02.02.13

US-Präsident

Tontaubenschießen: Obama twittert Bild mit Waffe

Auch Barack Obama greift ab und an zum Gewehr: Ein Mitarbeiter sendete ein Bild des Präsidenten mit Schusswaffe im Anschlag in die Welt.

Foto: AP
Barack Obama
US-Präsident Barack Obama schießt im Camp David auf Tontauben: Dieses Bild twitterte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses

Washington. Überraschung in Washington: Auch US-Präsident Barack Obama greift ab und zu zum Gewehr. Als Beweis twitterte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses am Sonnabend ein Foto in die Welt. Darauf ist der Präsident in Bluejeans und T-Shirt zu sehen, wie er gerade aus einer Flinte feuert. "Obama schießt auf Tontauben am 4. August 2012 in Camp David", twitterte Dan Pfeiffer. Auch die "New York Time" veröffentlichte das Foto.

Obama hatte kürzlich für Erstaunen gesorgt, als er bekannte, dass er auf dem Regierungs-Landsitz Camp David häufiger auf Tontauben schießt. Obama tritt derzeit energisch für schärfere Waffengesetze ein, betont aber auch immer wieder das von der US-Verfassung verbriefte Recht auf Waffentragen in den USA.

Die Waffenlobbyorganisation NRA

 Die 1871 gegründete National Rifle Association (NRA) ist der erbittertste Gegner von US-Präsident Barack Obama im Kampf um schärfere Waffengesetze – und sie ist eine der mächtigsten Lobby-Organisationen in den USA.

"Das Schießen mit Gewehren auf wissenschaftlicher Basis zu fördern", formulierte einer ihrer Gründer, William C. Church, als vorrangiges Ziel. 2011 hatte die laut Selbstbeschreibung "älteste Bürgerrechtsorganisation" in den USA nach eigenen Angaben knapp vier Millionen Mitglieder.

 Kritiker bezweifeln diese Zahlen jedoch, darunter die linksliberale Zeitung "Mother Jones". Gratis-Mitgliedschaften zu jedem Waffenkauf würden die Statistik aufblähen. Außerdem führe die Organisation ihre Bücher nicht ordentlich und streiche verstorbene Mitglieder nicht immer aus den Büchern.

Jährlich unterrichten etwa 55.000 Ausbilder etwa 750.000 Waffenbesitzer im Umgang mit Gewehren, Pistolen und Munition. Mindestens 15.000 Menschen seien bisher in Seminaren für mehr Sicherheit im Alltag geschult worden, heißt es auf der Homepage der Organisation. Außerdem unterstützt die NRA seit Jahren die Wahlkämpfe von vor allem republikanischen Politikern.

 Die NRA ist der größte, aber nicht der einzige Verband in den USA, der sich für das Recht der Bürger einsetzt, Waffen zu tragen. In den 1970er Jahren gründeten sich die "Gun Owners of America" – eine Organisation mit rund 300 000 Mitgliedern. Sie hat sich unter anderem den Kampf gegen die "radikale Linke" auf die Fahnen geschrieben. (dpa)

(dpa)
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