Briefe an die Redaktion: 25. Juni 2012
"Killer-Games" verbieten!
22. Juni: "Anklage: Breivik soll in Psychiatrie statt ins Gefängnis"
Die Frage, ob ein Mensch, der tötet, normal oder verrückt ist, hat Ärzte schon früher beschäftigt. Sigmund Freud postulierte einen biologisch verankerten Destruktions- und Aggressionstrieb und sogar einen Todestrieb im Menschen. Die Mordtaten von Breivik haben wohl vielfache Ursachen, die in seiner Kindheit und Jugend liegen, in seinem Umfeld, in dem er aufgewachsen und beeinflusst wurde, auch in seiner Isolation. Computer-"Killer-Games" werden aber auch nach der Breivik-Mordserie nicht verboten. Das Milliardengeschäft mit diesen Spielen ist zu lukrativ, um sie zu verbieten. Trotzdem wäre es wichtig, diese Games generell zu verbieten.
Heinrich Frei aus Zürich
Langsamer, weniger Stress
19. Juni: "Runter vom Gas für mehr Nachtruhe"
Lärm macht krank, und wenn man mit Temporeduzierung da entgegenwirken kann, sollte man es tun. Allen, die dagegen sind, sei gesagt: Wenn immer mehr Menschen von Lärm krank werden, trägt jeder Einzelne von uns die Kosten über die Krankenkassenbeiträge - schon mal daran gedacht? Außerdem kann etwas Verlangsamung in unserer stressigen und hektischen Zeit vielleicht ganz gut sein und auch manchen hektischen Autofahrer vor dem Herzinfarkt schützen. Und mal Hand aufs Herz, wäre es für uns Autofahrer wirklich so schlimm, wenn wir fünf Minuten früher losführen und dann mit Tempo 30 durch die Stadt? Ich fahre gern, schnell und viel Auto, aber dafür gibt es Autobahnen und Rennstrecken.
C. Oestermann
Schreckliche Nachricht
18. Juni: "Bestürzung im Tierpark: 40 Jahre alter Bulle Hussein starb überraschend. Ein Nachfolger für den Vater von 14 Hagenbeck-Elefanten kommt im Herbst"
Gestern erreichte mich in Brasilien die traurige, schreckliche Nachricht von dem plötzlichen Tod des herrlichen Elefantenbullen Hussein. Zufällig war ich vor drei Wochen in Hamburg und besuchte, wenn auch nur kurz, Hagenbecks Tierpark, um Assam zu sehen, seinen Sohn, und mich von Hussein zu verabschieden.
Ursula Grubbe aus Rio de Janeiro
Zukunftskonzept notwendig
15. Juni: "Eröffnung des Eismeeres in Hagenbecks Tierpark verschiebt sich weiter"
Diese Eröffnung erscheint mir als letzter hilfloser Versuch, die völlige Fehlentwicklung bei Hagenbeck zu kaschieren. Statt mit millionenschwerem Aufwand eine künstliche Welt ins Leben zu rufen, hätte man das Geld sinnvoller investieren können, z. B. in größere Gehege oder Nachzuchtprogramme für bedrohte Tierarten. Dies ist für mich als direkter Nachbar des Tierparks nur eine der vielen Fehlentwicklungen. Man setzt mehr auf Showeffekte als auf Tierschutz. Die familieninternen Querelen scheinen den Blick auf den zeitgemäßen Trend zu verstellen. Es wird Zeit, mit diesen Traditionen zu brechen und ein nachhaltiges Zukunftskonzept bei Hagenbeck zu etablieren.
Alexander Wendt
Udo, bitte übernehmen!
14. Juni: "Beatlemania bittet Paul McCartney um Hilfe"
Wäre es nicht perfekt, Udo Lindenberg würde "panikartig" das Beatlemania retten und im Rahmen einer verkleinerten Beatles-Ausstellung dann seine eigene Ausstellung dort einbringen? Dann wäre das Museum im heute und würde Lindenberg wie Beatles-Fans anlocken, und er hätte sein Museum an dem perfekten Ort. Es wäre zu schön, das Beatlemania-Museum könnte durch die Unterstützung von Paul McCartney überleben. Von der Stadt Hamburg hätte eine Wertschätzung (Einbindung in das Kulturmarketing) schon lange erfolgen können.
Sven Jösting
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