06.12.12

Türkisch-syrische Grenze Auslandseinsatz für bis zu 400 Bundeswehrsoldaten?

German Bundeswehr army soldier with the Charlie company of the Quick Recation Unit fire their weapons during a drill to prepare for their mission at the combat outpost OP North near Baghlan

Foto: REUTERS

German Bundeswehr army soldier with the Charlie company of the Quick Recation Unit fire their weapons during a drill to prepare for their mission at the combat outpost OP North near Baghlan Foto: REUTERS

Deutschland steht dem Nato-Partner Türkei bei. Bis zu 400 Soldaten sollen in den Einsatz an die Grenze zu Syrien geschickt werden.

Berlin. Die Bundeswehr soll sich mit bis zu 400 Soldaten am Nato-Einsatz in der Türkei zum Schutz vor Angriffen aus Syrien beteiligen. Das war am Mittwochabend aus Sicherheitskreisen in Berlin zu erfahren. Das Bundeskabinett will an diesem Donnerstag über die Entsendung von deutschen "Patriot"-Raketenabwehrstaffeln entscheiden. Der Bundestag soll bereits in der kommenden Woche über die Mission abstimmen, an der sich auch die USA und die Niederlande beteiligen wollen.

Mit dem Mandat soll auch der Einsatz von Awacs-Aufklärungsflugzeugen abgedeckt werden, die ohnehin schon in der Region stationiert sind. Die Hightech-Flieger sind zu einem großen Teil mit deutschen Soldaten besetzt. Zu einer "Patriot"-Batterie gehören bis zu acht mobile Abschussrampen mit jeweils bis zu acht Raketen, ein Radargerät und ein Gefechtsstand. Für den Betrieb sind etwa 85 Soldaten notwendig.

Wie viele deutsche Staffeln tatsächlich in den Einsatz geschickt werden, ist noch unklar. Bisher war von zweien die Rede. Die Zahl der Soldaten, die tatsächlich in den Einsatz geschickt werden, könnte also deutlich unter 400 liegen.

Die Türkei hatte die Nato nach wiederholten Granateinschlägen in ihrem Grenzgebiet zu Syrien um Hilfe gebeten. Die "Patriot"-Raketen mit einer Reichweite von 68 Kilometern sind für die Abwehr von Flugzeug-, Raketen oder Drohnenangriffen geeignet. Der Einsatz soll ausschließlich dem Schutz türkischen Gebiets dienen. Zur Durchsetzung einer Flugsverbotszone über Syrien dürfen die "Patriot"-Raketen nicht eingesetzt werden.

((dpa))