Weitere Briefe an die Redaktion im Januar 2012
Mehr Knöllchen - Senat bittet Autofahrer zur Kasse, 13. Januar
Diese Maßnahmen steigern die Einnahmen aber auch das Ohnmachtsgefühl des Bürgers, mit dem entsprechenden Vertrauensverlust. Vor allem, wenn die Stadt auf der anderen Seite das Geld mit vollen Händen z.B. für die Elbphilharmonie ausgibt. In München ist fast schon ein grundsätzliches Parkverbot ausgesprochen, mit der Folge, das immer mehr Leute die Städte im Umland zum einkaufen ansteuern. Fairplay sieht anders aus!
Gerhard Finsterbusch
Das nenne ich echte staatliche Finanzpolitik. 83 Mitarbeiter haben im Jahr 2010 für 1,14 Mio. € Knölllchen geschrieben. Das rechnet sich wirklich, da lohnt auch die personelle Aufstockung um mehr Knöllchen schreiben zu können. Wenn auch unwirtschaftlich gedacht, wird zumindest die Arbeitslosenstatistik gechönt.
Horst Kruse
Wer mehr Knöllchen verteilen und eine „systematische Bestreifung“ (wunderbares Deutsch!) durchführen will, um die Einnahmen zu erhöhen, verfolgt einen falschen Ansatz: Das primäre Ziel in der Vergangenheit wie heute war und müsste sein, den ruhenden und fließenden Verkehr zu regeln und zu optimieren, indem Ordnungswidrigkeiten zielorientiert konsequent geahndet werden. Wer allerdings Parkuhren und Parkverbotsschilder zuallererst als Einnahmequelle versteht ‚zäumt das Pferd von hinten auf’ und vernachlässigt eine kreative Verkehrspolitik und ein noch dringlicheres neues Parkraummanaging. Rollende Blechlawinen im täglichen Stau und die Vermüllung jeder noch so kleinsten Fläche mit parkendem Blech sind sichtbarer Beleg dafür.
Ulrich Reppenhagen
Herr Scholz kann praktisch vor der "Haustür" weitere Einnahmen erzielen. Die seit Jahren missbräuliche Nutzung der Mönckebergstrasse (sog. Kommunaltrasse) durch Privatfahrzeuge könnte bei konsequenter Kontrolle zu erheblichen Einnahmen führen. Nur Busse, Taxen und Lieferverkehr sind dort vernünftigerweise erlaubt.
Jens Ode
Eine elegante Abzocke im Straßenverkehr bieten die „Starenkästen“, die versteckt an bußengünstigen und nicht an unfallgefährdeten Verkehrsstellen stehen! Für Einheimische sind diese Blitzgeräte in den Stadtplänen kenntlich gemacht, so dass die Bestrafung nur auswärtige Verkehrsteilnehmer erfasst! Die schlauen Politiker nutzen diese Starenkästen und Zufallskontrollen zu einer immer höheren Besteuerung der Zulassungs- und Kraftstoffpreise aus. Eine elegante Abzocke im Straßenverkehr bieten die „Starenkästen“, die versteckt an bußengünstigen und nicht an unfallgefährdeten Verkehrsstellen stehen! Für Einheimische sind diese Blitzgeräte in den Stadtplänen kenntlich gemacht, so dass die Bestrafung nur auswärtige Verkehrsteilnehmer erfasst! Die schlauen Politiker nutzen diese Starenkästen und Zufallskontrollen zu einer immer höheren Besteuerung der Zulassungs- und Kraftstoffpreise aus. .
Bruno Rhody
Die Autofarer, die die Fuß- und Radwege zuparken werden dem Artikel nach also wieder ungeschoren davon kommen! Dabei wären die Einnahmen in diesem Bereich noch höher und die werden auch so schnell nicht versiegen, weil die Ich-parke-überall-wo-ich-will-Moral sich erstmal nicht bei den Autofahrern ändern wird!
Olaf Breme
FDP verspekuliert sich, 12. Januar
Danke für diesen ausgezeichneten Leitartikel. Bisher hat mir noch keiner erklären können, warum ich 19% Mehrwertsteuer beim Kauf eines Autoreifens zahlen muss, aber beim Kauf einer Aktie eines Reifenherstellers keinen Cent. Je spekulativer und riskanter eine Finanztransaktion ist, um so höher müsste die Besteuerung sein. Nur so können auch die Spekulanten etwas zum Wohle der Allgemeinheit beitragen.
Klaus Ofterdinger
Transrapid-Teststrecke wird gebaut, 11. Januar
In welchem Irrenhaus leben wir eigentlich? Da wird mit Steuergeldern ein hierzulande erfundenes Verkehrssystem,das dem blödsinnigen ICE haushoch überlegen ist und dem die Zukunft gehört, erdacht, entwickelt,erprobt und einsatzreif gemacht. Danach aber unter den fadenscheinigsten Begründungen in Hamburg,dem Ruhrgebiet und München von Dogmatikern blockiert,und unseren Volksvertretern fällt dazu nur ein, es zu vernichten. Es ist wohl wirklich so, wo derWahnsinn epidemisch wird , nennt er sich Vernunft und alle glauben es.Wenn schon keiner von unseren heutigen Meinungsführern klar zu denken in der Lage ist und entsprechend für seine Meinung einzustehen, sollte man die Anlage so lange bestehen lassen,bis die junge Generation,die die Chancen für unser exportorientierte Nation durchaus sieht, das tut was unbedingt zu tun ist, forschen,entwickeln und kommerzialisieren. Die Asiaten jedenfalls sind schon jetzt dabei, da können wir, wenn wir denn von unserem ICE, seinem Lärm, seinen Kosten, seinen Unfällen irgendwann die Nase voll haben, zeitgemäße Verkehrstechnik einkaufen, wenn wir dann das Geld noch dafür haben.
