Terroranschläge vom 11. September 2001
USA gedenken der Opfer - heute viele Hilfsaktionen
Am achten Jahrestag der Terroranschläge soll in den USA mit gemeinnützigen Aktionen auch nach vorne geschaut werden.
Die USA trauern um die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001. Am achten Jahrestag sollte aber auch mit gemeinnützigen Aktionen nach vorne geschaut werden.
Foto: picture-alliance / dpa/AFP
New York. Die USA bereiten sich auf den Gedenktag der Terror- Anschläge vom 11. September 2001 vor. Am achten Jahrestag – dem ersten in der Amtszeit von Präsident Barack Obama – stehen neben dem offiziellen Gedenken an den Tatorten in New York und Washington landesweit gemeinnützige Einsätze für Mitmenschen und Umwelt im Mittelpunkt.
In Afghanistan, das Land, das Osama bin Laden, den
Drahtzieher der Terroranschläge auf das World Trade Center in Washington und
auf das Pentagon in Washington jahrelang beherbergte, liefen Soldaten des
US-Stützpunkts Bagram die symbolträchtige Strecke von 9,11 Kilometern.
„Unsere Soldaten laufen durch das Herz des Taliban-Gebiets, in dem die
Anschläge geplant wurden“, hieß es in einer Erklärung der US-Streitkräfte.
Kurz nach den Anschlägen hatte eine internationale Allianz unter Führung der
USA die regierenden islamistischen Taliban und die Anhänger der
Terrororganisation al-Qaida aus dem Land vertrieben.
So
liefen die schrecklichen Ereignisse am 11. September 2001 in den USA ab.
Obama wollte eine Gedenkfeier in der Gedenkstätte
des Pentagons besuchen. Bei den Anschlägen am 11. September 2001 waren mehr
als 3000 Menschen getötet worden. Entführer hatten drei Passagierflugzeuge
gekapert, zwei wurden in die Zwillingstürme des WTC und eins ins Pentagon
gelenkt. Eine vierte entführte Maschine stürzte bei Shanksville im US-Staat
Pennsylvania ab.
Obama kündigte an, er werde nicht ruhen, bevor die Verantwortlichen „dieser
abscheulichen Verbrechen“ gefasst seien. Der US-Präsident gerät wegen der
steigenden Verluste in Afghanistan – im August kamen mit 51 amerikanischen
Soldaten die meisten seit der US-Invasion im Oktober 2001 ums Leben –
zunehmend unter Druck.
Gedenkminuten waren zum Zeitpunkt der vier Anschläge geplant. Um 08.46 Uhr
(14.46 MESZ) stürzte das erste entführte Flugzeug in den Nordturm des WTC,
um 9.03 Uhr (15.03 Uhr MESZ) das zweite in den Südturm. Um 9.37 Uhr (15.37
Uhr MESZ) wurde das Pentagon getroffen, um 10.03 Uhr (16.03 MESZ) stürzte
Flug UA 93 bei Shanksville ab.
Am achten Jahrestag sollte aber auch mit
gemeinnützigen Aktionen nach vorne geschaut werden. „Statt uns nur an die
schrecklichen Ereignisse zu erinnern und an die Helden, die am 11. September
ihr Leben ließen, werden wir alle zu Helden vor Ort“, erklärte der
Geschäftsmann Ted Tenenbaum in Los Angeles, der seine Handwerksdienste am
Freitag kostenlos anbieten will. Im ganzen Land sind Aktionen geplant,
darunter die Säuberung von Stränden oder das Schreiben von Briefen an
Soldaten im Auslandseinsatz.
Doch bei aller Wohltätigkeit bleibt die Furcht vor dem Terror: Das
Heimatschutzministerium und die Bundeskriminalpolizei FBI riefen die
Sicherheitskräfte im ganzen Land zum Jahrestag der Anschläge zu verstärkter
Wachsamkeit auf.







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