20.01.13

Landtagswahl in Niedersachsen

Wahlleitung: Knapper Sieg für Rot-Grün in Niedersachsen

Live! Niedersachsen hat gewählt. Es ist noch immer ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Verfolgen Sie die Ereignisse des Wahlabends bei abendblatt.de

Foto: dpa

Der SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil (M) bejubelt seinen Wahlsieg auf der Wahlparty der SPD in Hannover am Abend der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen

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Hannover. Niedersachsen hat gewählt. Insgesamt 6,1 Millionen Bürger waren aufgerufen, ein neues Landesparlament zu wählen. Nach Schließung der Wahllokale ist es das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der amtierenden schwarz-gelben Koalition von Ministerpräsident David McAllister (CDU) und Rot-Grün. Verfolgen Sie hier die Ereignisse des Wahlabends live.

Alle Informationen zur Landtagswahl in Niedersachsen finden Sie auf unserer Themenseite

0.02 Uhr: Ende des Live-Tickers zur Niedersachsen-Wahl

0.00 Uhr: "Ich freue mich jetzt auf fünf Jahre rot-grün." (SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil nach dem Wahlsieg in Niedersachsen)

23.51 Uhr: Jetzt hat auch der Wahlleiter sein vorläufiges amtliches Endergebnis bekanntgegeben. Auch danach siegt Rot-Grün in Niedersachsen. Das Bundesland steht also vor einem Regierungswechsel. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kann Rot-Grün nach zehn Jahren die schwarz-gelbe Regierungskoalition ablösen. Die SPD holte 32,6 Prozent (30,3) der Stimmen, die Grünen erzielten 13,7 Prozent (8,0), teilte die Landeswahlleiterin am späten Sonntagabend mit. Die CDU ging mit 36 Prozent (42,5) als stärkste Partei aus der Wahl hervor. Die FDP kam auf 9,9 Prozent (8,2). Die SPD ist damit künftig mit 49 Sitzen im Landtag vertreten, die CDU mit 54. Für die Grünen ziehen 20 Abgeordnete in das Parlament, für die FDP

23.50 Uhr: Unter dem frenetischen Jubel seiner Anhänger hat sich der künftige Ministerpräsident von Niedersachsen, Stephan Weil, für die Unterstützung im Wahlkampf bedankt. "Das ist ein guter Sonntag für Niedersachsen und die SPD. Herzlichen Dank für eure Unterstützung", rief er seinen Anhängern zu. Die Genossen feierten den späten und zunächst nicht mehr erwarteten Sieg von SPD und Grünen am Sonntagabend mit lautstarken Gesängen – das Repertoire reichte von "Oh, wie ist das schön" und "So sehn Sieger aus!" bis zu "Wir fahren nach Berlin". Der sonst eher als kühl geltende Weil rief die Anhängerschaft zum ausgiebigen Feiern auf.

23.47 Uhr: Bei der Landtagswahl in Niedersachsen hat Rot-Grün einen knappen Sieg errungen. Die bisherige schwarz-gelbe Regierungskoalition von Ministerpräsident David McAllister (CDU) hat keine Mehrheit mehr. Dies ergab das am späten Sonntagabend veröffentlichten vorläufige amtliche Endergebnis. Danach bekam die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Stephan Weil 32,6 Prozent der Stimmen. Die Grünen erreichten 13,7 Prozent. Zusammen stellen beide Parteien damit 69 Mandate im neuen Landtag – eine hauchdünne Mehrheit von einer Stimme vor CDU und FDP. Die CDU kam auf 36,0 Prozent. Die FDP verbuchte mit 9,9 Prozent ein historisches Spitzenergebnis

23.43 Uhr: Wahlleitung: Knapper Sieg für Rot-Grün in Niedersachsen

23.31 Uhr: Die Tagesthemen haben sich, angesichts der spannenden Wahl in Niedersachsen, entschieden eine weitere Sondersendung um 0.05 Uhr zu senden. Bis dahin liegt eventuell schon das vorläufige amtliche Endergebnis vor.

23.27 Uhr: Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Schon wieder schickt die ARD eine neue Hochrechnung mit Stand 23.20 Uhr. Große Veränderungen gibt es nicht mehr: die CDU bleibt bei 36,0 Prozent, die SPD bei 32,6, die FDP bei 9,9 Prozent, die Grünen bei 13,7 Prozent, die Linken bei 3,2 Prozent, die Piraten bei 2,1 Prozent, die Anderen bei 2,5 Prozent. Die

23.23 Uhr: Der niedersächsische CDU-Spitzenkandidat und Ministerpräsident David McAllister will bei einer Niederlage seiner schwarz-gelben Regierung auch mit der SPD Gespräche über eine Koalition führen. "Wenn es nicht reicht für eine Fortsetzung des Bündnisses von CDU und FDP, würden wir als stärkste Kraft mit allen politischen Parteien Gespräche führen. Natürlich auch mit der SPD", sagte McAllister am Sonntagabend in der ARD. Die Parteien hätten leidenschaftlich über die Themen gestritten, "aber in diesem Wahlkampf sind alle menschlich fair und anständig miteinander umgegangen".

23.07 Uhr: Der bisherige Ministerpräsident David McAllister (CDU) in Hannover zur neuesten Hochrechnung: "Das vorläufige amtliche Endergebnis liegt noch nicht vor. Wir müssen nach wie vor abwarten. Es ist noch alles möglich. Ich werde mich endgültig erst äußern können, wenn das vorläufige amtliche Endergebnis vorliegt"

23.03 Uhr: Der SPD-Spitzenkandidat in Niedersachsen Stephan Weil in Hannover zur neuesten Hochrechnung: "Wir sind heute durch eine Achterbahn der Gefühle gefahren. Im Moment, bei dem Stand der Tagesthemen, sind wir auf dem absoluten Höhepunkt." "Ich habe keine Sorge mit einer knappen Mehrheit eine Stabile Regierung zu führen. Bei dem aktuellem Stand habe ich das vor. Zur Frage, ob Peer Steinbrück und seine Diskussion zum Kanzlerlohn kann ich nur sagen: Hätten wir verloren, wäre es die Niederlage von Peer Steinbrück gewesen, so ist es der Sieg von Peer Steinbrück. Ich nehme es, wie im Sport - wir verlieren und wie siegen gemeinsam."

23.01 Uhr: ARD-Hochrechnung: Knappe Mehrheit für Rot-Grün. Niedersachsen steht vor einem Regierungswechsel. Nach der letzten Hochrechnung der ARD lag Rot-Grün am Sonntagabend nach Mandaten vor der amtierenden schwarz-gelben Koalition.

22.47 Uhr: Und die nächste Hochrechnung der ARD mit Stand 22.47 Uhr: die CDU kommt auf 36,0 Prozent (- 6,5), die SPD auf 32,6 Prozent (+2,3), die FDP auf 9,9 Prozent (+1,7), die Grünen auf 13,7 Prozent (+5,7), die Linke auf 3,2 Prozent (-3,9), die Piraten auf 2,1 Prozent (+2,1), die Anderen auf 2,5 Prozent (-1,4). Damit wäre die aktuelle Sitzverteilung wie folgt: Rot-Grün 69 Sitze, Schwarz-Gelb 68 Sitze, denn die CDU kommt auf 54 Mandate und FDP 14 Mandate, SPD auf 49 Mandate und die Grünen auf 20 Mandate. Dabei seien bereits ein Überhang- und ein Ausgleichsmandat eingerechnet.