Wulf Rumpel
Abgabe auf Börsengeschäfte entzweit Koalition, 11. Januar
Die Karikatur auf Seite 2 vom 11. 1. ist zwar künstlerisch wertvoll, aber ihre Botschaft ist ignorant. Wer das Hanburger Abendblatt aufmerksam liest, weiß, dass die FDP auch und gerade eine solche Maßnahme befürwortet, aber eben nicht ohne die Einbeziehung Londons. Deutschland sollte sich nicht den populistischen und wahlkampforientierten Wünschen Frankreichs unterwerfen. Eine Transaktionssteuer ohne London, wäre wieder einmal eine dieser Maßnahmen, die zwar populär, aber ebenso schädlich sind. Das schändliche Treiben der Spekulanten wird dadurch in keinster Weise eingeschränkt. Diese werden sich lediglich der Kontrolle durch die Euroländer endgültig entziehen und ihre dubiosen Geschäfte über London abwickeln. Auch die erhofften Steuereinnahmen werden somit ausbleiben. Die FDP handelt vernünftig, aber Vernunft ist nicht populär in einer Zeit, in der erst gehandelt und geschrieben und erst später, vielleicht, nachgedacht wird.
Hans-Hermann Jansen
Die FDP sollte gegen eine Einführung von Geldtransaktionssteuern für Spekulanten keinen Widerstand leisten, denn ihr heutiges Tief ist auch noch teilweise auf die Begünstigung des Hotelgewerbes zurückzuführen. Es wäre nur sozial gerecht, wenn im Vergleich zur Mehrwertsteuer auf lebensnotwendige Medikamente von 19% spekulative Geldgeschäfte wenigstens mit 0,5 – 1 v. H. belegt würden – Peanuts sozusagen. Um abfließende Spekulationsgelder in den Nichteuroraum mit dieser Abgabe zu belegen, sollten die Banken bei entsprechenden Überweisungen diese genauso automatisch erheben und an die Finanzämter abführen, wie sie es bei unserer Kapitalertragssteuer für Zinsen müssen. Eine doppelte Steuerquote von 1 – 2 v. H gegenüber der Transaktionssteuer innerhalb des Euroraumes wäre angebracht. Überweisungen in den Nichteuroraum für die Bezahlung von Waren und Dienstleistungen müssten durch Vorlage prüfbarer Rechnungen belegt werden.
Helmut von Binzer
Obamas Wortbruch, 11. Januar
Ist es nicht ungerecht, weil unzutreffend, im Blick auf die versprochene Auflösung des Skandal-Lagers Guantánamo dem amerikanischen Präsidenten Obama "Wortbruch" vorzuwerfen? Er hat nicht sein Wort gebrochen (zu dem er ja immer noch steht), sondern er konnte es nicht einlösen, nicht durchsetzen, aufgrund des Widerstandes einer uneinsichtigen Opposition. Der Präsident hat immer versprochen: "W e can". Er allein ist machtlos, wenn die Mehrheitsverhältnisse ihn blockieren, wenn also das "We" nicht hinter ihm steht...
Klaus Lutterbüse
Präsident Obama war fest entschlossen Guantanamo 2010 aufzulösen. Er scheiterte indes 2 mal am Kongress, weil auch Demokraten dagegen stimmten. So ist nun mal Demokratie, passiert hier auch. Das haben Sie im Leitartikel leider nicht erwähnt. Ihn deshalb des Wortbruchs zu bezichtigen ist m.E. ziemlich daneben gegriffen.
Johann Bures
Initiative fordert Ende der Massentierhaltung, 11. Januar
Die Behauptung, unsere "Bereitschaft, nur Billigware für Fleisch bezahlen zu wollen", sei "mitursächlich" für Massentierhaltung, ist einfach ungerecht und absurd. Nur die wenigsten Leute schwimmen in Geld und Zeit, die meisten müssen sparsam wirtschaften, um über die Runden zu kommen und kaufen so preiswert wie möglich ein. Zu fordern, man solle freiwillig (und in blindem Vertrauen) mehr für die gleichen Produkte zahlen, ist sozial unverantwortlich und persönlich unvernünftig. Weder beim Benzin, noch bei Tabak oder Alkohol wird behauptet, alles drei müsse immer billiger werden, weil die Leute es eben so verlangen! Nein.Gesetze sollten den Markt regulieren und auf zukunftsweisende Wege lenken. Wenn nur artgerechte Tierhaltung und "humane" Tierschlachtung erlaubt wären, gäbe es teureres Fleisch eben nicht so oft. Es hiesse für Hühner, Schweine und Rinder weniger Leid und für uns mehr Gesundheit und ein gutes Gewissen.
Julia Berendsohn
Ein Deutscher isst ungefähr 200 Gramm Fleisch pro Tag. Macht jährlich etwa 80 Kilo Fleisch pro Kopf und rund 6,5 Milliarden Kilo Fleisch für das ganze Land. Eine solche Masse an Fleisch kann man aber nur bereit stellen, wenn man die Tiere in Massen züchtet und im Akkord tötet. Diese Massentierhaltung ist nicht nur furchtbar für die Tiere, sie ist auch schlimm für unsere Umwelt, für das Klima und für die Gerechtigkeit auf der Welt. Es gibt viele gute Gründe, nie mehr Fleisch zu essen. Aber eigentlich reicht schon einer...!
