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Senat und Hochbahn unterzeichnen Vertrag für Hafencity-U-Bahn

Der Hamburger Senat und die Hochbahn AG haben den Bau- und Finanzierungsvertrag für die umstrittene rund 290 Millionen Euro teure Hafencity-U-Bahnlinie U4 unterzeichnet.

Stadtentwicklungssenator Axel Gedaschko (CDU) sprach am Freitag von einem "höchst ambitionierten Vorhaben", das "kein profaner U-Bahnbau" sei. Die neue vier Kilometer lange U-Bahnstrecke von der Innenstadt zur Hafencity soll Ende 2011 fertig sein. "Wir wollen in dreieinhalb Jahren diese U-Bahnstrecke in Betrieb nehmen", kündigte Hochbahn- Vorstandschef Günter Elste an. Das von der SPD als "sündhaft teuren Fehler" bezeichnete Projekt war in die Kritik geraten, da die Kosten zunächst um 43 Millionen Euro zu niedrig angesetzt worden waren.

Die U-Bahn werde zur Erschließung des größten städtebaulichen Vorhabens beitragen, "das wir in den nächsten Jahren in Hamburg haben werden", sagte Gedaschko. In der Hafencity sollen einmal auf rund 155 Hektar (fast so groß wie Helgoland mit Düne) etwa 40 000 Menschen arbeiten und 12 000 Menschen leben. Den Planungen zufolge wird der Bund den U-Bahnbau mit 113 Millionen Euro unterstützen. Stadtentwicklungssenator Gedaschko deutete bei der Vertragsunterzeichnung jedoch an, dass es möglicherweise auch mehr werden könnte.

Die SPD kritisierte das Vorhaben dagegen als viel zu teuer. Während die CDU in der Bürgerschaft von Haushaltssanierung und Schuldenabbau töne, versenke sie aus Prestigegründen "rund 300 Millionen" im Sand, sagte der Stadtentwicklungssprecher der SPD- Fraktion, Jan Quast. Die SPD-Verkehrsexpertin Karin Timmermann betonte, "schon vor dem ersten Spatenstich hat der Senat seine Kostenschätzung kürzlich um über 40 Millionen Euro nach oben schrauben müssen - ich bin skeptisch, dass es bei der jetzt genannten Summe für den Bau bleiben wird".

Nach Angaben der Verkehrsbehörde waren höhere Stahlpreise und der Bauboom Ursache für die Preissteigerung um annähernd 20 Prozent. Nun gelte jedoch ein Festpreis. Mit Ausnahme des Stahls, der über 2008 hinaus preislich nicht fixiert werden könne, kämen keine weiteren Kosten auf die Hochbahn oder den Steuerzahler zu.lno

 

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