22.21 Uhr: Neue Hochrechnung der ARD: Danach kommt die CDU auf 36,0 Prozent, SPD 32,7 Prozent, FDP 10,0 Prozent, Grüne 13,6 Prozent, Linke 3,1 Prozent, Piraten 2,1 Prozent, Andere 2,5 Prozent. Sitzverteilung Schwarz-Gelb: 67 Sitze und Rot-Grün: 68 Sitze

22.20 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will sich künftig mit provokanten Äußerungen zurückhalten. Es werde darum gehen, als Kanzlerkandidat "das ein oder andere Wort sehr bedachtsam zu wägen", sagte Steinbrück am Sonntagabend im ZDF-"heute journal". Steinbrück räumte erneut ein, dass er mit einigen Bemerkungen, die als provozierend empfunden worden seien, auch für Unruhe gesorgt habe. Sein Profil insgesamt wolle er aber nicht "verfremden".

Das Wahlergebnis bei der Landtagswahl in Niedersachsen wertete Steinbrück als Fingerzeig, dass bei der Bundestagswahl "alles offen" sei. Schwarz-Gelb habe nicht zwingend gute Chancen, die Mehrheit im Bundestag zu stellen.

22.17 Uhr: Der FDP-Vorsitzende Philip Rösler will den Führungsgremien seiner Partei an diesem Montag Vorschläge zum bevorstehenden Bundestagswahlkampf machen. "Zuerst kommen die Gremien, und dann wird das mit Sicherheit auch öffentlich werden", sagte Rösler am Sonntagabend in der ARD. Er werde auch einen Vorschlag machen, wann der nächste Bundesparteitag abgehalten werden soll, fügte er hinzu. "Das muss man von einem Parteivorsitzenden erwarten. Das bin ich, und deswegen werde ich das morgen auch tun."

Vor der Landtagswahl in Niedersachsen hatten führende FDP-Politiker angesichts schlechter Umfragewerte einen Wechsel an der Parteispitze ins Spiel gebracht. Nach jüngsten Hochrechnungen erreichten die Liberalen in Röslers Heimatland am Sonntag allerdings an die zehn Prozent der Stimmen

21.59 Uhr: Die Landeswahlleitung in Hannover rechnet erst nach 23.00 Uhr mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis der Landtagswahl.

21.46 Uhr: Die Hochrechnung der ARD-Tagesthemen sieht CDU bei 36,1 Prozent, die SPD 32,3 Prozent, die FDP bei 10,1 Prozent die Grünen bei 13,7 Prozent die Linke bei 3,2 Prozent, die Piraten 2,0 Prozent, die Anderen bei 2,6 Prozent. Mit jeweils 71 Sitzen gibt es derzeit einen Patt zwischen Schwarz-Gelb und Rot-Grün.

21.44 Uhr: Der FDP-Spitzenkandidat, Landeschef und Umweltminister Stefan Birkner war bei der Landtagswahl in Niedersachsen für seine Partei nicht erfolgreich. In seinem Wahlkreis Garbsen/Wedemark erzielte der Liberale 4,5 Prozent der Erststimmen. Bei der vergangenen Landtagswahl 2008 hatte die FDP 6,8 Prozent der Erststimmen geholt. Das Mandat geht an die CDU-Politikerin Editha Lorberg mit 41,5 Prozent der Erststimmen. Die FDP gewann in den sechziger Jahren zuletzt ein Direktmandat bei einer niedersächsischen Landtagswahl

21.43 Uhr: Niedersachsens CDU-Spitzenkandidat David McAllister hat seinen Wahlkreis bei der Landtagswahl deutlich gewonnen. Im Bezirk Hadeln/Wesermünde holte er 64,4 Prozent der Stimmen, wie die Landeswahlleiterin am Sonntagabend mitteilte. Der SPD-Kandidat Detlef erreichte nur 24,3 Prozent der Stimmen. Über eine Fortsetzung der von ihm geführten schwarz-gelben Landesregierung musste der Ministerpräsident am Sonntagabend allerdings noch bangen. Hochrechnungen sahen Schwarz-Gelb und Rot-Grün nahezu gleich auf.

21.35 Uhr: Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan hat bei der Landtagswahl in Niedersachsen ein Direktmandat verpasst. In ihrem Wahlkreis Hannover-Mitte bekam die CDU-Politikerin nur 26,0 Prozent der Stimmen und unterlag dem SPD-Mann Michael Höntsch, der nach Angaben der Region Hannover am Sonntag auf 43,7 Prozent kam. Özkan war 2010 vom damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff als erste türkischstämmige Frau in eine Regierung in Deutschland berufen worden. Vor fünf Jahren hatte sich der jetzige SPD-Fraktionschef Stefan Schostok das Direktmandat in dem Wahlkreis geholt.

21.34 Uhr: Der als Hardliner geltende CDU-Innenminister Uwe Schünemann hat bei den Landtagswahlen in Niedersachsen in seinem Wahlkreis Holzminden kein Direktmandat geholt. Mit 40,6 Prozent der Stimmen unterlag er knapp seiner SPD-Konkurrentin Sabine Tippelt (42,6 Prozent). Der 48-jährige Schünemann sitzt seit 1994 im niedersächsischen Landtag. Er steht auf dem Listenplatz 5 der CDU.

21.20 Uhr: SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil hat in seinem Wahlkreis Hannover-Buchholz sein erstes Direktmandat gewonnen. Für Weil stimmten 44,8 Prozent. Damit konnte sich der hannoversche Oberbürgermeister gegen CDU-Herausforderer Jens-Michael Emmelmann (39,9 Prozent) durchsetzen. 2008 ging der Wahlkreis noch an die CDU, die damals 41,6 Prozent erzielte. Die SPD dagegen wählten bei der vergangenen Wahl 36,3 Prozent.

21.11 Uhr: Neue Hochrechnung der ARD: Danach kommt die CDU auf 36,2 Prozent, die SPD auf 32,7 Prozent, die FDP auf 10,0 Prozent, die Grünen auf 13,6 Prozent, die Linken auf 3,2 Prozent, die Piraten auf 1,9 Prozent, die Anderen auf 2,4 Prozent.

21.05 Uhr: Die Frau von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, Doris Schröder-Köpf (SPD), hat ihren Wahlkreis bei der Landtagswahl in Niedersachsen am Sonntag verloren. Nach der Auszählung der meisten Stimmen in dem Bezirk Hannover-Döhren lag die 49-Jährige deutlich hinter dem CDU-Kandidaten Dirk Toepffer. Schröder-Köpf wird aber vermutlich dennoch in den neuen Landtag in Hannover einziehen, da sie auf Platz zwölf der Landesliste aufgestellt wurde.

