Radsport: Noch ein Geständnis
Tour-Sieger Riis gibt Doping zu
Der ehemalige Radprofi hat sich beim Gewinn der Frankreich-Rundfahrt 1996 als Kapitän des Teams Telekom mit Epo gespritzt. Er habe dies zwischen 1993 und 1998 getan. Dem Bonner Rennstall gehörte er von 1996 bis 1999 an.
Kopenhagen. Der Däne Bjarne Riis hat als siebter Radprofi des früheren Team Telekom Doping zugegeben. Der 43 Jahre alte Tour-de-France Sieger von 1996 gestand auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen, mit EPO gedopt zu haben. "Ich habe Doping genommen, ich habe EPO genommen. Ich habe es selbst gekauft und eingenommen", sagte der ehemalige Telekom-Kapitän. Riis ist seit 2001 Chef des dänischen CSC-ProTour-Rennstalls, den er auch weiter führen will. Alle wichtigen Sponsoren hätten ihm ihre weitere Unterstützung zugesagt.
Bevor er CSC-Chef wurde, war er lange Jahre an der Seite von Jan Ullrich für den T-Mobile-Vorgänger Team Telekom gefahren. Zuvor hatten Bert Dietz, Christian Henn, Udo Bölts, Rolf Aldag, Brian Holm und Erik Zabel Doping zugegeben.
Drei Jahre nach seinem Tour-Sieg beendete Riis 1999 seine aktive Laufbahn. Zuvor hatte er sich bei der Frankreich-Rundfahrt 1997 in den Dienst des späteren Siegers Ullrich gestellt. 2001 begann er als Sportlicher Leiter bei der dänischen Mannschaft CSC Tiscali.
"Normalerweise wird der Sieg eines Fahrer aberkannt, wenn bekannt wird, dass er für dieses bestimmte Rennen gedopt war. Ich weiß nicht, wie sich das bei einem über zehn Jahren zurückliegenden Sieg verhält. Das wäre eine Frage für unsere Anwälte", hatte zuvor der Sprecher des Radsport-Weltverbandes (UCI), Enrico Carpani, am Donnerstag mit Blick auf ein mögliches Riis-Geständnis gesagt.
Der 43-Jährige erklärte, seit Ende seiner aktiven Zeit ein entschiedener Gegner jeder Manipulation zu sein. Deshalb habe er vor der Tour 2006 auch seinen Kapitän Ivan Basso aus dem Aufgebot genommen und sich von dem unter Dopingverdacht stehenden Italiener im letzten Herbst getrennt.









Abendblatt auf Facebook
Bauunternehmen Dirk Kage
Schatzbüdel
Urlaub an der See
100. Geburtstag
Axel Springer



