Elbphilharmonie
Krisengipfel abgesagt: Streit um Kosten geht weiter
Ein geplantes Gespräch zwischen Hartmut Wegener, dem Leiter der Projekt-Realisierungsgesellschaft (ReGe) und dem Chef des Baukonzerns Hochtief, Henner Mahlstedt, hat heute überraschenderweise doch nicht stattgefunden. Der Grund: Ein Teil der nötigen Unterlagen fehlt noch.
Der spektakuläre Glasbau der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron, der derzeit in der Hafencity im Kaispeicher A gebaut wird und als neues Wahrzeichen Hamburgs gelten soll, wird rund 100 Millionen Euro mehr kosten. Diese Neuigkeit hatte eine große Kritikwelle losgelöst.
"Wir suchen gemeinsam nach Lösungen und versuchen, uns schnell zu verständigen", sagte Hochtief-Sprecher Bernd Pütter. "Wir wollen das Projekt gemeinsam erfolgreich zu Ende bringen." Die Verhandlungen dauerten an. Zu Medienberichten, der Konzern drohe mit einem Ausstieg aus dem Projekt, wollte er sich nicht äußern. Auch die Hamburger Kulturbehörde wollte zu den Spekulationen keine Stellungnahme abgeben. "Die Verhandlungen müssen erstmal zu Ende geführt werden", sagte eine Sprecherin heute. Die Behörde rechne mit einem Ergebnis Ende September. Anschließend werde im Oktober eine Bewertung vorgenommen und Senat und Bürgerschaft informiert.
Im Juni hatte Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) verkündet, dass die Elbphilharmonie mit einem Jahr Verspätung erst zur Saison 2011/12 eröffnet werden kann. Die Baukosten stiegen bereits von 186 Millionen Euro auf 241 Millionen Euro. Als Baurisiko gilt vor allem die Fassade des Gebäudes, die so noch nie gebaut wurde und technologisch besonders anspruchsvoll ist.








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