21.03 Uhr: Der Wahlkreis Wolfsburg gehört zu einem der ersten, der ausgezählt worden ist. Bei Verlusten für die CDU wird Angelika Jahns für die Christdemokraten in den Landtag einziehen, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erreichte die CDU 37,5 Prozent (2008: 42,8 Prozent) der Zweitstimmen. Die SPD lag bei 35,7 Prozent (31,6). Die Grünen erzielten 11,0 (6,5) und die FDP 7,3 (6,8) Prozent. Die Linke erreichte 3,4 (8,1) Prozent, die Piraten kamen auf 2,6 Prozent.

21.02 Uhr: "Ich hoffe, dass er dafür sorgt, dass ich endlich mal wieder in die Staatskanzlei gehen kann."

(Altkanzler Gerhard Schröder macht auf der Wahlparty der SPD in Hannover den Anhängern seiner Partei Mut und sieht durchaus noch Chancen auf einen Sieg des SPD-Spitzenkandidaten Stephan Weil.)

20.57 Uhr: Wahlberichterstatterin Kerstin Lorenz berichtet von vor Ort aus Stade. Klarer Sieger im Wahlkreis 56, Stade, ist Kai Seefried (CDU) mit 50,03 Prozent vor seiner Herausforderin Petra Tiemann (SPD) mit 26,2 Prozent.

Seefried sagte: "Wir haben noch bis gestern Abend 1.30 Uhr Wahlplakate geklebt bei minus sechs Grad Celsius" Er habe schon ein "flaues Gefühl" im Magen gehabt. "Vor fünf Jahren beim ersten Mal hatte ich noch ncihts zu verlieren. Das ist heute anders. Ich wollte mich an meiner Arbeit messen lassen. Es war spannend, wie die Leute diese aufgefasst haben und ob die Richtung stimmt. Wir hatten aber alles getan, was möglich war. Dementsprechend ist die Freude riesig."

Petra Tiemann hat nach der Entscheidung den Sieger herzlich umarmt und ihm gratuliert. "Es steht außer Frage, dass er das Rennen um das Direktmandat gewonnen hat . Ich freue mich, dass ich in meinem Heimatwahlkreis Kutenholz in der Samtgemeinde Fredenbeck zulegen konnte." Tiemann hat mit der Familie auf das Ergebnis gewartet. "Das habe ich heute gebraucht, die Famlie und die Freunde. Ich bin zufrieden mit dem Ausgang, auch wenn nicht optimal gelaufen ist. Jetzt gucke ich erstmal nach Hannover, dass es dort gut ausgeht."

20.45 Uhr: Der Landesvorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern, Innenminister Lorenz Caffier, hat den absehbaren knappen Wahlsieg für CDU und FDP in Niedersachsen als klaren Vertrauensbeweis für die Union und Ministerpräsident David McAllister bezeichnet. "Die Wählerinnen und Wähler in Niedersachsen haben strategisch entschieden. Offensichtlich sind viele Stimmen von der CDU an die FDP gegangen, damit diese auch weiterhin im Landtag vertreten ist", sagte Caffier am Sonntag nach der Wahl. Die CDU Mecklenburg-Vorpommerns gratuliere den Parteifreunden aus Niedersachsen "zum guten Wahlergebnis". Die Union verlor laut Hochrechnungen 6,2 Prozent und kam auf 36,3 Prozent.

20.39 Uhr: Wahlberichterstatterin Carolin George berichtet von vor Ort aus Lüneburg: Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) hat überraschend seinen Wahlkreis Lüneburg verloren. "Die Wähler haben entschieden. Das Ergebnis müssen wir akzeptieren und daran arbeiten. Wir haben gekämpft aber es hat leider nicht gereicht. Lüneburg ist immer ein umkämpfter Wahlkreis gewesen. Ich habe zwei Mal gewonnen und jetzt verloren. Alles ist denkbar und möglich in der Politik. Deshalb macht es ja so viel Spaß. Morgen geht die Sonne wieder auf. Ich werde mich soweit gewünscht und gewollt weiter für die CDU im Wahlkampf einsetzen." Althusmann fährt noch heute Nacht nach Hannover zu seinen Parteikollegen, um dort das Wahlergebnis abzuwarten.

Andrea Schröder-Ehlers hatte überraschend den Wahlkreis 49, Lüneburg, für die SPD als Direktkandidatin geholt. Sie setzte sich immerhin gegen den amtierenden Kultusminister Bernd Althusmann von der CDU durch. "Drei Anläufe hat es gebracht, jetzt ist es vollbracht", sagte die Siegerin strahlend.

20.32 Uhr: Der nordrhein-westfälische FDP-Chef Christian Lindner wertet das niedersächsische Wahlergebnis als Erfolg für die schwarz-gelbe Koalition in Hannover. "Die außerordentlich gute Zusammenarbeit von FDP und CDU hat sich bezahlt gemacht", sagte Lindner am Sonntag in Düsseldorf. Zu Beginn des Jahres mit der anstehenden Bundestagswahl hätten die Wähler dem rot-grünen Lager eine "klare Absage" erteilt. Was die Wahl für den angeschlagenen FDP-Bundesvorsitzenden Philipp Rösler bedeutet, sagte Lindner nicht.

20.31 Uhr: Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern haben den Parteifreunden in Niedersachsen "aus vollem Herzen zu ihrem grandiosen Wahlergebnis" gratuliert. Unabhängig davon, wie dieser hochspannende Wahlabend ende, stünden die Grünen schon jetzt als großer Gewinner fest, erklärten die Landesvorsitzenden Claudia Müller und Andreas Katz am Sonntagabend in Schwerin nach den ersten Hochrechnungen aus Hannover. Die Grünen hätten sich mit der Wahl als drittstärkste politische Kraft in Niedersachsen etabliert. Schwarz-Gelb habe im Vergleich zur letzten Wahl signifikant verloren. Dagegen könne Rot-Grün sich über deutliche Stimmenzuwächse freuen.

20.27 Uhr: Bei der Landtagswahl in Niedersachsen schöpfen SPD und Grüne neue Hoffnung, doch noch das Rennen zu machen. Die ARD meldete gegen 20.00 Uhr ein Mandat Vorsprung für Rot-Grün, allerdings ohne Überhang- und Ausgleichsmandate. In einer Hochrechnung von 19.54 Uhr meldeten die Demoskopen 36,3 Prozent für die CDU, 32,6 Prozent für die SPD, 9,8 Prozent für die FDP und 13,6 Prozent für die Grünen. Damit ergäben sich für Schwarz-Gelb 46,1 Prozent, für Rot-Grün 46,3 Prozent. Auf der Basis von 135 Sitzen im Landtag in Hannover könnte die bisherige Regierungskoalition mit 67 Mandaten rechnen, die bisherige Opposition mit einem Sitz mehr, so die ARD. Allerdings werde eine größere Anzahl von Ausgleichsmandaten erwartet, hieß es. Im ZDF wurde zur gleichen Zeit inklusive erwarteter Zusatzmandate ein Patt von 74 zu 74 errechnet.

20.25 Uhr: "Ich bin mir sehr sicher, dass wir am Ende die Nase in diesem spannenden Rennen vorne haben werden." (Ministerpräsident David McAllister zu seinen jubelnden Parteifreunden.)

