nachbarinsel wurden jetzt Jugendliche lebend aus dem See geborgen. 92 Menschen kamen bislang bei dem Massaker eines rechten religiösen Fanatikers ums Leben

    Anschläge in Norwegen

    Überlebender von Utoya: „Ich flehte, dass er nicht abdrückt"

    Adrian Pracon hat das Massaker in einem Ferienlager auf der Insel Utøya unweit von Oslo überlebt. Der 21-Jährige war einer der Organisatoren des Feriencamps der sozialdemokratischen norwegischen Jugendorganisation AUF. Er sprach vom Krankenhaus aus mit der Nachrichtenagentur dpa.

  • Anders Behring Breivik wird im Gefängnis in seine Einzelzelle scharf bewacht

    Der Attentäter aus Norwegen

    Anders Behring Breivik - er brachte den Terror

    Die Polizei schweigt sich über den mutmaßlichen Attentäter aus Norwegen weitgehend aus. Mehr Aufschluss geben Spuren im Internet. Dort finden sich ein Twitter-Profil und Dutzende nationalistische und islamkritische Beiträge.