Leserbriefe
Dialog mit dem Leser
03.04.12

Briefe an die Redaktion: 3. April 2012

Leid und Schmerz

2. April: "18-Jähriger gesteht Mord an Lena. Unschuldig Verdächtigter bekommt 50 Euro Entschädigung"

Kann eigentlich irgendjemand das Leid und den Schmerz der betroffenen Familie des unschuldigen jungen Mannes ermessen? Es kommt mir wie ein Hohn vor, dass der junge Unschuldige 50 Euro Entschädigung bekommen soll.

Gundula Steffen

Körperlich müde

2. April: "Einmal Meister und zurück. HSV-Handballer lassen jeden Ansatz der Besserung vermissen"

Dass der HSV als Titelverteidiger es gegen die starke Konkurrenz aus Kiel, Berlin und Flensburg in diesem Jahr schwer haben würde, war zu erwarten. Allerdings gibt die Art und Weise, wie Spiele verloren werden, stark zu denken. Die Mannschaft wirkt körperlich und geistig müde. Der Grund hierfür ist nur sekundär den vielen Verletzten geschuldet. Jetzt rächt sich bitter, dass man die Mannschaft nicht systematisch verjüngt hat und nur auf die Routine der in die Jahre gekommenen Stars baute. Wo sind die jungen Talente aus der Nachwuchsarbeit?

Martin Wucherpfennig

Sprit sparende Fahrweise

31. März/1. April: "Länder fordern stabile Spritpreise"

Über hohe Benzinpreise kann sich nur der aufregen, dem es egal ist, dass das in Jahrmillionen entstandene Erdöl einfach verfeuert wird, während es andererseits als wertvoller Grundstoff für die Chemieindustrie noch lange benötigt wird. Im Übrigen scheint Benzin immer noch nicht zu teuer zu sein, wenn Kavalierstarts und hohe Geschwindigkeiten auf Autobahnen an der Tagesordnung sind. Aus eigener Erfahrung kann ich nur empfehlen, durch entsprechende Fahrweise Sprit zu sparen. Dass die Mineralölfirmen Milliarden verdienen, ist zwar ärgerlich, aber jeder Einzelne hat es in der Hand, daran etwas zu ändern.

Gerd Weikert

Intelligente Ideen

Angesichts hoher Spritpreise die Pendlerpauschale zu erhöhen wird nur den Profit der Ölmultis mehren und den Steuerzahlern zusätzliches Geld aus den Taschen ziehen. Schon jetzt ist der Preis an Tankstellen höher, als er sein müsste. Um den Preis erträglicher zu machen, sind intelligente Ideen gefragt. Wenn unsere Politik es schaffen würde, den ÖPNV zu einer echten Alternative zum Auto zu machen, würde weniger Sprit verbraucht, und niemand müsste sich über den Spritpreis ärgern. Ganz nebenbei würde auch noch der Druck gesenkt, immer wahnsinnigere Ölbohrungen durchzuführen, die immer wieder in Umweltkatastrophen münden.

Stefan Bluemer

Bessere Koordination

31. März/1. April: "SPD und CDU wollen Abschiebung verhindern. Hilfe für Familie Sarkassian"

Während sich deutsche Bundesbehörden angestrengt bemühen, ausländische Bürger dafür zu werben, nach Deutschland auszuwandern, um den Mangel an Fachkräften und gut ausgebildeten Menschen in diesem Land zu mindern, sind andere Behörden auf Länderebene unter Bezugnahme auf bestehende Gesetze dabei, gerade diese gut ausgebildeten und integrierten, hier um Bleiberecht nachsuchenden Bürger zu vertreiben. Es wäre wünschenswert, wenn hier eine bessere Koordination stattfinden würde und die Ausländerbehörde den Bedürfnissen der Bundesrepublik Rechnung tragen würde.

Dirk Braun

Nit möööglich

31. März/1. April: "3300 Jahre Weltgeschichte in einem Bild"

Auch der Clown in der Mitte hat einen Namen. Es handelt sich um Grock, der eigentlich Adrian Wettach hieß und 1959 in Italien starb. Weltbekannt wurde er mit seinem Ausspruch: nit mööglich.

Hanspeter Rakow

Zum Fraß vorgeworfen

30. April: "FDP verhindert Schlecker-Transfergesellschaft"

Alle waren sich einig. Nur die FDP, auf dem Weg zur Splitterpartei, sorgt dafür, dass 11 000 Mitarbeiterinnen dem Arbeitsamt zum Fraß vorgeworfen werden. Die Aussage, dass das Arbeitsamt genauso gut helfen würde, ist - diplomatisch ausgedrückt - purer Zynismus. Wer sich auf das Arbeitsamt verlässt, ist verlassen.

Joachim Willers

Nicht nachzuvollziehen

Unsere Demokratie funktioniert noch, dank der vor dem Abgrund stehenden FDP. Die Partei zeigte Rückgrat in der vernebelten Schlecker-Diskussion. Eine Transfergesellschaft bei einem Unternehmen, dessen Arbeitsplätze über die ganze Republik verteilt sind, macht nun wirklich keinen Sinn. Für solche Fälle haben wir schließlich die Arbeitsagentur. Die bei uns ausgerichtete sozialdemokratische Politik hat übersehen, dass der Vorschlag des Insolvenzverwalters zur Gründung einer Transfergesellschaft deshalb gemacht wurde, um die Insolvenzmasse zu schützen. Ich kann die Empörung der anderen Parteien nicht nachvollziehen, die einmal mehr den Staat dazu benutzen wollten, die Folgen unternehmerischen Versagens zu bagatellisieren.

Günter Steffen

Unvernünftige Radfahrer

30. März: "Hamburg: Noch nie so viele Verkehrsunfälle. Polizei beklagt Rücksichtslosigkeit vieler Autofahrer"

Man sollte zuerst einmal die Radfahrer in die Pflicht nehmen, dass sie sich auch vernünftig im Straßenverkehr verhalten. Die meisten Radfahrer halten sich doch an keine Verkehrsvorschriften. Die fahren wie sie wollen und wo sie wollen. Es wird auf der falschen Seite gefahren, auf den Bürgersteigen gerast, in den Fußgängerzonen schieben die wenigsten ihr Rad, die roten Ampeln werden gar nicht zur Kenntnis genommen und von dem Zustand der Fahrräder soll hier gar nicht erst die Rede sein. Auch die Radfahrer sollten bei Verkehrsüberschreitungen mit einem saftigen Bußgeld bestraft werden, wenn sie erwischt werden.

Harald Schumacher

Die Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten. Weitere Briefe auf www.abendblatt.de

Schreiben Sie an briefe@abendblatt.de oder per Post an das Brieffach 2110, 20350 Hamburg

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