20.22 Uhr: "Die Kanzlerpartei ist schwer beschädigt. Die FDP ist ein aufgeblasener Luftballon ohne eigene Kompetenz." (Grünen-Spitzenkandidat und Fraktionschef Stefan Wenzel.)

20.19 Uhr: FDP-Chef Philipp Rösler geht nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr gefestigt aus der Landtagswahl in Niedersachsen hervor. "Der Wahlerfolg der FDP in Niedersachsen ist auch ein Wahlerfolg für Philipp Rösler. Das Ergebnis hat ihn auf jeden Fall gestärkt", sagte Bahr am Sonntagabend dem Fernsehsender Phoenix. Jetzt sei es Aufgabe des Parteivorsitzenden, ein Team für die Bundestagswahl zu bilden, um auch dort ein gutes Ergebnis zu bekommen.

Bahr rief die Partei zugleich zu mehr Geschlossenheit auf: "Wir sollten uns endlich darauf besinnen, nicht gegeneinander, sondern miteinander zu arbeiten. Die Parteibasis ist es leid, dass immer wieder in der Führung übereinander schlecht geredet wird und Spielchen gespielt werden", sagte der Gesundheitsminister.

20.17 Uhr: Die Landtagswahl in Niedersachsen hat aus Sicht von CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt gezeigt, dass es in Deutschland keine Wechselstimmung gibt. Dies sei "Wunschdenken" der linken Parteien, sagte er am Sonntag in der "Berliner Runde" im ZDF. Dobrindt mahnte aber auch den Koalitionspartner FDP, sich nicht langfristig auf Stimmensplitting zu verlassen. In Niedersachsen hatten nach Analysen viele CDU-Anhänger für die FDP gestimmt und den Liberalen ein überraschend gutes Ergebnis beschert.

Dobrindt sagte, der SPD sei es in Niedersachsen nicht gelungen, den Vorsprung in den Umfragen zu verteidigen. "Auf der Zielgerade ist die SPD letztlich verhungert." Die Sozialdemokraten hätten ein Problem mit ihrem Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück. "Steinbrück hat hier Stimmen gekostet."

20.16 Uhr: Die niedersächsische Landeswahlleiterin Ulrike Sachs stellt sich auf eine "lange Nacht" in Hannover ein. "Ich glaube, dass angesichts der knappen Hochrechnungen viele in den Wahlkreisen auch zweimal auszählen", sagte sie am Sonntag. Ihre Vorgabe an die Wahlhelfer sei "Gründlichkeit vor Schnelligkeit" gewesen. Bis 20.00 Uhr hatte sie noch keines der Ergebnisse aus den Wahlkreisen gemeldet bekommen. "Mein Bildschirm ist noch komplett rot."

Bei der Landtagswahl im Jahr 2008 hatte Sachs bereits gegen 19.30 Uhr erste Ergebnisse aus den Wahlkreisen bekommen. Ein vorläufiges Endergebnis bis 22.30 Uhr sei deshalb eher unwahrscheinlich. "Es wird wohl deutlich später", sagte Sachs.

20.15 Uhr: "Wir freuen uns, auch wenn uns bewusst ist, dass die Wähler des bürgerlichen Lagers ihre Stimmen aufgeteilt haben zwischen uns und der Union." Gero Hocker, Generalsekretär der FDP Niedersachsen auf der FDP-Wahlparty in Hannover über das gute Wahlergebnis seiner Partei.

20.11 Uhr: Hamburgs SPD-Landesvorsitzender, der Erste Bürgermeister Olaf Scholz, zur Landtagswahl in Niedersachsen: "Der Trend stimmt. SPD und Grüne haben bei der Niedersachsenwahl zugelegt; die CDU verliert an Zustimmung. Das ist ein Verdienst der niedersächsischen SPD und des SPD-Spitzenkandidaten Stephan Weil. Stephan Weil hat gezeigt, dass er ein guter Ministerpräsident in Niedersachsen sein kann. Ob es am Ende in Niedersachsen für einen Regierungswechsel reicht, wird sich erst am Ende des Wahlabends zeigen. Unabhängig davon macht der Wahltrend in Niedersachsen Hoffnung: im September ist ein Regierungswechsel in Deutschland möglich. Erfreulich ist auch der Anstieg bei der Wahlbeteiligung. Das hat sicher auch etwas mit dem fairen und sachlichen Wahlkampf zu tun. Die Bürgerinnen und Bürger honorieren das."

20.00 Uhr: Nach der neuesten Hochrechnung der ARD liegt nun Rot-Grün vor CDU-FDP. Rot-Grün käme auf 68 Sitze, Schwarz-Gelb auf 67 Sitze. Die kommt auf CDU 36,3 Prozent, die SPD auf 32,6 Prozent, die FDP auf 9,8 Prozent, die Grünen auf 13,6 Prozent, die Linken auf 3,3 Prozent, die Piraten auf 1,9 Prozent und die Anderen auf 2,5 Prozent.

19.58 Uhr: Wahlberichterstatter Andreas Schmidt berichtet von vor Ort aus Winsen: Alle drei Direktmandate im Wahlkreis Harburg gehen an Kandidaten der CDU. Den Wahlkreise Winsen gewinnt André Bock mit 45,8 Prozent vor Markus Beecken (SPD) mit 31,8 Prozent, nach der Ausszählung von 112 von 113 Stimmbezirken. Den Wahlkreis Buchholz gewinnt Heiner Schönecke (CDU) mit 45,4 Prozent vor Udo Heitmann (SPD) mit 31,1 Prozent nach 75 von 82 Stimmbezirken. Den Wahlkreis Seevetal gewinnt Norbert Böhlke (CDU) mit 44,0 Prozent vor Tobias Handtke (SPD) mit 35,9 Prozent nach 84 von 85 Stimmbezirken.

Norbert Böhlke (CDU): "Ich strebe es wieder an, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag zu werden."

Die Spitzenkandidaten machen sich jetzt auf den Weg zu Wahlpartys ihrer Parteien.

19.56 Uhr: Andrea Schröder-Ehlers hat überraschend den Wahlkreis 49, Lüneburg, für die SPD als Direktkandidatin geholt. Sie setzte sich immerhin gegen den amtierenden Kultusminister Bernd Althusmann von der CDU durch. "Drei Anläufe hat es gebracht, jetzt ist es vollbracht", sagte die Siegerin strahlend.

19.55 Uhr: Die Bremer CDU sieht in der Landtagswahl in Niedersachsen ein Signal für die Bundestagswahl im September. Das überraschend starke Abschneiden der FDP habe gezeigt, dass die Menschen eine Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition wünschen, sagte der CDU-Vorsitzende Jörg Kastendiek am Sonntag. Dies sei ein Signal für die Bundestagswahl, wie das Abschneiden der Piraten und der Linkspartei auch. "Beide Parteien haben sich entzaubert."

19.36 Uhr: Wahlberichterstatterin Kerstin Lorenz berichtet von vor Ort aus Stade. Stefan Schimkatis (SPD), Spitzenkandidat aus dem Wahlkreis 55, Buxtehude ist angesichts der ersten Wahlergebnisse sehr nervös, habe einen "hohen Adrenalinspiegel", weil es "so auf der Kante" steht. Gemeinsam mit Frau und Kind, die ihm den Rücken stärken, wartet er auf das Ergebnis.

