25.02.13

Lebensmittelskandal

Aigner befürchtet Betrug mit Bio-Eiern in großem Stil

Verbraucherschutzministerin Aigner fordert schnelle Aufklärung des Verdachts auf falsch gekennzeichnete Eier aus Freiland- und Biohaltung.

Foto: dpa/ZGBZGH
Bund und Länder beraten über Pferdefleischskandal
Verbraucherschutzministerin fordert eine zügige Aufklärung des Verdachts auf falsch deklarierte Eier aus

Berlin/Brüssel. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat eine zügige Aufklärung des Verdachts auf falsch deklarierte Eier aus Freiland- und Bio-Haltung angemahnt. "Wenn sich die Vorwürfe bewahrheiten, geht es hier um Betrug im großen Stil: Betrug an den Verbrauchern, aber auch Betrug an den vielen Bio-Landwirten in Deutschland, die ehrlich arbeiten", erklärte Aigner am Montag. Sie verwies darauf, dass Vorgaben an Bio-Betriebe sehr streng seien und strikt eingehalten werden müssten. Es nütze nichts, wenn Bund und EU immer weiter Gesetze verschärften. "Die zuständigen Kontrollbehörden der Bundesländer müssen diese Gesetze auch überwachen", sagte Aigner.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass in Deutschland in den vergangenen Jahren möglicherweise Millionen Hühnereier als Bio- oder Freilandware verkauft wurden, obwohl die Hennen auf engstem Raum gehalten wurden. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt nach Angaben gegen rund 150 Betriebe in Niedersachsen, etwa 50 weitere Verfahren wurden an Ermittler in anderen Bundesländern abgegeben.

(dpa)
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