03.01.13

Debatte um Waffengesetz

Trotz Amoklauf: Amerikaner kaufen immer mehr Waffen

Neue Daten des FBI deuten auf eine starke Zunahme von Schusswaffenkäufen in den USA nach dem Massaker an einer Schule in Connecticut hin.

Foto: dapd
Nach dem Amoklauf von Newtown ist in den USA die Debatte um den Besitz von Schusswaffen neu entbrannt (Symbolbild)
Nach dem Amoklauf von Newtown ist in den USA die Debatte um den Besitz von Schusswaffen neu entbrannt (Symbolbild)

Washington. Das verheerende Massaker an einer amerikanischen Schule in Newtown hat den Schusswaffenboom in den USA keineswegs ausgebremst, sondern weiter befeuert. Im Dezember wurden nach Angaben des FBI knapp 2,8 Millionen Zulassungsprüfungen durchgeführt – und damit doppelt so viele wie im Vorjahresmonat. Diese "background checks" sind gesetzlich vorgeschrieben, wenn jemand eine Waffe erwerben will. Zwar lässt sich daraus nicht direkt die Verkaufszahl ableiten, allerdings liegt ein entsprechendes Absatzplus nahe. Insgesamt wurden vergangenes Jahr 19,6 Millionen solcher Zulassungsprüfungen beantragt, was einem Anstieg von 19 Prozent entspricht.

Nach dem Amoklauf von Newtown ist in den USA – wie nach allen derartigen Vorfällen in den vergangenen Jahren – die Debatte um den Besitz von Schusswaffen neu entbrannt. Die Befürworter strengerer Waffengesetze sehen sich einer ebenso stimmgewaltigen Gruppe von Gegnern gegenüber, die sich von noch mehr Schusswaffen auch mehr Sicherheit versprechen und dabei auf die Freiheit des Individuums berufen.

(dpa)
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