19.22 Uhr: FPD-Parteichef Philipp Rösler tritt vor die Presse. Großer Jubel und Applaus hindern ihn zunächst am Sprechen. "Ich habe gerade mit Stefan Birkner in Hannover telefoniert. Ja, es ist ein großer Tag für die FDP in Niedersachsen. Aber es ist auch ein großer Tag für die FDP und alle Liberalen in ganz Deutschland." Rösler schickt herzliche Glückwünsche ins "wunderschöne Niedersachsen" in sein Heimatland. "Wir bedanken uns bei all denjenigen, die uns vertraut haben und uns unterstützt haben."

"Wir alle haben gezeigt, wir schaffen Wahlerfolge und Wahlsiege. auch Schwarz-Gelb kann es schaffen, heute in Niedersachsen, demnächst in Bayern und bald gemeinsam im Bund. Das muss unser Ziel sein," Wenn wir uns auf das Wesentliche konzentrieren, auf die richtigen Themen, wenn wir uns nicht beirren lassen, sondern solide und sachlich unsere Arbeit für die Menschen im Land leisten, werden wir es schaffen. Egal was die Demoskopen behaupten, am Ende müssen wir die Sieger sein. Heute werden wir gemeinsam feiern und morgen werden wir uns wieder an die Sacharbeit machen. Ich sage unseren politischen Gegnern und Freunden:Das Rennen hat jetzt erst angefangen, die freien Demokraten werden jetzt erst richtig loslegen

19.18 Uhr: Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) wertet das Ergebnis der Niedersachsen-Wahl als "starkes Signal" für Schwarz-Gelb im Bund. Das gute Abschneiden der Liberalen spreche dafür, dass die niedersächsischen Wähler die Koalition aus CDU und FDP wollten, sagte Lieberknecht am Sonntagabend in Erfurt – das bedeute für Schwarz-Gelb auch Rückenwind für Berlin.

Der Wahlausgang spreche zudem dafür, dass das "gesamtdeutsche Projekt" der Linkspartei gescheitert sei, fügte Lieberknecht hinzu. Mit dem Ausscheiden aus dem niedersächsischen Landtag sei die Partei weiter auf den Status einer "Partei Ost" zurückgefallen.

19.15 Uhr: Das Wahlergebnis für die Linke in Niedersachsen mit 3,5 Prozent ist nach Ansicht der Hamburger Parteifreunde "mit Sicherheit kein gutes Ergebnis". "Aber es ist ein leichter Aufwärtstrend nach den Wahlergebnissen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sichtbar", bewertete der Landesverband am Sonntag das Ergebnis. Es zeige, dass ein Politikwechsel für eine andere Politik der sozialen Gerechtigkeit nur mit der Linken möglich sei. Die Zuspitzung auf die Frage, ob Rot-Grün oder Schwarz-Gelb, habe viele linke Wähler abgehalten, die Linke zu wählen. "Das medial vermittelte Kopf-an-Kopf-Rennen hat den Eindruck erweckt, ein Kreuz bei der Linken sei verzichtbar."

19.08 Uhr: Wahlberichterstatterin Carolin George berichtet von vor Ort aus Lüneburg: Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) ist entsetzt: "Die FDP hat jede Prognose über den Haufen geworfen. Wenn die liberalen Wähler mit der Erststimme die CDU gewählt haben, werden die Überhangmandate am Ende für Schwarz-Gelb entscheiden. Das wäre schlimm."

Eine technische Panne ausgerechnet während der Präsentation der ersten Zahlen, sorgte in der Lüneburger Ritterakademie für ein großes Hallo. Während der Übertragung der Zahlen wurde plötzlich die NDR-Sendung DAS eingespielt. Statt die aktuellen Zahlen zu sehen, präsentierte sich den Zuschauern ein Bericht über ein Busenwunder und eine BH-Manufaktur. Die Stadt- und Landkreisverwaltung hatte Bürger in die Ritterakademie eingeladen, um hier öffentlich die Wahlergebnisse verfolgen zu können.

19.07 Uhr: Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth hat einer Ampel-Koalition in Niedersachsen eine Absage erteilt. Man sei "sehr, sehr weit weg von der FDP – in allen Fragen", sagte Roth am Sonntagabend dem Fernsehsender Phoenix. Das überraschend starke Ergebnis der FDP erklärte Roth mit "Leiharbeit der CDU". Man habe die Partei stützen wollen. Sie glaube jedoch nicht, "dass sich eine inhaltsleere Partei wie die FDP halten kann".

Zum Ausgang der Niedersachsen-Wahl sagte Roth, Schwarz-Gelb habe insgesamt verloren. Das sei ein gutes Signal, dass ein Wechsel möglich ist und ein gutes Signal für Bayern und für die Bundestagswahl.

19.03 Uhr: FDP-Präsidiumsmitglied Dirk Niebel sieht im Wahlausgang in Niedersachsen ein "tolles Ergebnis für die FDP". Es gebe "unseren Mitgliedern ihre Würde zurück", erklärte Niebel am Sonntag in einer ersten Reaktion auf die Landtagswahl in Niedersachsen. Niebel, ein Kritiker von Parteichef Philipp Rösler, sagte zudem, wie es nun mit der Partei im Wahljahr 2013 weitergehen solle, werde an diesem Montag in den Gremien besprochen.

18.59 Uhr: Wahlberichterstatter Andreas Schmidt vor Ort aus Winsen/Luhe: André Bock (CDU) dürfte den Wahlkreis Winsen gewinnen. Er liegt nach der Auszählung von 43 von 113 Stimmbezirken mit 45,7 Prozent vor seinem Kontrahenten Markus Beecken (SPD) der auf 30,7 Prozent kommt. Im Wahlkreis Buchholz liegt Heiner Schönecke (CDU) mit 46,1 Prozent nach der Auszählung von 28 von 82 Stimmbezirken vor seinem Mitbewerber Udo Heitmann (SPD) 30,3 Prozent. Im Wahlkreis Seevetal könnte es noch spannend werden. Hier liegt Norbert Böhlke (CDU) nach 44 von 85 Stimmbezirken mit 43,5 Prozent vor Tobias Handtke (SPD),der auf 37,3 Prozent kommt.

18.57 Uhr: Der Spitzenkandidat der niedersächsischen Grünen, Stefan Wenzel, hofft trotz des Kopf-an-Kopf-Rennens bei der Landtagswahl auf ein positives Signal für die Bundestagswahl im Herbst. "Wenn die Kanzlerin auf Bundesebene ähnliche schwere Verluste einfahren würde wie hier, wenn die Grünen in Berlin auf ähnlicher Linie zulegen können, dann wird es für die Kanzlerin in Berlin sehr eng", sagte er am Sonntagabend in der ARD. Die FDP sei eine "eine aufgeblasene Partei", "die wie ein Luftballon dahinfährt".

