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Leserbriefe

Neue Hygiene-Vorschriften

Tagesmütter sollen Schutzkleidung tragen

Warum sollen Tagesmütter, die selbständig sind und von öffentlicher Hand unterstützt, werden, nicht auch an geltende Hygienevorschriften gebunden sein? Jede Kita oder jeder Kinderladen, egal wie groß, muss sich solchen Regelungen beugen. In der Verantwortung für anvertraute Kinder sollte es auch den Tagespflegepersonen klar sein, dass sie in ihrer Professionalität nicht einfach nur die nette "Kindertante von Nebenan" sind, sondern -so möchten sie ja auch gesehen werden- einen ernstzunehmenden Beruf ausüben. Dazu gehört dann auch, geltende Vorschriften einzuhalten. Wenn Tagespflegepersonen als zweite Säule der Kinderbetreuung mit Bildungsauftrag gesehen werden wollen -und auch gesehen werden sollen- dann sollten ihnen solche Bedingungen selbstverständlich sein.

Kerstin Müller-Belau

Leider fehlen in der Meldung des HA noch einige wichtige Punkte für die Tagesmütter, die unbedingt beachtet werden müssen. Dazu gehören, dass der Kühlschrank oder die Tiefkühltruhe nie näher als 21,7 mm und nicht weiter als 4,33 m von der Wand entfernt aufgestellt werden dürfen. Außerdem muss täglich mit der Wasserwaage geprüft werden, ob die Geräte lotrecht stehen. Die Tagesmütter müssen nach jeder Benutzung dieser Geräte eine Grundreinigung des jeweilige Griffs sowie der gesamten Verschließung (Tür o. ä.) vornehmen und anschließend desinfizieren. Außerdem müssen die Schutzhandschuhe, die ständig getragen werden müssen, spätestens nach 21 Minuten und 18 Sekunden nachweislich gewechselt werden. Des Weiteren sind spätestens alle 13 Minuten die Windstärke, die Luftfeuchtigkeit und die Stimmung der betreuten Kinder in den Aufenthaltsräumen protokollarisch festzuhalten. Beachtet werden muss, dass die Lautstärke der Kommandos der Tagesmütter bei der Erziehung der Kinder nie den Wert von 28,756 Dezibel überschreitet. Die 1607 Tagesmütter in Hamburg werden stichprobenartig täglich von 161 staatlich zugelassenen Diplomprüfern (Arbeitsbeschaffungsmaßnahme) überwacht und bei groben Verstößen gegen die genannten Regeln dazu verurteilt, die o. g. Gesetze regelmäßig zu kontrollieren. Dies sind die wichtigsten Gesetze für die Tagesmütter, weitere Einzelheiten können dem Handbuch "Sichere Verunsicherung der Tagesmütter" (EU-Verordnung von 2017 / Nr. 2384972002/Artikel 3001) entnommen werden.

Holger Ritter

Das ist toll. Ihre nächste Meldung wird lauten: Tagesmutter hielt sich an sämtliche Vorschriften, nur leider war das Hähnchenfleisch von vornherein verseucht. Ich meine es ist eindeutig, wer hier zu kontrollieren ist und was verboten gehört.

Swen Kröger

Was tut man den Tagesmüttern an? Werden diese noch Zeit für eine liebevolle Betreuung haben? Wohl kaum! Kleinkinder sollen Abwehrstoffe entwickeln! Woher kommen denn die vielen Allergien? Weil es heute mit der Hygiene übertrieben wird! Ich habe als Kleinkind im Laufgitter im Garten gesessen, die Decke hochgehoben und den schwarzen Erdboden in den Mund gesteckt. Habe bis heute keine Allergie und bin 83 Jahre alt. Ich bin Erzieherin und habe 50 Jahre mit Kindern verbracht und weiß, dass liebevolle Zuwendung viel wichtiger ist!

Helga Kelling

Da sollte die Schutzkleidungsverordnung der EU doch gleich auf jede Familie übertragen werden. Wo ist da der Unterschied ob ich 3 oder 10 Kinder versorge. Jede Mutter, die ihre Kinder zu Hause versorgt, sollte dann genauso in die Pflicht genommen werden. Der um sich greifende büroktatische Irrsinnn der regelungswütigen EU-Bürokraten erzeugt Frust beim letzten Europa-Fan. Wann wird der Unfung endlich beendet und in der BRD nach gesundem Menschenverstand entschieden.

Werner Berndt

Man muss schon auf einem anderen Planeten wohnen um all das zu verstehen, was Experten und solche die sich dafür halten, alles an Müll über die Menschheit ausschütten. Schlage vor die Kinder künftig in Quarantänestation zu setzen und Tagesmütter mit kugelsicheren Westen auszustatten. Vorher sollte sich aber Frau Reinke in psychopatische Behandlung geben um weitere Vorschläge aus ihr rauszuholen, bevor man sie entsorgt.

