Ihr Mitbewerber Obama führt allerdings bei der Zahl der Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag mittlerweile so deutlich, dass Clinton trotz ihres Sieges nur noch sehr geringe Chancen auf die Präsidentschaftskandidatur eingeräumt werden.
Washington. Kurz vor ihrer erwarteten endgültigen Niederlage im Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur hat die ehemalige First Lady Hillary Clinton einen Triumph gefeiert. Sie gewann die Vorwahl im US-Staat West Virginia nach Prognosen aller Fernsehsender mit großem Vorsprung vor ihrem Rivalen Barack Obama, wie sich dies schon seit Wochen bereits in Umfragen abgezeichnet hatte.
Clintons Chancen sinken weiter
Ich, Hillary Clinton
Allerdings führt Obama bei der Zahl der Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag der Demokraten Ende August mittlerweile so deutlich, dass Clinton trotz ihres Sieges in Virginia nur noch sehr geringe Chancen auf die Präsidentschaftskandidatur eingeräumt werden. Die nächsten Vorwahlen finden am 20. Mai in Kentucky und Oregon statt. In Kentucky ist Clinton die Favoritin, in Oregon wird ein Sieg Obamas erwartet. Sein Wahlkampf-Lager hofft, möglicherweise bereits nach den Vorwahlen in der kommenden Woche den Sieg über Clinton im Rennen um die Kandidatur erklären zu können.
Der Wahlkampf-Sprecher der New Yorker Senatorin, Howard Wolfson, machte aber bereits kurz nach Schließung der Wahllokale am Dienstag klar, dass Clinton bis zum Ende der Vorwahlen am 3. Juni im Rennen bleiben werde. Er sagte weiter voraus, dass die Ex-First Lady am Ende die Nominierung gewinnen werde. Die Vorwahl in West Virginia habe die Schwächen von Obama offenbart. Ersten Analysen zufolge fußt der hohe Sieg Clintons wie bei fast allen ihren vorausgegangenen Vorwahl-Erfolgen auf großer Unterstützung im Lager des Mittelstands, der Frauen und Bürger ohne Universitätsabschluss.
Nach einer Zählung des Fernsehsenders CNN verfügte Obama vor der Kandidatenkür in West Virginia über 1592 an die Vorwahlergebnisse gebundene Delegiertenstimmen, seine Rivalin über 1424. Der Senator aus Illinois hatte überdies 282 Superdelegierte auf seiner Seite, die sich frei zwischen den Kandidaten entscheiden können, Clinton 273. Für eine Nominierung ist eine Mehrheit von 2025 Delegiertenstimmen nötig, die auch Barack Obama angesichts von lediglich noch fünf verbleibenden Vorwahlen nur mit Hilfe eines weiteren Zulaufs von Superdelegierten erreichen kann. Rund 200 von ihnen haben sich noch nicht öffentlich festgelegt.
In West Virginia ging es lediglich um 28 gebundene Delegierten, in Kentucky und Oregon zusammen sind gut 100 zu gewinnen. Nach einer CNN-Rechnung benötigt Obama insgesamt nur noch gut ein Drittel aller noch zu erreichenden Stimmen, um die Nominierung zu besiegeln.