18.49 Uhr: Peer Steinbrück: "Auch mein Dank, meiner großen Anerkennung geht an Stephan Weil und die niedersächsische SPD. Ich möchte sehr herzlich gratulieren. Stephan Weil hat einen phantastischen Wahlkampf gemacht in Niedersachsen." Steinbrück räumte eine Mitverantwortung dafür ein, dass das Ergebnis in Niedersachsen bisher noch nicht so klar ausfällt wie gewünscht.

18.46 Uhr: Sigmar Gabriel in Berlin: "Es bleibt noch ein spannender Abend, auch wenn die Hochrechnungen einen leichten Vorsprung von einem Mandat für CDU FDP sehen, der Abend wird zeigen, wie es ausgeht." Gabriel nannte Stimmen für Linke und Piraten "verlorene Stimmen". Wer Richtungswechsel wolle, müsse SPD oder Grüne wählen. "Nur dann funktioniert das." Er richtet Glückwünsche auch an die Grünen, die gemeinsam mit der SPD zugelegt hat in Niedersachsen. Kritische Töne über die Bundespartei waren auch zu hören: "Wir müssen zugeben, Rückenwind haben wir den Niedersachsen nicht gegeben", sagte Gabriel. "Das müssen wir ändern."

18.44 Uhr: SPD-Chef Sigmar Gabriel und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gehen in Berlin vor die Presse: Gabriel: "Wir schicken an die Niedersachsen unseren Dank für diesen engagierten Wahlkampf. Es hat sich gelohnt, die SPD hat zugelegt, die CDU hat verloren und bei der FDP merkt man, es gibt sie nur, wenn sie Fremdblut bekommen, die Partei existiert eigentlich nicht."

18.43 Uhr: Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki sagte: "Eins ist sicher: Einen vorgezogenen Parteitag wird es nicht mehr geben. "Ich wünsche mir, dass die Debatte um meinen Parteivorsitzenden etwas mehr an Ruhe gewinnt."

18.40 Uhr: Die zweite Hochrechnung der ARD sieht die CDU bei 36,4 Prozent (-6,1), die SPD bei 32,6 Prozent (+2,3), die FDP bei 9,9 Prozent (+1,7), die Grünen bei 13,4 Prozent (+5,4) und die Linke bei 3,3 Prozent (-3,5)

18.39 Uhr: Der Linken-Vorsitzende Bernd Riexinger hat das schlechte Abschneiden der Linken bei der Landtagswahl in Niedersachsen bedauert. Das Ergebnis sei "schmerzlich", sagte Riexinger am Sonntagabend in Berlin. "Es will aber gar nichts beschönigen. Wir haben uns mehr erhofft." Zugleich räumte er ein, dass es schneller gehe, Vertrauen bei den Wählern zu verspielen, als es zurückzuerobern. Der Wahlkampf in Niedersachsen sei nicht einfach gewesen. Den ersten Hochrechnungen zufolge hat die niedersächsische Linke den Wiedereinzug in den Landtag in Hannover mit 3 bis 3,5 Prozent deutlich verpasst.

18.35 Uhr: Der FDP-Parteichef in Niedersachsen, Stefan Birkner, ist hoch zufrieden mit dem überraschend guten Ergebnis der Liberalen bei der Landtagswahl. "Wer hätte vor drei oder vier Monaten gedacht, dass die FDP da stehen würde, wo sie jetzt ist. "Wir kämpfen weiter für die liberale Sache in Niedersachsen."

18.34 Uhr: Die Grünen-Spitzenkandidatin Anja Piel hat sich am Sonntag trotz des knappen Landtagswahlergebnisses optimistisch gezeigt. "Wir haben noch einen spannenden Abend vor uns" sagte Piel angesichts des Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen Schwarz-Gelb und Rot-Grün. "Wir haben unter Beweis gestellt, dass Hannover nicht nur spannende 'Tatorte' haben kann, sondern auch eine spannende Landtagswahl."

18.32 Uhr: Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki will nach dem überraschenden Wahlerfolg der Liberalen in Niedersachsen den umstrittenen Bundesvorsitzenden Philipp Rösler stützen. "Wenn er wieder antritt, wovon ich ausgehe, werde ich ihn unterstützen", sagte Kubicki am Sonntag im ZDF. Nach dem "glorreichen Sieg" könne die FDP-Spitze in Harmonie über die Aufstellung für die Bundestagswahl im Herbst sprechen, erklärte Kubicki, der bislang als einer der schärfsten Kritiker Röslers galt. "Ich wünsche mir, dass die Debatte um meinen Parteivorsitzenden etwas mehr an Ruhe gewinnt." Die FDP habe nun zuletzt bei Wahlen in drei Ländern gezeigt, dass sie gute Ergebnisse erzielen kann. Das sei auch ein gutes Signal für die Bundestagswahl.

18.30 Uhr: Piraten-Chef Bernd Schlömer ist enttäuscht nach der klaren Schlappe bei der Landtagswahl in Niedersachsen. Die Partei müsse sich nun auf die Kommunikation nach außen konzentrieren und weniger auf die Beschäftigung mit sich selbst, sagte Schlömer am Sonntagabend in der ARD. Es gelte, die Menschen zu überzeugen, warum sie Piraten wählen sollen und welche Ziele die Partei verfolge. "Hier müssen wir besser werden", sagte er. Laut der ersten ARD-Hochrechnung kamen die Piraten auf 1,9 Prozent und verfehlten klar die Fünf-Prozent-Hürde.

18.29 Uhr: Der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Jürgen Trittin, freut sich über ein "tolles Ergebnis" für seine Partei bei der Landtagswahl in Niedersachsen. Es habe dank der Grünen eine Verschiebung der Blöcke in Richtung Rot-Grün gegeben, sagte Trittin am Sonntagabend in der ARD. Die Grünen hätten allein so viel gewonnen, wie CDU und FDP zusammen verloren hätten, rechnete Trittin vor. Wenn das auch bei der Bundestagswahl gelänge, "dann war es das" für Schwarz-Gelb und die Kanzlerschaft von Angela Merkel.

18.25 Uhr: SPD-Kandidat Stephan Weil tritt vor die Kameras und kommentiert die ersten Zahlen. Er wird mit viel Applaus empfangen. "Das ist nun wirklich mal ein spannender Wahlabend, den die Niedersachsen uns beschert haben. Ein Sieger steht fest. Ich freue mich sehr, dass die Wahlbeteiligung gestiegen ist." Er zollte dem politischen Gegner Respekt für den fairen Wahlkampf. " Es ist zu früh sich als Sieger oder Verlierer zu präsentieren. Aber die SPD in Niedersachsen hat zugelegt. Das ist bemerkenswert. Wir haben tatsächlich nicht unter ganz einfachen Bedingungen um Wählerstimmen gerungen. Die niedersächsische SPD hat Charakter bewiesen."

