Taliban bekennen sich zu Attentat in Herat.
Herat. Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Basis der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe ISAF im Westen Afghanistans sind am Samstag zwei Afghanen getötet worden. Der Sprengsatz detonierte vor der Einfahrt zum Stützpunkt eines Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) in der Stadt Herat. Zu der Tat bekannten sich Anhänger der vor vier Jahren gestürzten radikalislamischen Taliban.
Die Kaserne beherbergt laut ISAF 150 ausländische Mitarbeiter, die meisten von ihnen Italiener. Für den Anschlag übernahm ein Taliban-Sprecher die Verantwortung. Ein Bewohner der Stadt habe sich in seinem Wagen in die Luft gesprengt. Ziel seien die ausländischen Truppen gewesen, sagte der Sprecher in einem Telefonanruf bei der Nachrichtenagentur AFP.
Derzeit sind etwa 30.000 Soldaten aus 30 Ländern in Afghanistan im Einsatz, um die Regierung in Kabul bei der Befriedung und Demokratisierung des Landes zu unterstützen. In den vergangenen Monaten nahm die Gewalt durch Anhänger des Ende 2001 gestürzten Taliban-Regimes wieder zu, vor allem in den ehemaligen Hochburgen der radikalislamischen Fundamentalisten im Süden und Osten des Landes. Im vergangenen Monat kündigte ihr flüchtiger Führer Mullah Mohammed Omar eine neue Welle von Selbstmordanschlägen an. In dieser Woche waren bereits vier Bundeswehrsoldaten bei Angriffen und Anschlägen im eher ruhigen Norden des Landes verletzt worden.