Antonietta Tumminello
Die Initiative gegen die Massentierhaltung geht in die richtige Richtung, leider betrifft sie aber die falschen. Die Landwirte müssen kostendeckend bzw. gewinnbringend arbeiten, wie jeder Unternehmer, das ist derzeit aber am besten in der Massentierhaltung der Fall. Große Absatzmengen, in der Geflügelhaltung gibt es Abnahmeverträge, die Politik förderte und fördert immer noch die Großbetriebe (eine Änderung dieser falschen Förderung wurde durch Deutschland und die landwirtschaftlichen Verbände, die jetzt Änderung geloben, verhindert), und letztlich hat der Verbraucher durch sein Kaufverhalten gerade die billige Fleischproduktion gefördert. Wer sich in den Schnellrestaurants einen Geflügelfleisch-Burger zum Dumpingpreis bestellt, sollte auch bedenken, wegen dieses Verhalten werden Hühner in Massen gehalten. Bei der Schweinefleisch-Produktion verhält es sich ähnlich, das Fleisch soll möglichst billig produziert werden. Bei der Rinderhaltung ist die Kostendeckelung ähnlich im Blick, diese führte dazu, dass die landwirtschaftlichen Berater die Stallhaltung empfehlen, also sehen viele Rinder die Sonne nicht mehr. Wer nun glaubt, dass der Landwirt bei 40000 Hühner oder andere Geflügel in einem Stall die Kranken heraussondern kann, der irrt gewaltig. Bei Schweinen und Rindern wäre das möglich, doch ändert dies nicht am Problem. Den Tieren wird immer weniger Platz gewährt. Und eine Freilandhaltung wird durch Verordnungen oftmals erschwert oder von den "Beratern" nicht empfohlen. Stellen sich nun die gut bezahlten Experten hin und meinen , die Verbraucher würde auch mehr bezahlen, hat die Einkommenszahlen der letzten Monate nicht im Blick: Die Reallöhne der meisten Menschen sinken, die Energiekosten steigen. Insgesamt ist eine Veränderung der Landwirtschaft nötig, diese dürfte aber nur durchführbar sein, wenn sie auch die Importe betrifft, denn was nützt es den Hühner, wenn sie hier "glücklich" in großen Ställen leben, im Ausland aber noch weiter eingepfercht bleiben, damit unser "Hunger" nach Fleisch befriedigt wird.
Rüdiger Ramm
Freddie Mercury lebt weiter, 10. Januar
Der Überschrift kann ich nur zustimmen! Als alter "Queen"-Fan wage ich das beurteilen zu dürfen. Die fehlenden Zentimeter an körperlicher Größe werden durch absolute Bühnenpräsenz wieder wett gemacht. Das CCH rockte ab!
Elke Beyer
Urteil: Drei Jahre Haft wegen Missbrauchs der Nichte, 10. Januar
Ich finde es unglaublich, dass erneut in einer kleinen Randnotiz wie der Artikel "Drei Jahre Haft wegen Missbrauchs der Nichte" ein derartiger Gesetzes-Skandal untergeht. Wie kann es angehen, dass in unserem Land ein Steuerdelikt härter bestraft wird als dieses abscheuliche Verbrechen an Kindern? Warum hält es die Presse für wichtiger über banale Themen wie den Einzug von irgendwelchen D-Promis ins Dschungelcampzu berichten, anstatt einmal in gleichem Umfang zu thematisieren, ob der Kindesmissbrauch in unserem Land strafrechtlich gesehen tatsächlich eine derartige läppische Gewichtung haben sollte. Eine längst überfällige Verschärfung der Gesetze wäre nicht nur ein deutliches Signal an die Täter, sondern auch für die Opfer.
Jasmin Jacobsen
Rassismus-Videos auf YouTube, 10. Januar
Schlagzeilen über Verfehlungen des Bundespräsidenten und seiner Frau lassen skandalöse Vorgänge wie die Äußerungen der Bürgermeisterin von Grinau zu den volksverhetzenden Videos und Kommentaren eines ihrer Bürger in den Hintergrund treten. Was ist das für eine Person an exponierter Stelle, die einem Menschen "Nettigkeit und Unauffälligkeit" sowie das Recht auf eine eigene politische Einstellung, die nichts als purer Rechtsextremismus ist, bescheinigt. Der Frau sollte das Augenmerk aller gelten!
Martina Prinzenberg
Krankenkassen streiten um Tarife und Wechsel, 10. Januar
Bei der leidigen Diskussion, wieder unter die Fittiche der gesetzlichen Kassen zu flüchten, sollte nicht vergessen werden: Viele Privatversicherte haben jahrelang mit günstigen Tarifen die Previligien einer Vorzugsbehandlung genossen und oft mit Unverständnis auf Freunde und Bekannte geblickt, die sich auf Grund ihres Einkommens auch aus der Solidargemeinschaft hätten verabschieden können, aber bei den gesetzlichen Kassen geblieben sind, in der sogenannten freiwilligen Beitragsklasse, die auch nicht gerade niedrigpreisig ist.Die Streichung oder Einschränkung von Leistungen ist kassenübergreifend, also was soll das Gejammer.
Hans-Emil Schuster
Die Kleinen geben auf, 10. Januar
Zwar ist richtig, dass „auch der Kunde schuld ist“. Dieser anonyme Marktteilnehmer kann und wird allerdings als Einzelner nichts bewirken. Die Unternehmer selbst müssen ran, denn richtig ist der Kommentar, dass sich „eine öde Einkaufsstraße irgendwann nicht mehr lukrativ vermieten lässt“. Der Hamburger Einzelhandelsverband macht den einzig richtigen Vorschlag mit dem Modell des Business Improvement District (siehe auch Neuer Wall). Nun mal schnell Butter bei die Fische, denn ab einem bestimmten Zeitpunkt kann das Rad nicht zurück gedreht werden.
Dieter Brandes
Schon Zwölfjährige sollen Wahlrecht erhalten, 10. Januar
Die Überlegungen des Jugendforschers Klaus Hurrelmann zur Herabsetzung des Wahlalters in Deutschland sind nicht ganz neu. Schon vor ca. 10 Jahren hat der Philosoph und Zukunftsforscher Volker v. Walsum auf die Möglichkeiten eines weitgehenden pränatalen Wahlrechts aufmerksam gemacht. Doch damals (in den 1990er Jahren) war sich die politische Elite in der Bewertung der soziologischen und gesellschaftlichen Relevanz eines solch fortschrittlichen Wahlrechts uneinig. Möglicherweise führen die Ansichten des Jugendforschers Klaus Hurrelmann nunmehr zu einem Umdenken und zu mehr gelebter Demokratie.
Volker Persy
Ticken die Politiker eigentlich noch richtig? Das Wahlrecht soll auf Kindesalter herabgesetzt werden und die Jugendkriminalität wird immer weiter heraufgesetzt, nur um Wahlstimmen dazu zugewinnen. Denken die Politiker eigentlich irgend etwas zu ende?
