Krieg im Irak
Mehrheit der US-Bürger gegen Truppenaufstockung in Afghanistan
Briten befürchten Anschläge wegen Einsatz am Hindukusch
Washington. Während US-Präsident Barack Obama weiter um die Neuausrichtung des Einsatzes seines Landes in Afghanistan ringt, bleibt eine mögliche Truppenaufstockung in der Bevölkerung höchst umstritten. In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des US-Senders CNN sprachen sich 56 Prozent der Befragten gegen die Entsendung zusätzlicher Soldaten aus. Mitte Oktober waren es 59 Prozent. Obama wollte am Mittwoch erneut mit seinen Beratern über die Afghanistan-Strategie diskutieren. Eine Entscheidung wird aber nicht vor seiner Rückkehr von einer Asien-Reise in der kommenden Woche erwartet.
Die Briten stellten unterdessen die Argumentation der Regierung in Frage, mit der London den Einsatz am Hindukusch bisher verteidigt. Einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage für die Zeitung „The Independent“ zufolge gefährdet das britische Engagement in Afghanistan nach Ansicht von 46 Prozent der Befragten die Sicherheitslage in Großbritannien. Nur jeder Fünfte ist demnach wie die Regierung der Meinung, dass der Einsatz gegen die radikalislamischen Taliban die Gefahr eines Anschlags in der Heimat senke.
Die USA und Großbritannien sind die größten Truppensteller in Afghanistan. Für beide Umfragen wurden jeweils tausend Menschen befragt.




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