Bauarbeiten halbes Jahr hinter Planungen zurück
Elbphilharmonie wird noch teurer
Die Vision: Einer der prunkvollsten Konzertsäle Europas und ein neues Wahrzeichen der Hansestadt. Die Realität: Das Prestigeobjekt Elbphilharmonie verschlingt immer mehr Geld. Im November 2006 sprach man noch von 37,3 Millionen Euro zusätzlich. Jetzt kommen nochmal 100 Millionen Euro dazu.
Hamburg. Der Bau der Hamburger Elbphilharmonie wird nach Medienberichten 100 Millionen Euro teurer als zuletzt veranschlagt. Die Philharmonie kostet einem Bericht der "Bild"- Zeitung zufolge nach jetzigem Stand rund 340 Millionen Euro. Der Rundfunksender NDR 90,3 berichtete am Mittwoch zudem, dass die Bauarbeiten ein halbes Jahr hinter den Planungen zurück seien. Zuletzt wurden die Kosten mit 241,3 Millionen Euro angegeben, von denen die Stadt Hamburg 114,3 Millionen Euro übernehmen wollte.
Erst im Juni hatten der Generalintendant der Elbphilharmonie, Christoph Lieben-Seutter und Hamburgs Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) bekanntgegeben, dass der Bau des Prestigeobjektes sich um ein Jahr verzögert und der Spielbetrieb erst zur Saison 2011/2012 aufgenommen werden könne. Ursprünglich sollte das spektakuläre Konzerthaus aus Glas auf einem alten Kaispeicher im Hafen im Herbst 2010 eröffnet werden.
Indessen gab die Kulturbehörde bekannt, dass die Verhandlungen zwischen der Stadt Hamburg und dem Baukonzern Hochtief um mögliche Mehrkosten für die Elbphilharmonie noch in diesem Monat abgeschlossen werden sollen. Anschließend werde im Oktober eine Bewertung vorgenommen und Senat und Bürgerschaft informiert.
Die Kulturbehörde verwies auf eine Pressekonferenz von Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) im Juni dieses Jahres. Die Senatorin hatte damals bekanntgemacht, dass die Elbphilharmonie mit einjähriger Verspätung zur Saison 2011/12 ihren Betrieb aufnehmen werde. Über die Verteilung der Kosten für die Verzögerung werde mit Hochtief verhandelt mit dem Ziel, bis zum Herbst ein Ergebnis zu erreichen.



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