S.Bartels
Das Forschungsobjekt „Jugend“ scheint Herrn Hurrelmann ein Stück zu weit von komplexen Prozessen in der Erwachsenenwelt abgebracht zu haben. Besser dürfte es wohl sein, Heranwachsende altersangemessen an Politik und politische Mitbestimmung heranzuführen, als sich bei seiner Forschungsklientel und einigen derer Eltern anzubiedern. Wenn allerdings einziges Kriterium des Wahlrechts sein soll, „einschätzen“ zu können, „was passiert, wenn ich meine Stimme abgebe“, dann mache ich mir Sorgen um künftige Wahlen, um die Kompetenz der mit ihnen bestimmten Repräsentanten und deren Entscheidungen – leider dann auch in meinem Namen.
Ulrich Reppenhagen
Prof.Hurrelmann sollte sich um einen Job im Vatikan bemühen. In Form einer Bulle verkündet er, dass 12jährige die Reife zum Wahlrecht hätten.Dann traut er sich doch nicht und bietet 16 Jahre an.Was treibt den Mann an ? Die alte Masche, bekannt werden durch provozieren ?
Hans-Emil Schuster
Gefährliche Keime in Hähnchenfleisch, 10. Januar
Zwei Bemerkungen. Zum einen - in der guten alten Zeit vor der Massentierhaltung kamen Eier und Schlachtgeflügel vom Lieferanten ohne Hygiene- und Rückstandskontrolle in den Haushalt. Jedes Ei, jedes Huhn, jede Ente, jede Gans trug eine Vielzahl von Keimen und Viren aus dem eigenen Mist und dem Lebensumfeld mit z.B. Rindern und Schweinen. Jede Hausfrau wusste damit umzugehen. Geflügelfleisch kam nur durchgegart auf den Tisch. Eier waren hartgekocht. Zum anderen - wenn nicht Hähnchen aus dem Supermarkt untersucht würden, sondern Kunden, wäre ein interessantes Ergebnis zu erwarten. Vorsichtig geschätzt dürften 30% mit dem Straphylokokkus aureus (SA) besiedelt sein, ein ganz normaler Vorgang, unabhängig von Hähnchen aus dem Supermarkt. Die Besiedelung mit Keimen begleitet den Menschen seit es ihn gibt, die Mutation von Keimen auch.
Dietrich Fuchs
Es ist grotesk, aber im Zeitalter von lebensbedrohlichen Krankheiten, die durch gefährliche Keime ausgelöst werden, ist das Händewaschen leider etwas aus der Mode gekommen. Auch praktizierende Ärzte sind in dieser Beziehung kein gutes Vorbild. Wer hat noch einen Hausarzt, der sich gründlich die Hände wäscht, bevor er den nächsten Patienten behandelt? Dabei ist richtiges Händewaschen zur Vorbeugung von ansteckenden Keimen ausgesprochen wichtig. In einer von der Universität Regensburg durchgeführten Studie zeigte sich, dass die Bakterien auf den Händen selbst bei 15-sekündigem Waschen nicht abgespült werden. Erst bei intensivem Wasserkontakt mit einer Dauer von mindestens dreißig Sekunden in Verbindung mit Flüssigseife geht die Keimbesiedlung um nahezu hundert Prozent zurück. Die Wassertemperatur spielt dabei übrigens keine Rolle. Längeres Händewaschen mit kaltem Wasser reicht also völlig aus.
Myrna Leopold
Dieser neue Skandal beweist einmal mehr: Das ganze System der Geflügelmast ist von Grund auf falsch. Man stelle sich nur einmal 40.000 Menschen vor, die 40 Tage auf engstem Raum zusammengepfercht werden und keine sanitären Einrichtungen haben. Da muss es Seuchenausbrüche geben, die mit Medikamenten - wenn überhaupt - bestenfalls kaschiert werden können
Eckard Wendt
Man sollte 'nicht das Pferd von hinten aufzäumen'; der Massentierhaltung sollte endlich Einhalt geboten werden; dann erledigt sich der leichtfertige Umgang mit Antibiotika ganz von selbst. Die Regierung hat hier schon kostbare Zeit verschlafen. Der Konsument muss endlich begreifen, dass billig produziertes Fleisch seiner Gesundheit schadet!
Sylvia Nitze-Schröder
Hamburgs Start ins neue Jahr. Der große Abendblatt Empfang, 10. Januar
Dies ist mein 1. Leserbrief: ich finde das Titelfoto unerträglich. 90 % (oder sogar mehr) nur Männer. (Verstehen Sie mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Männer ), aber das Foto bestätigt, dass wir in einer Männergesellschaft leben.Ein paar mehr Frauen in entsprechenden Positionen würden unserer Gesellschaft guttun.Oder wurden sie nicht eingeladen?
Ilse Ebel
Herrlich, wie sich die Frau des Bundespräsidenten unter das Volk mischt. Wie realitätsfern ist unsere selbsternannte 'Fuehrungs-Klicke' eigentlich? Im Interview sagt Sie ja demuetig, sie wolle hören, was die Menschen meinen... Dann war das ja der richtige Kreis. Nur weiter so. Wir empören uns gerne über sogenannte Drittwelt - Länder und deren Umgang mit der Bevölkerung. So weit ist es bei uns auch nicht her!
Joachim Thissen
Als "Wirtschaftsunternehmen" ist es ja richtig, dass sich das HA mit "Entscheidern und Stars/ Sternchen" zum Neujahrsempfang umgibt. Dass dann aber ausgerechnet "Bettina" erscheint ist schon eine Peinlichkeit, zumal ihr Göttergatte es ja nicht für richtig hält, dass wir - die LeserInnen - uns über der Wortlaut seines "MailBoxAngriffs auf die Pressefreiheit" ein objektives Bild machen dürfen. Da immer wieder vom PräsidentenPaar die Rede ist, hätte die Gattin sich Zurückhaltung auferlegen müssen.
