Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) kann der Iran frühestens in „vier bis sechs Jahren“ eine Atombombe bauen.

Berlin. "Es gibt also noch viel Zeit, zu verhandeln", sagte IAEO-Sprecherin Melissa Fleming am Mittwoch im Deutschlandfunk. Außerdem gäbe es noch keine sichtbaren Belege dafür, dass Teheran sich überhaupt für den Bau einer Atombombe entschieden habe.

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Zugleich warf Fleming dem Iran mangelnde Transparenz in seiner Atompolitik vor. Die Islamische Republik habe sich illegal Material beschafft und Versuche nicht gemeldet. Da gebe es viel Misstrauen. So lange das nicht aufgeklärt sei, dürfe der Iran so sensible Anlagen wie Einrichtungen zur Urananreicherung nicht betreiben. Mit den Worten: "Wenn Sie nichts zu verbergen haben, zeigen Sie uns das", forderte die IAEO-Sprecherin Teheran zu mehr Transparenz auf.

Unterdessen mahnte die Führung in Teheran, das iranische Atomprogramm nicht zu unterschätzen. Die bevorstehenden Kontrollen der IAEO würden die Richtigkeit der iranischen Angaben bestätigen. Nach IAEO-Angaben sind Kontrolleure an diesem Mittwoch zu Inspektionen in der iranischen Atomanlage Natans eingetroffen.

Der am Montag vom iranischen Präsidenten Ahmadinedschad verkündete Durchbruch in der Atomtechnologie hatte weltweit Besorgnis ausgelöst. Die internationale Staatengemeinschaft wirft dem Land vor, unter dem Deckmantel der Stromerzeugung nach Atomwaffen zu streben. Der Iran bestreitet die Anschuldigungen. Die Vereinten Nationen haben wegen des Atomstreits Sanktionen gegen die Führung in Teheran verhängt.dpa, rtr, abendblatt.de