Personalspekulationen
Roland Koch will in Hessen bleiben
Merkel reklamiert das Finanzministerium für die CDU, deshalb soll Koch nach Berlin wechseln. Doch der weigert sich.
Das Personalkarussell vor den Koalitionsverhandlungen dreht sich weiter: Geht CDU-Vize Roland Koch nach Berlin?
Foto: dpa
Berlin.
Bundeskanzlerin Angela Merkel will nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“
das Finanzministerium für die CDU beanspruchen. Die Zeitung meldete unter
Berufung auf Informationen aus der Unionsspitze, der hessische
Ministerpräsident Roland Koch solle dann trotz aller Dementis ins
Finanzministerium wechseln. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU)
solle Koch in Wiesbaden nachfolgen. Koch sagte allerdings umgehend dem
„Hamburger Abendblatt“: „Ich habe oft genug erklärt, dass mein Platz in
Wiesbaden ist.“
Koch sagte, er werde die schwarz-gelbe Bundesregierung „als hessischer Ministerpräsident mit hoher Sympathie bei Wahrung unserer Landesinteressen“ unterstützen. Als weitere Kandidaten für die Nachfolge von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) werden FDP-Schatzmeister Hermann Otto Solms und der bisherige Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg von der CSU gehandelt. In Union und FDP werde daher ein hartes Ringen um das Finanzressort erwartet, schrieb das Blatt weiter.
Gestiegen seien die Chancen des CDU-Europaabgeordneten Elmar Brok auf die Nachfolge von EU-Kommissar Günter Verheugen. Roland Koch habe Brok seine volle Unterstützung für das Amt zugesagt. Brok ist CDU-Vorstandsmitglied, gilt als mächtigster Europaabgeordneter der Union und berät seit Jahren Bundeskanzlerin Angela Merkel in allen strategischen Europa-Fragen.







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