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Politik

Handelsabkommen

EU und Lateinamerika wollen Handelsschranken abbauen

Beim Treffen zwischen der Europäischen Union und Länder Lateinamerikas einigten sich beide Seite auf einen Abbau von Handelsschranken.

Gipfel der EU und Lateinamerikas in Madrid. Spaniens Premier Jose Luis Rodriguez Zapatero zusammen mit Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandez Kirchner .
Foto: dpa/DPA

Madrid. Die Europäische Union und die Länder Lateinamerikas haben bei ihren Gipfeltreffen in Madrid den Abbau von Handelsschranken zwischen beiden Kontinenten vorangetrieben. In der Abschlusserklärung des zweitägigen Treffens sprachen sich die Teilnehmerländer am Dienstag „gegen Protektionismus in allen Formen“ aus. Die EU und die mittelamerikanischen Staaten brachten am Rande des Gipfels ihre dreijährigen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zu Ende. Formal soll die Einigung am Mittwoch bei einem Treffen von EU-Führern und mittelamerikanischen Staatschefs besiegelt werden.

Das Abkommen der EU mit Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama sieht nach Angaben der EU-Kommission vor, dass beide Seiten ihre Märkte für Industrieprodukte vollständig öffnen. Bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen seien Exportquoten vereinbart worden. Im Zuge der Einigung mit den mittelamerikanischen Staaten schlossen die EU-Mitgliedsstaaten auch multilaterale Handelsabkommen mit Peru und Kolumbien.

Bereits am Montagabend hatten sich die EU und die südamerikanische Staatengruppe Mercosur darauf verständigt, ihre Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen wieder aufzunehmen. Die Verhandlungen zwischen EU und Mercosur, der Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay angehören, laufen seit 1999, seit 2004 liegen sie jedoch auf Eis. Länder wie Frankreich, aber auch Österreich und Zypern fürchten Nachteile für die eigene Landwirtschaft.

 

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