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Nachrichten des Tages

Wegen Beihilfe zum Millionenbetrug

Burim Osmani zu drei Jahren Haft verurteilt

Wegen Beihilfe zum Millionenbetrug beim Kauf von Seniorenwohnungen ist der Hamburger Geschäftsmann Burim Osmani am Dienstag zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Das Landgericht Würzburg sah es als erwiesen an, dass der 43-Jährige mit einem Schweinfurter Bauunternehmer durch einen vorgetäuschten Kaufvertrag zehn Millionen Euro von einer Bank erschlichen hat. Osmani hat dafür nach Überzeugung des Gerichts rund 500 000 Euro kassiert.

Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre Haft wegen Beihilfe in besonders schwerem Fall verlangt, die Verteidigung wollte einen Freispruch. Die Osmanis sind in Hamburg eine bekannte Investorenfamilie, die ein Immobilienimperium aufgebaut hat. Das Gericht sprach das Urteil zunächst nur gegen Osmani und nicht gegen den Hauptangeklagten aus Schweinfurt. In dem Prozess gegen den 65-Jährigen, der bereits mehr als zehn Monate dauert, ist die Beweisaufnahme noch nicht abgeschlossen.

Nach Ansicht des Gerichts hatten die beiden Männer im Jahr 2004 zum Schein einen Kaufvertrag über die Wohnungen abgeschlossen. Hintergrund war die Forderung der Bank, ein Darlehen in Höhe von rund zehn Millionen Euro nur zu gewähren, wenn ein Großteil der Wohnungen schon vor dem Bau verkauft sei. Deshalb hätten die beiden in dem Vertrag den Kauf besiegelt. Zugleich hatten sie jedoch in einem zweiten Vertrag ein Rückkaufsrecht vereinbart. Die Bank, die von dem zweiten Vertrag nichts wusste, ließ sich von dem Kaufvertrag täuschen und zahlte das Geld aus.

"Ohne den Tatbeitrag Osmanis war der Betrug nicht denkbar", sagte der Vorsitzende Richter. Dennoch habe das Gericht in dem fast ein Jahr dauernden Prozess keine Hinweise gefunden, die Osmani mit organisierter Kriminalität in Verbindung brächten. In der Vergangenheit hatte es in der Hansestadt mehrfach Vorwürfe gegen die Familie des 43-Jährigen im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität gegeben.

Der Verteidiger des 43-Jährigen will gegen das Urteil Revision einlegen. Unterdessen muss sich Osmani vom 4. März an erneut vor einem Gericht verantworten. In Hamburg ist er gemeinsam mit seinem Bruder wegen Anstiftung und Beihilfe zu besonders schwerer Untreue angeklagt. Die Anklage wirft den Brüdern vor, über Strohmänner Bankkredite für verschiedene Bauprojekte erlangt zu haben.dpa

 

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