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Nachrichten des Tages

Justiz: "Cap Anamur"-Prozess in Sizilien begonnen

Retter drohen 12 Jahre Gefängnis

Sie wollten nur helfen: Die drei Besatzungsmitglieder des Rettungsschiffes „Cap Anamur“ hatten vor rund zwei Jahren 37 Schiffbrüchige gerettet und an Siziliens Küste in Sicherheit gebracht. Jetzt stehen sie vor Gericht.

Rom. Rund zwei Jahre nach der Aufnahme schiffbrüchiger Afrikaner an Bord der "Cap Anamur" stehen drei Besatzungsmitglieder des Rettungsschiffes in Italien wegen Schlepperei vor Gericht. Der Prozess gegen den ehemaligen Vorsitzenden der Hilfsorganisation, Elias Bierdel, den Kapitän sowie den ersten Offizier des Schiffs begann am Montag in Sizilien.

Im Juni 2004 hatte die "Cap Anamur" 37 Schiffbrüchige aus dem Mittelmeer gerettet und sie im Hafen Porto Empedocle in Sicherheit gebracht.

Die Angeklagten haben die Vorwürfe zurückgewiesen. "Wir legen Wert auf die Feststellung, dass die Angeklagten aus humanitären Gründen gehandelt und in keiner Weise gegen italienische Gesetze verstoßen haben", betont die Organisation Cap Anamur auf ihrer Webseite. "Die Rettung in Seenot geratener Flüchtlinge kann und darf keine Straftat sein." Im Falle einer Verurteilung drohen Bierdel zwölf Jahre Haft.ap

 

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