Heinz-H. Hendrich
Liebes Abendblatt! Inmeiner Jugend hasste ich meinen 25-Minuten-Schulweg zur Grundschule (Alsterkrugchaussee, Inselstraße, Lattenkamp,Alsterorfer Straße - ultralangweilig). Außer an einem Tag im Jahr: Am 6. Dezember verteilte das Abendblatt frühmorgens Papp-Nikolausschuhe, die gegen ein Päckchen eingetauscht werden konnten. Wie sehr habe ich gehofft, so einen Schuh zu finden! Das hat natürlich nicht geklappt, aber es machte den Schulweg sehr spannend. Ich bin Jahrgang 1948 (wie das Abendblatt?), und die anderen erwähnten Aktionen hatte ich vergessen, aber an diese Geschichte erinnere ich mich immer noch gern zurück (und hoffe am Nikolaustag, so einen Schuh zu finden :-).
Anke Broeckelmann
Als langjährige Leserin und Abonnentin des HA, war ich heute morgen beim Lesen Ihrer Zeitung sehr verärgert... Auf meheren Extra-Seiten findet man tausend Namen all derer, die am HA-Neujahrsempfang teilgenommen haben. Ich frage mich, wen interessiert das !? Im Gegensatz dazu: Die Veröffentlichung der Namen aller Hamburger Abiturienten nehmen Sie nur noch online vor und ich denke, die haben ja tatsächlich etwas geleistet und hätten eher einen "Anspruch" auf Veröffentlichung.
Ute Hannemann
Rente mit 67
Jemand der nach einem Studium mit Anfang 30 eine Beschäftigung annimmt, von Arbeiten rede nicht, der sollte diese Forderung nicht stellen. Der Alexander Gunkel hat doch keine Ahnung wenn ein Mensch mit 15 Jahren in die Lehre geht und mit 65 Jahren fast 50 Jahre gearbeitet wie kaputt dieser Mensch ist. Diesem Menschen will der Gunkel auch noch einen minimalen Bonus wegnehmen dann Abschlagsfrei mit 65 Jahren in Rente zu gehen. So einen Spinner brauchen wir nicht.
Michael Brüggen
Neues Terminal ist schon zu klein, 9. Januar
Wir haben doch zwei Terminals. Warum ein Drittes ??? Wann baut man endlich das Hamburg Cruise Center (Hafen City) richtig aus ?? Dafür wird die Stadt doch noch Geld haben. Das liegt sooooo schön zentral. Man kann die Innenstadt auch zu Fuß erreichen, was viele Passagiere nach längerer Zeit an Bord auch gerne möchten. Wie z.B. Lissabon, Vigo, Barcelona, New York Das Kreuzfahrtterminal Altona ist unzentral auch wenn ein Shuttle Bus verkehrt. Abseits von der Innenstadt. Keine Geschäft. Der Weg zum Bahnhof Altona zu weit. Rundherrum nur was zum Einkehr und da gibt es auf den Schiffen ja wohl genug zum Essen.Die öffentliche Anreise ist eine Tortur denn n i r g e n d s gibt es Rolltreppen oder Fahrstühle von den Landungsbrücken dann auf die Fähre. Immer schön das Gepäck tragen. Für AIDA Gäste kein Problem aber für Cunard Gäste (höheres Alter) unzumutbar. Nicht jeder der eine Kreuzfahrt macht reist per Taxi an !!
Maja Hoffmann
Es ist fraglich, ob langfristig ein dritter Kreuzfahrt Terminal wirklich notwendig ist. Sollte er realisiert werden, dann nicht ohne Landstromversorgung. Es ist schlimm, daß der Senat sich bislang auch im Interesse seiner Bürger nicht genötigt sah dies bereits in der HafenCity umzusetzen. Der 24 Stunden Betrieb der mit Schweröl betriebenen Diesel eines Schiffes wie der Queen Mary 2 führt zu einer Umweltbelastung mit Feinstaub und Russ die mehr als die von 10 000 PKW entsprechen.
Stefan Bick
Regierung geht gegen Antibiotika in der Tiermast vor, 9. Januar
Man sollte 'nicht das Pferd von hinten aufzäumen'; der Massentierhaltung sollte endlich Einhalt geboten werden; dann erledigt sich der leichtfertige Umgang mit Antibiotika ganz von selbst. Die Regierung hat hier schon kostbare Zeit verschlafen. Der Konsument muss endlich begreifen, dass billig produziertes Fleisch seiner Gesundheit schadet!
Sylvia Nitze-Schröder
Gäbe es keine Tierfabriken, wäre dieses Thema überflüssig. Nur mittels Antibiotika sind die leidenden Tiere bis zur Schlachtung überfhaupt überlebensfähig. Hier muss der Ansatz sein- Bauernhöfe statt Agrarfabriken !
Marion Overbeck
Kassen sollen für Brust-OP zahlen, 9. Januar
Wer "schöner" aussehen möchte, zahlt seine OP selbst - logisch. Geht etwas schief - bedauerlich für die Betroffenen - können die Folgeschäden doch nicht von der Solidargemeinschaft der Versicherten bezahlt werden, während sich kriminelle Firmen eine goldene Nase oder Brust verdient haben. Wie kann Minister Bahr/FDP in Vorleistung gehen und den Kassen zulasten der Versicherten die Kosten aufbürden wollen?
Dietmar Johnen-Kluge
Die Einstellung unserer gesetzlichen Krankenversicherung bezüglich der Kostenübernahme für die Entfernung der Brustimplatate finde ich in Ordnung. Ich finde es aber grundsätzlich für falsch, wenn Herr Bahr dafür eintritt, dass grundsätzlich die Solidargemeinschaft für Schäden aus sogenannten Schönheitsoperationen einzutreten hat. Sicher hat der Schönheitschirurg auf die Risiken vor dem Eingriff hingewiesen. Eine volle Beteiligung der betroffenen Chirurgen wäre angebracht, wenn diese haben das fehlerhafte Produkt eingearbeitet haben. Herr Bahr scheint wohl von allen guten Geistern verlassen worden zu sein. Diese FDP ist wirklich nicht mehr wählbar!
