06.02.13

Auslandsreise Außenminister Westerwelle besucht Südostasien

Westerwelle trifft García-Margallo

Foto: dpa

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Westerwelle will bei einwöchigen Wirtschafts- und Politikgesprächen die Partnerschaft mit der Boomregion Südostasien stärken.

Manila/Berlin. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) ist am Mittwoch zu einwöchigen Wirtschafts- und Politikgesprächen in die Boomregion Südostasien geflogen. Stationen bis zum 12. Februar sind die Philippinen, Singapur und Indonesien. "Südostasien ist eine dynamisch wachsende Region mit großem Potenzial", sagte Westerwelle vor Abreise in Berlin. Die Südostasiatische Staatengemeinschaft (Asean) sei neben China und Indien der dritte Wachstumsmotor Asiens. Dazu gehören neben den drei besuchten Ländern sieben weitere Staaten.

Westerwelle wolle in der philippinischen Hauptstadt Manila neuen Schwung in die bilateralen Beziehungen bringen, hieß es im Auswärtigen Amt. Er will sich neben Gesprächen mit Außenminister und Präsident auch über den Friedensprozess auf Mindanao informieren, wo militante Muslime seit Jahrzehnten für mehr Autonomie kämpfen. Dort sind auch Terrorgruppen aktiv. Die Regierung unterzeichnete im Oktober ein vorläufiges Friedensabkommen mit den Rebellen der MILF-Bewegung (Moro Islamic Liberation Front).

Der Stadtstaat Singapur gilt als Wirtschaftsdrehkreuz in Südostasien. Etwa 1300 deutsche Firmen sind dort nach AA-Angaben präsent. In Singapur hält Westerwelle eine europapolitische Rede vor dem International Institute for Strategic Studies (IISS). In Indonesien soll unter anderem eine Wirtschaftsdelegation Impulse für den Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit geben.

Es ist die neunte Asienreise von Westerwelle innerhalb von zwölf Monaten und die dritte nach Südostasien, wie weiter aus dem Auswärtigen Amt verlautete. Der Strategische Ausbau des außenpolitischen Netzwerks in der Region Asien-Pazifik sei ein Kernelement der Außenpolitik.