Super-Dienstag in Berlin-Kreuzberg: Obama klar vor Clinton
Berlin. Für die in Berlin lebenden Anhänger der US-Demokraten gibt es einen klaren Favoriten beim internen Rennen um den nächsten Präsidentschaftsbewerber: Barack Obama. Bei einer Abstimmung in einer Kreuzberger Kneipe setzte sich der Senator aus Illinois mit deutlicher Mehrheit gegen seine Rivalin Hillary Clinton durch. Im Verhältnis von 4 zu 1 habe Obama bei der Wählerbefragung vorn gelegen, gab der Vorsitzende der "Democrats Abroad", Michael Steltzer, nach der Auszählung am Berliner Super-Dienstag bekannt.
An der Abstimmung in dem überfüllten Lokal "Max und Moritz" beteiligten sich knapp 200 der über 10 000 in der Hauptstadt lebenden US-Bürger. Zu einer weiteren Wahlparty in Berlin wurde für Sonnabend eingeladen. Auch in sieben weiteren deutschen Städten haben die Sympathisanten der US-Demokraten bis dahin noch die Möglichkeit, über ihren Favoriten direkt oder auch per Brief, Fax und neuerdings sogar Online abzustimmen.
Die deutschen Stimmen sowie die anderen Wahlzettel aus aller Welt werden zentral in Genf ausgewertet. Insgesamt elf Delegierte entfallen beim Nominierungskongress der Demokraten auf die Auslandsamerikaner. Bei einem sich abzeichnenden äußerst knappen Rennen zwischen Obama und Clinton könnten diese elf Stimmen bei der endgültigen Entscheidung diesmal durchaus ins Gewicht fallen. Anders als die Demokraten dürfen sich die "Auslands-Republikaner" nicht an den Vorwahlen beteiligen. Ihre Anhänger dürfen nur per Brief in den USA wählen.



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