F. Sepke
Mit Bussen auf dem Holzweg, 9. Januar
Auch mich kann der Busverkehr in Hamburg nicht begeistern und schon gar nicht von der Nutzung meines Autos abbringen. Busse sind stets von der Situation im Straßenverkehr abhängig, da gibt es nichts zu beschönigen. Nur U- und S-Bahn sind eine ernsthafte Alternative, evtl. noch eine Stadtbahn mit gesonderter Fahrspur und direkter Streckenführung zu einer Schnellbahn. Aber die SPD hat es ja schon nicht geschafft, vor 35 Jahren zur Großsiedlung Steilshoop eine U-Bahn zu führen, obwohl der Hohlkörper für die Station seitdem unter dem Einkaufszentrum existiert - von der Schnellbahn-Flughafenanbindung bzw. Beseitigung des damaligen Nadelörs Sengelmannstraße ganz zu schweigen. Nun geht das Dilemma wieder von vorne los.
Gerda Horn
Hier wird wiedereinmal Geld verschleudert ohne langfristig zu denken. Genau aus diesem Grund ist es auch unsinnig, wenn Hamburg auf die Straßenbahn setzen würde. Sie ist noch langsamer als ein Bus, viel unbeweglicher, wenn es heißt Verkehrshindernisse zu umfahren und fasst nur geringfügig mehr Personen. Das Geld, was jetzt für die "Busbeschleunigung" vergeudet wird, sollte für die einzig wahre Lösung, nämlich den Ausbau des U-Bahnnetzes eingesetzt werden. Die Strecke des 5er-Busses als U5 wäre wirklich eine Investition in die Zukunft! Dabei fällt dann auch noch etwas für die Umweltstadt Hamburg ab - ein 1A Fahrradweg auf der ehemaligen Busspur bis in die Innenstadt.
R.Stüben
Ich kann den Ausführungen von Herrn Iken nur zustimmen und hinzufügen: Solange man am Freitag Abend um 21:00 nur alle 40 Minuten einen Bus vom Altonaer Bahnhof die Kieler Straße in Richtung Eidelstedt benutzen kann, wird niemand vom Auto in den Bus umsteigen, auch wenn dieser dann 5 Minuten früher am Ziel sein sollte. Und diese Strecke ist kein Einzelfall.
Eike Oldenburg
Der mit Bussen durchgeführte öffentliche Nahverkehr in Hamburg ist wahrlich rückständig und langsam. Eine Busbeschleunigung kann sinnvoll sein, auf Strecken durch wirklich enge Straßen und nicht zu hohem Fahrgastaufkommen. Eine Busaufwertung auf den überlasteten Hauptrouten in Hamurg ist dagegen vergebliche Mühe. Bestenfalls erhält man für viel Geld neue Fahrgäste und steht dann schon wieder vor dem Kapazitätsproblem und investiert erneut. Wie ein Familenvater, der mit seiner schwangeren Frau einen Smart kauft und nach 9 Monaten feststellt, dass das Kind ja auch noch mit will. Auf den Hauptrouten wie der 5 führt kein Weg an einer Stadtbahn vorbei. Umso früher, umso günstiger, umso wirtschaftlicher, umso weniger Steuergeld. Ich höre überall fast nur positive Meinungen zur Stadtbahn. Hoffentlich werden im warmen Frühjahr im Rathaus die Fenster geöffnet.
Marcus Meier
In verdichteten Großstädten käme eine gepflegte Schnellbahn mit kurzen Abfahrtszeiten dem Wunsch nach Individualität sicher am Nächsten. Nur wo sind ausreichende Parkplätze an den Schnellbahnstationen? Man stelle sich Discounter (von Aldi bis Lidl) ohne ausreichende Parkplätze vor; ich denke, dieser Wirtschaftszweig wäre gar nicht erst entstanden. Zunächst muss also in Hamburg die Auto- und Radfahrerfeindlichkeit vom Tisch, denn dann kämen wir auch mit weniger Bussen aus. Als Nächstes sollte der ruhende Verkehr von der Straße - folglich sollten mehr Parkhäuser in Wohnstraßen sein. Der Rückbau der Haltebuchten wäre nicht nur wegen der Kosten Wahnsinn, sie machen Autofahrer und Wirtschaftsverkehr zu 2.Klasse-Bürger, mit welchem Recht? Die ungleiche Diskussion, zwischen denen, die an Schnellbahnstationen wohnen und denen, die viel Mühe haben, erst dort hinzukommen, bedarf einer längeren Untersuchung.
Siegfried Meyn
Ich bin Ihnen dankbar, dass Ihr stellevertretender Chefredakteur Matthias Iken dieses für Hamburg so wichtige Thema erneut in den Fokus stellt. Der Regierende Bürgermeister Olaf Scholz und der Hamburger Senat sind mit ihrer Verkehrspolitik auf dem Holzweg, wenn sie sinnlos Millionen für ein unnützes "Busbeschleunigungsprogramm" verpulvern und das einer Provinzstadt würdige Bussystem weiter ausbauen und die dringend benötigte Stadtbahn gegen die Meinung aller Experten endgültig begraben wollen. Die erforderlichen Investitionen für eine Stadtbahn werden immer höher und irgendwann in der Zukunft muss sie ohnehin kommen - dann wird man mit Fug und Recht den heutigen Senat wegen seiner Kurzsichtigkeit kritisieren. Man kann im Interesse von Hamburg nur hoffen, dass die Stadtbahn schnellstens kommt und der unsinnige Ausbau des Bussystems unterbleibt.
