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Nachrichten des Tages

Terroralarm sorgt für erhebliche Behinderungen im Flugverkehr

Nach der Vereitelung mehrerer Terroranschläge auf Passagierflugzeuge haben die britischen Behörden strengste Sicherheitsmaßnahmen auf allen Flughäfen des Landes angeordnet. Lange Wartezeiten sind die Folge. Zahlreiche Fluggesellschaften streichen alle Flüge nach London-Heathrow.

LONDON. Der Terroralarm in London hat den Luftverkehr in Europa massiv beeinträchtigt. Der Londoner Großflughafen Heathrow wurde für alle ankommenden Maschinen gesperrt. Zahlreiche Fluggesellschaften strichen insgesamt Hunderte Flüge, davon waren mehrere zehntausend Menschen betroffen.

Die Lufthansa sagte bis zum Nachmittag alle Flüge von Deutschland nach Heathrow ab, drei Lufthansa-Maschinen mussten nach Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf umkehren, wie eine Sprecherin mitteilte. Für die Flüge waren etwa 3000 Passagiere gebucht. Dagegen konnten Maschinen unter anderem nach Manchester oder London City planmäßig fliegen.

British Airways stellte alle Kurzstreckenflüge von Heathrow aus ein. Air France annullierte alle Flüge von Frankreich nach London. Vor 14 Uhr werde kein Flug abgehen, da der Flughafen Heathrow überlastet sei, teilte British Airways mit.

In den USA wurde nach britischen Angaben mit einer Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen reagiert. So dürfen keinerlei Getränke, Haargels, Lotionen oder andere Flüssigkeiten mehr an Bord genommen werden.

Der Billigflieger Ryanair strich insgesamt knapp 100 Flüge. Auch Air Berlin sagte nach Angaben einer Sprecherin die meisten Flüge in und nach Großbritannien ab. Grundsätzlich gelte auf allen Flügen von und nach England die höchste Sicherheitsstufe. Handgepäck sei weitgehend verboten.

In den Wartehallen bildeten sich lange Schlangen, während die Passagiere über verstärkte Sicherheitsmaßnahmen informiert wurden. Betroffen sind Zehntausende Passagiere. Sie dürfen seit den Morgenstunden kein Handgepäck mehr mit an Bord nehmen. Insbesondere sind alle elektronischen Geräte verboten - von Mobiltelefonen über Laptops bis zu MP3- oder CD-Playern. Die Passagiere seien aufgefordert worden, "absolut notwendige Gegenstände wie lebensnotwendige Medikamente ebenso wie Pässe und Flugscheine in durchsichtigen Plastikbehältnissen" bei sich zu führen.

Verboten seien auch alle Flüssigkeiten. Als einzige Ausnahme sei es gestattet, bei Reisen mit Kleinstkindern Babymilch in Flaschen mit zu führen. Mütter oder Väter müssten aber vor den Augen von Sicherheitsbeamten von der Milch kosten, um nachzuweisen, dass diese tatsächlich ungefährlich sei.

Besonders scharfe Sicherheitsvorschriften gelten für alle Flüge in Richtung USA. Passagiere wurden aufgefordert, sich darüber auf den jeweiligen Airports zu informieren. Nach Angaben von Augenzeugen wird an Sonderschaltern für US-Flüge jeder einzelne Passagier eingehenden Körperkontrollen unterzogen.abendblatt.de

 

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