Erster Staatsvertrag für Jüdische Gemeinde in Deutschland

Als erstes Bundesland hat Hamburg mit der Jüdischen Gemeinde einen Staatsvertrag geschlossen, ähnlich wie er auch mit den großen christlichen Kirchen besteht. Bei der feierlichen Unterzeichnung im Rathaus sagte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Andreas Wankum: "Dieses Vertragswerk ist historisch". Seine Gemeinde befinde sich nun vertragsrechtlich auf Augenhöhe mit den großen Kirchen. Der Vertrag regelt Rechte und Pflichten und sieht eine staatliche Förderung der Jüdischen Gemeinde von 850 000 Euro jährlich vor. Bislang waren es 350 000 Euro. Die Jüdische Gemeinde Hamburg hat knapp 4000 Mitglieder.

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