Helmut Jung
Zu den wirklichkeitsgetreuen Ausführungen ihres Kolumnisten Matthias Iken möchte ich hinzufügen, daß es seinerzeit eine rote Regierung im Rathaus war, die unter erheblichem Kostenaufwand gegen allen fachlichen Rat und Widerstand die Stadtbahn aus Hamburgs Straßen zu Gunsten der verkehrs-behindernden Busse hat entfernen lassen. Es wäre doch eine Ironie der Verkehrsgeschichte, wenn der gegenwärtige ebenso rote Senat sich eingestehen müßte, daß diese Maßnahme seinerzeit ein riesengroßer Fehler war, schon deshalb, weil heute ein neues Stadtbahnnetz nur mit einem weit erheblicherem Kostenaufwand zu installieren ist. Alle Versuche der roten Regierung mit Gelenk- und/oder XXL-Bussen den öffentlichen Personen Nahverkehr kundenfreundlich zu gestalten ist nach heutigen Erkenntnissen ein Flop. Dort wo Stadtbahnen keinen Sinn machen mögen Autobusse als Zubringer dienen. In der Innenstadt und deren Randbezirke sind und bleiben sie Verkehrshindernisse und werden außerdem von U- und S-Bahn ersetzt. Das erneut kostenverursachende Busbeschleunigungsprogramm sollte allein zu Gunsten einer neu zu installierenden Stadtbahn erst garnicht in Angriff genommen weden. Der Senat könnte Größe zeigen, wenn er den Bürgern gegenüber eingestehen würde, daß die seinerzeit durchgeführte Maßnahme ein Fehler war, der heute zu korrigiert werden kann.
Gotthard Kalkbrenner
Matthias Iken hat Recht: Die Stadtbahn in ihrem Lauf halten weder Scholz noch Tschentscher auf !
Hans-Peter Strenge
Der Kommentar von Herrn Iken spricht mir aus der Seele. Wie kann man ein ergänzendes Verkehrsmittel wie den Bus zu einem Hauptverkehrsträger machen ? Der Bus ist und bleibt langsam, unbequem, eng, unsicher und abhängig vom Individualverkehr. Abgesehen davon ist er insbesondere für ältere Fahrgäste eine Zumutung, da z.B. abrupte Bremsmanöver für stehende Personen eine Gefahr darstellen. Wenn schon der teure U-Bahn-Ausbau in Hamburg so unendlich langsam erfolgt, wäre die relativ rasche Einführung einer modernen Stadtbahn wirklich das Allheilmittel. Allein die geringen Kosten der Haltestellen (automatisch barrierefrei, keine Rolltreppen, Tunnel oder aufwändige Kunstbauten) machen die Stadtbahn zu einem günstigen Schienenverkehrsmittel, was weltweit zu beobachten ist. Das weiß inzwischen auch die vom Senat leider nicht unabhängige Hochbahn AG. Es bleibt zu hoffen, daß der nächste Senat hier schlauer agiert.
Jens Ode
Mut zur Konfrontation, 7. Januar
In unserer parlamentarischen Demokratie wimmelt es von Beispielen für Hunde, die vom Schwanz gewedelt werden. Wer wedelte eigentlich mit wem bei der Mehrwertsteuerhalbierung für Hotels ? Wer wedelt mit wem bei der Euro-Krisenbewältigung ? Bürger- und Volksentscheide sind eine gute und notwendige Ergänzung dazu. Sie können Projekte auch Beschleunigen, wie wir in Altona gesehen haben. Wenn Bürger früh und umfassend einbezogen werden, wird es seltener solcher Entscheide bedürfen. Die Schweiz legt wissenschaftlichen Beleg dafür, dass es nur extrem selten dazu kommt, dass eine Minderheit der Mehrheit den Willen aufzwingt. Beides zusammen macht's: parlamentarische und direkte Demokratie. Quoren sind lediglich ein zusätzliches Instrument zur Verstärkung der Haltung "Die da oben machen sowieso was sie wollen" und wirkt demobilisierend, was die Demokratie am allerwenigsten gebrauchen kann.
Helena Peltonen
Der Verweis auf fehlende Legitimation als Begründung für die Forderung nach Quoren bei Bürgerentscheiden geht fehl. Bereits heute gibt es für Bürgerbegehren ein erhebliches Quorum mit der Pflicht zur Vorlage von gültigen Unterschriften von drei Prozent der Wahlberechtigten – je nach Bezirk etwa fünf- bis achttausend. Dadurch erhalten die Bürgeranliegen eine höhere Legitimation, als sie manch ein Mandatsträger im Bezirksparlament besitzt. Wenn dann im Bürgerentscheid Politiker es nicht schaffen, die Bürger für ihre ach so gemeinnützigen Planungen an die Urne zu bringen, sollten sie sich an die eigene Nase fassen, anstatt einem Abbau von Demokratie das Wort zu reden.
Lars Andersen
Fitch stuft Ungarn herab auf Ramschniveau, 7. Januar
Es ist doch wirklich ekelerregend mit erleben zu müssen wie 3 Sch... US Ratingagenturen von US Spekulanten und falschen Politikern missbraucht werden . Deren einziges Ziel ist es doch, europäische Staaten abzuschiessen um eine weitere Festigung Europas zu verhindern. Der jetziges Präsident hat nichts mehr zu sagen, seine vollmundigen Versprechungen sind meistens nichts als Worte geblieben und die US Spekulanten machen mit Hilfe der Ratingagenturen fröhlig weiter. Das der Euro nach allen jetzigen Problemen früher oder später den US Dollar als Weltwährung ablösen wird und die wachsende geballte europäisches Wirtschaftskraft können die Sch... Ratingagenturen nicht verhindern. Es wird allerhöchste Zeit, das diese Unternehmen den Dreck vor der eigenen Tür kehren.. Das Land Ungarn hat sehr viel für uns getan und ist daher ein wichtiger Stein in dem Europamosaik.
H.Dreesen
Qual der Wahl nach dem Bachelor, 7. Januar
Man erfährt:"...im Wintersemester 2011/12 tummeln sich so viele Studenten wie noch nie an Deutschlands Hochschulen". Eingeschrieben sein klingt muffig, sich tummeln klingt chic und lässt viele Varianten der Auslegung zu, die aber leider nicht immer etwas mit einem seriösen Studium zu tun haben.
