Schneller Fahndungserfolg
Polizei fasst mutmaßlichen Serienbrandstifter
Die Hamburger Polizei hat den mutmaßlichen Serienbrandstifter gefasst. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, handelt es sich um einen 31 Jahre alten vorbestraften Brandstifter aus der Hansestadt. Auf die Spur des Mannes kamen die Ermittler bei der Auswertung von Bildern aus Überwachungskameras.
Die Beamten glichen diese mit Täterfotos aus alten Ermittlungsakten ab und stießen so auf den Verdächtigen. Der Mann war bereits nach einer Brandserie vor neun Jahren festgenommen und verurteilt worden. Sein Motiv blieb zunächst unklar. Der Verdächtige habe bislang noch nicht verhört werden können, sagte eine Polizeisprecherin am frühen Abend.
Der Mann soll seit Mittwochnachmittag 12 Feuer in der Hamburger Innenstadt gelegt haben. Bei der Serie hatten unter anderem zwei Hotels, drei Bürogebäude, eine Diskothek und ein Kaufhaus in den Stadtteilen Billstedt und St. Georg gebrannt. Bei den Feuern war eine Frau leicht verletzt worden. Nach Polizeiangaben ist der Verdächtige an mindestens vier Brandorten von Videokameras aufgezeichnet worden.
Zuletzt war in der Nacht zum Freitag in Hamm ein Palettenstapel neben einem Supermarkt in Flammen aufgegangen. Entgegen ersten Vermutungen der Ermittler hat der mutmaßliche Serienbrandstifter mit diesem Feuer jedoch nichts zu tun. "Wir legen dem Mann jetzt nur noch die ersten zwölf Brände zur Last", sagte ein Polizeisprecher.
Nachdem die Ermittler den 31-Jährigen aus dem Stadtteil Rothenburgsort am Freitag auf den Videobändern identifiziert hatten, suchten Polizisten in der ganzen Stadt nach dem Mann. Am Nachmittag erkannten ihn Zivilfahnder am Hauptbahnhof und nahmen ihn fest. Am frühen Abend wurde er zur Vernehmung ins Polizeipräsidium gebracht und sollte anschließend einem Haftrichter vorgeführt werden. Bei der Fahndung nach den Tätern hatte die Polizei am Donnerstag zunächst zwei Männer im Alter von 44 und 50 Jahren festgenommen, ließ diese aber wenig später wieder frei, weil sich ein Tatverdacht gegen sie nicht erhärten ließ.
Hamburgs Polizeipräsident Werner Jantosch lobte den schnellen Ermittlungserfolg der Behörden und wertete diesen als Beleg für die Wirksamkeit von Videoüberwachungen. "Die Aufklärung dieser Taten ist ein erneutes Beispiel für die Notwendigkeit der Videoüberwachung im privaten und öffentlichen Raum", teilte er mit.









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