18.24 Uhr: Niedersachsens Finanzminister Jörg Bode (FDP) wertet die ersten Prognosen zur Landtagswahl in Niedersachsen als Regierungsauftrag für die schwarz-gelbe Koalition. Bode sprach von einem "klaren Signal", dass die Regierungskoalition fortgesetzt werden solle. Zum überraschend guten Abschneiden der FDP sagte er, wenn die Partei als Team agiere, könne sie erfolgreich sein. "Für CDU und FDP ist das ein schöner Abend". Nach den Prognosen von ARD und ZDF kommt die CDU auf 36 bis 37 Prozent, die Sozialdemokraten auf 32,5 bis 33 Prozent. Die zuletzt fast abgeschriebene FDP erhält 9,5 und 10 Prozent. Die Grünen landen bei 13,5 Prozent. Linke und Piraten scheitern klar an der Fünf-Prozent-Hürde.

18.22 Uhr: Bei der ersten ZDF-Hochrechnung geht die CDU am Sonntagabend klar als stärkste Kraft hervor. Danach kommt die CDU auf 36,8 Prozent, die FDP erzielt 9,6 Prozent. Für die SPD stimmten 32,9 Prozent der Wähler, die Grünen erzielen 13,5 Prozent. Die Linke verpasst mit 3 Prozent den Sprung in den Landtag. Die anderen Parteien bekommen insgesamt vier Prozent, somit bleiben auch die Piraten unter der Fünf-Prozent-Hürde. CDU und FDP kämen damit gemeinsam auf 74 Sitze und hätten damit eine hauchdünne Mehrheit im neuen Landtag. Rot-Grün erreicht nach der Hochrechnung 73 Sitze.

18.20 Uhr: Bei der Landtagswahl in Niedersachsen zeichnet sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Nach der ersten Hochrechnung der ARD vom Sonntagabend können CDU und FDP auf eine knappe Mehrheit im neuen Landtag hoffen. Demnach kommt die CDU auf 36,2 Prozent, die FDP auf 10,0 Prozent. Für die SPD stimmten demnach 32,4 Prozent der Wähler, für die Grünen 13,4 Prozent. Linke und Piraten verpassen mit 3,5 Prozent und 1,9 Prozent den Sprung in den Landtag. FDP und CDU kämen damit gemeinsam auf 68 Sitze, Rot-Grün auf 67.

18:15 Uhr: Wahlberichterstatterin Kerstin Lorenz berichtet von vor Ort aus dem Kreishaus in Stade: Der Bundestagsabgeordnete der FDP, Serkan Tören, sagte zur Prognose: "Riesenüberraschung. Ich bin natürlich total glücklich. Wir hatten klar über fünf Prozent erwartet, dass es zehn Prozent werden, ist natürlich eine doppelte Freude. Es zeigt, dass die Leute den Erfolg der letzten Jahre würdigen und die FDP auch als strategische Überlegung gewählt haben. Denn schließlich ich gehört die FDP zur erfolgreichsten Regierung der letzten Jahre. Mit der Stader FDP-Fraktion werden wir heute noch in der Mersserschmiede in der Altstadt feiern."

18.14 Uhr: Die SPD-Spitze hält nach der Landtagswahl in Niedersachsen an Peer Steinbrück als Kanzlerkandidat fest. Auf die Frage, ob Steinbrück Kandidat bleibe, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles am Sonntagabend in der ARD: "Aber selbstverständlich." Nahles sprach von einer "großartigen Kampfleistung" der niedersächsischen SPD und ihres Spitzenkandidaten Stephan Weil. "Die haben sich stabil gehalten, obwohl es eben keinen Rückenwind von Berlin gegeben hat." Sie fügte hinzu: "Wir wissen, wir hätten ein bisschen mehr Rückenwind liefern müssen, das haben wir nicht geschafft. Das muss besser werden jetzt in den nächsten Monaten."

18.11 Uhr: Wahlberichterstatter Andreas Schmitd berichtet von vor Ort aus Winsen/Luhe: Zur ersten Prognose sagte der Spitzenkandidat der SPD im Wahlkreis Seevetal, Tobias Handtke: "Es ist überraschend, dass die FDP besser abgeschnitten hat, als in sämtlichen Umfragewerten vorausgesagt. Das wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Leihstimmenkampagne der FDP hat funktioniert."

18.10 Uhr: FDP-Generalsekretär Patrick Döring hat Kritik am Parteivorsitzenden Philipp Rösler zurückgewiesen. "Rösler ist Niedersachse und ein Erfolg in Niedersachsen ist auch ein Erfolg von Philipp Rösler", sagte Döring am Sonntagabend in der ARD. Auf die Frage, ob Rösler der richtige Parteichef sei, antwortete Döring: "Aber ja." Das Wahlergebnis zeige, dass die Partei gute Ergebnisse erzielen könne, wenn sie bis zum Wahltag konzentriert arbeite und kämpfe. Zunächst einmal freue er sich, dass die niedersächsische FDP das mutmaßlich beste Ergebnis in der Geschichte erzielt habe.

18.05 Uhr: Es wird das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der schwarz-gelben Koalition und Rot-Grün. Nach den Prognosen von ARD und ZDF wird die CDU von Ministerpräsident David McAllister am Sonntag wieder stärkste Partei. Die Union kommt auf 36 bis 37 Prozent (2008: 42,5 Prozent), die Sozialdemokraten erzielen 32,5 bis 33 Prozent (2008: 30,3 Prozent). Die zuletzt fast abgeschriebene FDP erhält überraschend zwischen 9,5 und 10 Prozent (2008: 8,2 Prozent). Die Grünen landen bei 13,5 Prozent Prozent (2008: 8,0 Prozent). Linke und Piraten scheitern klar an der Fünf-Prozent-Hürde. Schwarz-Gelb kommt auf 68 bis 73 Sitze, Rot-Grün auf 67 bis 73 Mandate.

18.03 Uhr: Bei der SPD herrscht wohl Ratlosigkeit. Die SPD hatte auf klaren Sieg gehofft und die Regierung übernehmen kann. Soweit ist es noch nicht. Es wird lange dauern, bis ein Endergebnis feststehen wird.

18.03 Uhr: Bei der FDP in Hannover ist die Freude groß. Nach der ersten Prognose wird gejubelt und gefeiert.

18.02 Uhr: Die Wahlbeteiligung liegt bei rund 60,5 Prozent.

18.01 Uhr: Bisher hätten CDU und FDP eine Mehrheit im Landtag mit 68 Sitzen zu 67 Sitzen für Rot-Grün.

18.00 Uhr: Die erste Prognose der ARD sieht die Parteien wie folgt: CDU: 36,0 Prozent, SPD: 32,5Prozent, FDP: 10,0 Prozent, Grüne: 13,5 Prozent, Linke: 3,5 Prozent, Piraten: 2,0 Prozent, Andere: 2,5Prozent

17.50 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) rechnet fest mit einem Einzug der FDP in den Landtag. "Die ist ganz sicher im Landtag", sagte er kurz vor den ersten Prognosen am Sonntagabend. Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Björn Thümler zeigte sich überzeugt von einem Erfolg der Liberalen. "Eines ist schon jetzt sicher, die FDP wird im Landtag sitzen", sagte er. Ansonsten sprach er von einem "harten Kampf" und einer "grandiosen Aufholjagd" seiner Partei.

