25.02.13

Betrug mit Bio-Eiern

Künast fordert schärfere Kontrollen von Betrieben

Grünen-Vorsitzende Renate Künast kritisiert, dass in Betrieben zwar Futter und Haltung, nicht aber die Zahl der Hühner geprüft werde.

Foto: dpa
Eier
Renate Künast fordert strengere Kontrollen

Berlin. Wegen des Verdachts auf falsch deklarierte Eier aus Freiland- und Bio-Haltung hat die Grünen-Politikerin Renate Künast eine schärfere Kontrolle von landwirtschaftlichen Betrieben gefordert. "Wichtig ist, dass vorne die Kontrollen ordentlich funktionieren. Das haben sie hier, auch die staatlichen, nicht getan", sagte die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion am Montag im ARD-Morgenmagazin. Kontrolleure prüften in den Betrieben zwar das Futter und die Haltung der Tiere im Allgemeinen, nicht aber die Zahl der Hühner insgesamt. "Wir müssen einen Weg finden zu zählen", sagte die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin. Schärfere Strafen reichten allein nicht aus, um den Betrug in Landwirtschaftsbetrieben zu stoppen.

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt nach Angaben von Sonntag gegen rund 150 Betriebe in Niedersachsen, etwa 50 weitere Verfahren wurden an Ermittler in anderen Bundesländern abgegeben. Sollten die Ermittlungen tatsächlich ergeben, dass Bio- und Freiland- Betriebe Legehennen entgegen Vorschriften auf engstem Raum gehalten haben, müssten diese laut Künast auch öffentlich genannt werden. "Ich finde, denen die gut arbeiten, muss man das antun, dass die anderen beim Namen genannt werden." Künast, die im Jahr 2002 als Ministerin eine bessere Kennzeichnung von Eiern durchgesetzt hatte, lobte die biologische Landwirtschaft trotz des sich möglicherweise anbahnenden Skandals als "gutes Zeichen dafür, eine andere Haltung zu haben".

(dpa)
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