28.11.10

EU-Rettungsschirm

Finanzminister einig: Irland bekommt 85 Milliarden

Irland bekommt die Finanzhilfe der EU in Höhe von 85 Milliarden Euro. Ab 2013 können auch Privatgläubiger an der Rettung beteiligt werden.

Foto: dpa/DPA

Ein Mann passiert eine Filiale der Allied Irish Bank in London. Irland steht mit einem Defizit von 32 Prozent finanziell an der Wand. Schuld ist das marode Bankensystem.

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Brüssel. Die Finanzminister der Eurozone haben sich am Sonntag in Brüssel auf das milliardenschwere Hilfspaket für Irland geeinigt. Dublin solle rund 85 Milliarden Euro über die EU und den Internationalen Währungsfonds (IWF) erhalten, teilten Diplomaten mit. Irland hatte wegen seiner Bankenkrise vor einer Woche als erstes Land Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm beantragt. Nach der Einigung der Finanzminister der Euro-Zone kamen in Brüssel deren Kollegen aus den übrigen EU-Ländern zu dem Treffen hinzu, um ebenfalls über das Hilfspaket für Irland zu befinden.

Die 16 Finanzminister der Euro-Zone einigten sich am Sonntag zudem darauf, dass Privatgläubiger bei Rettungsaktionen für angeschlagene EU-Staaten nach dem Jahr 2013 beteiligt werden können. Nach dem Kompromiss soll deren Beteiligung von Fall zu Fall entschieden werden. Darauf hatten sich am Sonntag in einer Telefonkonferenz zuvor Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy geeinigt. Die beschlossene Regelung bezieht sich auf die Zeit nach 2013, wenn der derzeitige Euro-Rettungsschirm ausläuft und durch einen dauerhaften Hilfsmechanismus ersetzt werden soll.

Deutschland hatte gefordert, dass die Privatgläubiger automatisch an den Hilfsmaßnahmen beteiligt werden sollen. Dieser Vorschlag hatte in den vergangenen Wochen für erhebliche Unruhe auf den Finanzmärkten gesorgt.

(afp/abendblatt.de)
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