17.46 Uhr: Wahlberichterstatter Andreas Schmidt berichtet von vor Ort aus Winsen/Luhe: Um 18.00h startet die Wahlparty im Kreishaus in Winsen /Luhe (Landkreis Harburg). Erwartet werden die Spitzenkandidaten aus allen drei Wahlkreisen (Seevetal, Buchholz und Winsen). Die Beteiligung an der Briefwahl im Landkreis Harburg ist im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2008 um rund zwei Prozentpunkte von 6,17 Prozent auf 7,95 Prozent gestiegen.

17.37 Uhr: Wahlberichterstatter Ludger Fehrtmann berichtet von vor Ort aus Hannover: Vor dem Landtag stellt sich ein großer aber offenkundig alkoholisierter Mann auf und predigt, alle Parteien sollten künftig gefälligst zusammen arbeiten. Drinnen im Landtag wird dagegen immer eifriger, aber auch ängstlicher gerechnet, ob es denn nun reicht. Unzählige Politiker und ihre Mitarbeiter warten nervös auf die erste Hochrechnung.

17.14 Uhr: Wahlberichterstatter Matthias Popien berichtet von vor Ort aus Hannover: Zumindest kulinarisch ist die FDP die erfindungsreichste Partei der Niedersachsenwahl. In ihrem Pressezentrum im Landtag gibt es Käsehäppchen, Satespieße, Rote Grütze und Gummibärchen. Die Grünen haben eine große Leinwand aufgebaut, auf der Handball zu sehen ist. Deutschland führt gegen Mazedonien. Ist das ein gutes Omen für die Grünen? Die CDU hat ihr Fraktionszimmer mit Wahlplakaten der Direktkandidaten geradezu zugepflastert. Die SPD ist faktenorientierter und hat für jeden Wahlkreis einen Zettel aufgehängt, auf dem nachher das Ergebnis eingetragen werden soll. Am Hinterausgang des SPD-Saals wird es streng. Der Kühlschrank mit Beck's Bier, der dort steht, trägt die abschreckende Aufschrift: "Eigentum der SPD. Keine Selbstbedienung!". Bei den Linken ist noch nicht viel los. Nur der Rotwein steht schon bereit: ein Montepulciano, Jahrgang 2010.

16.30 Uhr: Die Beteiligung bei der Landtagswahl in Niedersachsen lag am Nachmittag um fast vier Prozentpunkte höher als 2008. Am Wahlsonntag um 16.30 Uhr betrug sie 53,33 Prozent, wie die Landeswahlleiterin mitteilte. Bei der Landtagswahl 2008 waren es um diese Uhrzeit 49,51 Prozent, am Ende waren es 57,1 Prozent.

16.00 Uhr: Wahlberichterstatter Ludger Fehrtmann berichtet von vor Ort aus Hannover: David Mc Allister ist auch am Wahlnachmittag für eine Überraschung gut: Gegen 16 Uhr taucht er kurz im Fraktionssaal der CDU auf, begrüßt einige Gäste, guckt betont interssiert auf die Plakate und verschwindet wieder. Dass ein amtierender Ministerpräsident sich sehen lässt, ehe es eine stablie Hochrechnung gibt, ist absolut ungewöhnlich. Vielleicht hing es zusammen mit den zu dieser Zeit bereitsumlafenden Gerüchten, denen zufolge schwarz-gelb die Nase vorn hat.

14.00 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, der im niedersächsischen Isernhagen wohnt, setzt sein Kreuz. Zahlreiche Fotografen begleiten ihn auf dem Weg zum Wahllokal in einer Grundschule. Irritiert reagierte der angeschlagene FDP-Bundesvorsitzende auf ein Schild, das im Klassenraum hing. Darauf stand: "Regeln für Gespräche: 1. Vor dem Sprechen melden. 2. Wir hören zu. 3. Wir rufen nicht dazwischen. 4. Wir machen keinen Quatsch."

12.00 Uhr: David McAllister reiht sich am Sonntag Mittag ganz artig in die Reihe der wartenden Wähler vor dem Wahllokal 1/500 in der Grundschule von Bad Bederkesa ein. "Das ist Demokratie, hier sind alle gleich", befand Niedersachsens Ministerpräsident, der mit seiner Ehefrau Dunja zur Stimmabgabe gekommen war. Die beiden kleinen Töchter der beiden waren Zuhause geblieben. Er habe gut geschlafen und sehe dem Wahlabend mit großer Gelassenheit entgegen, sagte Niedersachsen Ministerpräsident, bevor er seinen Wahlzettel entschlossen in die Urne stopfte.

11.34 Uhr: SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil (SPD) gibt seine Stimme ab. "Das wird ein ganz enges Rennen", sagte der Herausforderer des amtierenden Ministerpräsidenten David McAllister (CDU) in Hannover. "Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen."

11.00 Uhr: Die Wahl beginnt nur schleppend. Zwei Stunden nach Öffnung der Wahllokale hätten erst knapp 5,4 Prozent ihre Stimme abgeben, teilte eine Mitarbeiterin der Landeswahlleitung am Sonntagmorgen in Hannover mit. Vor fünf Jahren hatte die Beteiligung zum selben Zeitpunkt bei rund 5,7 Prozent gelegen.

8.00 Uhr: Bei eisigkalten Temperaturen beginnt die Landtagswahl. Bis 18 Uhr können die 6,1 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben. Um die 135 Sitze im Landtag bewerben sich 659 Kandidaten. Bei der Wahl vor fünf Jahren hatte die CDU 42,5 Prozent Stimmen bekommen und war damit stärkste Kraft. Die SPD kam auf 30,1 Prozent, die FDP auf 8,2 Prozent und die Grünen auf 8,0 Prozent. Die Linke schaffte 2008 mit 7,1 Prozent erstmals in Niedersachsen den Sprung ins Parlament. Alle Parteien hoffen diesmal auf eine höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren: Damals gaben nur 57,1 Prozent der Bürger ihre Stimme ab, so wenig wie nie zuvor bei einer Landtagswahl in Niedersachsen.

Hintergrund: Überhang- und Ausgleichsmandate

Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei über die Erststimmen der Wähler mehr Mandate direkt gewinnt, als ihr nach der Zahl der Zweitstimmen prozentual zustehen...

Diese zusätzlichen Sitze sind derzeit im Wahlrecht von 14 der 16 Bundesländer verankert, darunter auch in Niedersachsen.

Im Bundestag werden die zusätzlichen Sitze bisher nicht ausgeglichen.

Gewinnt zum Beispiel eine Partei in einem Bundesland mit der Erststimme 45 Wahlkreise, ziehen alle erfolgreichen Direktkandidaten ins Parlament ein.

Falls die Partei jedoch ein schlechteres Ergebnis bei den Zweitstimmen bekommt, stünden ihr eigentlich vielleicht nur 40 Parlamentssitze in diesem Bundesland zu.

Diese Partei bekommt dennoch fünf Überhangmandate zugeschlagen.

Gleichzeitig bekommen andere Parteien im Landtag Sitze zum Ausgleich, damit die Zusammensetzung des Landtags wieder dem Zweitstimmen-Verhältnis entspricht.

Auf diese Weise hat sich 2008 die Abgeordnetenzahl in Niedersachsen um 17 Überhang- und Ausgleichsmandate erhöht.

(abendblatt.de/dpa/dapd/won/)
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