Bengasi
Anschlag auf US-Konsulat: Verdächtiger gefasst
In Libyen wurde ein 28-Jähriger festgenommen. Er soll in den Angriff auf das US-Konsulat in Libyen mit vier Toten verwickelt sein.
Washington/Tunis. Nach dem tödlichen Anschlag auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi haben die tunesischen Behörden einen 28-jährigen Verdächtigen festgenommen. Der Mann soll in den Anschlag auf das Konsulat verwickelt sein, bei dem im September vier US-Bürger getötet wurden, darunter Botschafter Chris Stevens. Ein Sprecher des tunesischen Innenministeriums teilte am Mittwoch mit, der Tunesier befinde sich in der Hauptstadt Tunis in Gewahrsam. Das US-Außenministerium äußerte sich zunächst nicht zu der Festnahme.
Das Weiße Haus außerdem wusste offenbar weit früher als bisher angenommen, dass Terroristen hinter dem tödlichen Angriff auf das US-Konsulat steckten. Bereits zwei Stunden nach dem Angriff soll das Weiße Haus darüber unterrichtet worden sein, dass sich eine Extremistengruppe dazu bekannte. Das geht aus einer E-Mail des US-Außenministeriums an Geheimdienstmitarbeiter und die Sicherheitskonferenz im Weißen Haus hervor, die der Nachrichtenagentur AP von einem Regierungsvertreter zugespielt wurde. Darin ist zu lesen, dass die Gruppe Ansar al Scharia auf Facebook und Twitter die Verantwortung für den Angriff übernommen und auch zu einer Attacke auf die US-Botschaft in Tripolis aufgerufen habe.
Das Dokument könnte den Republikanern neuen Rückenwind verleihen, die der Regierung im Wahlkampf vorgeworfen hatten, vom terroristischen Hintergrund des Angriffs vom 11. September gewusst zu haben, während die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Susan Rice, noch von außer Kontrolle geratenen Protesten gesprochen hatte.