Peter B. Sanden

Nicht nur in der Kindertagespflege benimmt sich die Bürokratie kontraproduktiv: erst Klein-Klein-Regelungen einzuführen, um dann bei der Kontrolle einen "Ermessensspielraum" zu nutzen, schafft einen unsinnigen Graubereich! Und wer soll das alles kontrollieren: noch mehr Bürokraten? Wie wäre es, Tageseltern, die in familienähnlicher Struktur arbeiten, ihre Verantwortung für die Hygiene und die entsprechenden Knackpunkte bei den sowieso vorgeschriebenen Fortbildungen deutlich zu machen und die Haushalte in unangekündigten Stichproben zu kontrollieren?

Dr. Ursula Augener

Ich habe mich, nachdem ich den Bericht gelesen habe gefragt, wo sind/bleiben die Kontolleure, die auf den Wochenmärkten die Hygenievorschriften überwachen. Bei den meisten Bratwurst-, Brot, Wurst- und Käseständen werden z.B. die Brötchen, Wurstscheiben und Käsescheiben mit den bloßen Händen angefasst. Mit den selben Händen wird dann das Geld angenommen, mit welchem die gekauften Waren bezahlt werden. Ist das etwa hygeniesch einwandfrei, wenn das Geld von Kunden kommt, die eine Toilette aufgesucht haben und sich danach nicht die Hände gewaschen haben und anschließend mit ihren Händen ihre Geldscheine anfassen? Ich meine, auch auf den Wochenmärkten sollte beim Verkauf von Lebensmittel auf Hygenie geachtet werden. In jedem Backshop oder Supermarkt werden Brot,Brötchen, Fleisch, Wurst und Käse nie mit boßen Händen angefasst.

Harald Schumacher

Man kann es gar nicht glauben!!: Nachdem man inzwischen schon alle Pflegeberufler zu Bürokraten umfunktioniert und ihnen wichtige Zeit für menschliche Zuwendung genommen hat, hat man sich nun also auch noch die Vernichtung von liebevoller Zuwendung der Tagesmütter für unsere Kinder vorgeknöpft. Haben wir nicht tolle Sozialpolitiker? Haben die eigentlich nichts Sinnvolleres zu tun? Wie viel Schäden sind denn den Zöglingen ohne die geplanten Reglements bisher zugefügt worden?

Ingrid Boos

Jetzt sollen Tagesmütter Schutzkleidung tragen und sich als „Lebensmittelbetrieb“ registrieren lassen. Ob in den Behörden auch mal jemand daran gedacht hat, ob man mit immer mehr Auflagen Tagesmütter vergrault? Oder ist das gar beabsichtigt? Dann gibt es einfachere Möglichkeiten – einfach den Tagesmüttern die Tagespflegegenehmigung entziehen oder genauso einfach bauliche Auflagen für die Tagespflege herausgeben. Z.B. könnte man getrennte Toiletten für Jungen und Mädchen und für die Betreuungspersonen verlangen. Die meisten Tagesmütter müssten aufgeben. Wäre doch ganz einfach, damit könnte man dann eine Menge Geld für die Tagespflege sparen, das dann an anderer Stelle höhere Ausgaben für Kitas notwendig werden. Wen interessierts? – und nach Kräften Auflagen und weitere Schikanen erlassen. Wenn dann die Tagesmütter entnervt aufgeben, wird vermutlich gefragt wie es dazu kommen konnte.

Artur Fallenbeck

Hurra der EU-Bürokratismus hat wieder zugeschlagen. Es ist erstaunlich, dass immer noch ein neues Thema gefunden wird. Nun müssen die Kinder samt der Tagesmütter dranglauben. Ich - Jahrgang 1953 - habe als Kind im Dreck vor der Haustür usw. gespielt - auch mit kleinen Wunden -, bei Schulkameraden einfach so zur Toilette gegangen, ohne hunderttausende Hygienevorschriften. Mein Sohn - Jahrgang 1977 - war der dreckigste Junge im Kindergarten und hat auch ohne abzuwaschen, einen Apfel gegessen. Wir sind gesund und munter. Auch den Herren und Damen der EU ist bekannt, dass die neuen Generationen an vielen Allergien leiden. Warum wohl! Toll auch wieder die Aussage der hiesigen Behörden: uns sind die Hände gebunden. Nur Mut meine Damen und Herren, agiert gegen diesen EU-Bürokratieunsinn. Kümmert Euch lieber um die Tiermasthaltung, wie z.B. Antibiotika bei der Hähnchenmast und gebt dafür allen Kindern LIEBE und keine ausufernden Vorschriften.

Beate Hardenack

Zwischen den Zeilen wiehert der Amtsschimmel!

Walter Wüsthoff

 

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