Hans-Emil Schuster
Umwelthauptstadt war gestern: Hochbahn stoppt Ökostrom, 7. Januar
Ob die Einsparung von € 300.000 bei 16 Mio. Gesamtkostenvolumen den Imageverlust der Hochbahn aufwiegt ist mehr als fraglich. Auch das Energieeinsparprogramm ist davon unabhängig zu betrachten, da hat Herr Braasch vom BUND absolut recht! In einem Punkt hat die Hochbahn allerdings recht: das Zertifikatsystem ist kritisch zu sehen, da hiermit die Anbieter von Atom- und Kohlestrom lediglich ein Greenwashing ihrer Produkte betreiben. Was hindert die Hochbahn eigentlich daran, zu einem echten Ökostromanbieter, wie z.B. Lichtblick, Naturstrom, Greenenergy oder EWS Schönau zu wechseln. Diese Anbieter reinvestieren nachprüfbar in erneuerbare Energien. Das wäre ein Schritt, mit dem die Hochbahn zukunftsweisend ein Signal setzen würde.
Hans-Joachim Bull
Unfassbar. Liebe Hochbahnkunden zeigt doch bitte eurer Stadt wo´s langgeht, indem ihr eure Bereitschaft bekundet, diesen Mehrbetrag für Ökostrom zu tragen. 300.000 € Aufschlag pro Jahr verteilt auf 400.000.000 Kunden = 0,00075 € pro Fahrt ! Wirtschaftsenator Frank Horch, Aufsichtsratsvorsitzender der Hochbahn ahnungslos ! Nun, kein Mensch ist überflüssig, er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen.
Ralf Buschmann
Für 300.000 Euro lohnt sich die Befreiung vom Ökoterror. Die Hamburger Hochbahn ist ein Wirtschaftsunternehmen und hat nichts zu verschenken. Die Ausnutzung der Bremsenergie ist bestimmt realistischer als der Umwelthauptstadt nachzutrauern.
Hans-Emil Schuster
Abschied von Jamaika und FDP, 7. Januar
Liebes Abendblatt,
ein Experiment ist gescheitert. Zurück zu Bekanntem oder, nach Wahlen, Neues wagen? Der "schrumpfende" Wähler entscheidet sich mittlerweile aus Protest und Frust für Alternativen, die m.E. spätestens bei Eintritt in das Diäten-Leben den Weg ihrer Vorgänger einschlagen ( was schert mich mein Geschwätz von gestern ).Möglicherweise kann ich in absehbarer Zeit sogar ungestraft meinen Bundeskanzler ( Kanzlerin ) als Piraten bezeichnen.
Klaus Heuer
"Brüderle ist letzte Kugel im Lauf", 7. Januar
Die FDP stellt sich seit geraumer Zeit als Sammelpunkt für Probleme dar. Im Vordergrund Personalprobleme: Das Führungspersonal leistet sich ungeschickte bis tölpelhafte Öffentlichkeitsauftritte am laufenden Band. Es ist im Zeitalter der Informationsüberflutung auch nicht mehr so leicht, die Bevölkerung für dumm zu verkaufen. Steuersenkung und Gesundheitsreform hört sich erstmal gut an, aber wenn es von der FDP verkündet wird, ahnt der Wähler, dass es entweder nicht stattfindet oder dass der "kleine Mann" bezahlen soll, während die Besserverdienenden begünstigt werden. Die FDP hat Schwierigkeiten zu verstehen, dass Wirtschaftsliberalismus sich selbst diskreditiert hat und das Wahlvolk dies zu erkennen beginnt. Brüderle als letzte Kugel im Lauf ist bestenfalls eine Platzpatrone und Herr Rösler ist in die Kategorie Knallplätzchen einzuordnen. Ernstzunehmen wäre vielleicht Lindner, aber der ist zurückgetreten und wartet im Hintergrund ab, er ist ja noch jung.
Michael Wolff
Wenn Sie das dann mal kurz ausfüllen würden ..., 7. Januar
Das Beamtendeutsch ist nur ein Teil des Problems. Die genannten Bestrebungen helfen sicherlich, die sprachliche Barriere zwischen Bürgern (Kunden im neuen Behördendeutsch) und den Ämtern zu verringern. Doch, was machen die Ämter selbst? Ich hoffe, Sie tun deutlich mehr als vermeintlich die Sozialdezernentin im Bezirk Eimsbüttel. Sie moniert zunächst, dass 90% der Elterngeldanträge falsch eingingen. Zeitgleich stellt sie fest, dass der Bund zuständig sei und Vordrucke klarer formulieren müssen, man selbst aber nichts tun könne. Warum denkt die Behörde nicht weiter und wird aktiv? Zu jedem Formular gibt es Ausfüllhilfen, auch die sind leider in ähnlicher, alltagsferner Sprache gehalten und tragen offensichtlich nicht zu korrekt ausgefüllten Anträgen bei. Dies sind in der Behörde erstellte Hilfetexte! Dass die hohe Fehlerquote auch Mehrarbeit für die Mitarbeiter bedeutet, scheint die Amtsleiterin offenbar nicht zu interessieren; der Bund soll es richten. Die eigene Gestaltungsmöglichkeit wird nicht in Betracht gezogen. Die Bezirke könnten durch eine klarere Sprache und treffende Erläuterungen in den Ausfüllhilfen Bürgern helfen und zeitgleich positive Effekte auf (frustrierende) Arbeitsabläufen in der Behörde bewirken.
Matthias Tietjen
Im Standard-Wörterbuch „Wahrig“ heißt es zu „Amtsdeutsch“: “geschraubtes, ungelenkes Deutsch der Ämter und Behörden“. Das liegt sehr häufig am Gebrauch des sog. Nominal-Stils statt des Verbal-Stils: ein Beamter kann eben nur „eine Baumaßnahme durchführen“ statt einfach zu bauen, eine Vorschrift „zur Anwendung bringen“ statt sie einfach anzuwenden oder eine „Einladung aussprechen“ statt schlicht einzuladen. Historisch hauptursächlich dafür ist die Sprache der Verwaltungsgesetze und -vorschriften, die zu einem sehr großen Teil aus der Zeit vor 1918 stammen und nicht den freien Bürger in der Demokratie, sondern nur den Untertanen des Obrigkeitsstaates kannten und leider immer noch kennen. Cäsar, wäre er ein deutscher Beamter gewesen, hätte wahrscheinlich formuliert: „nach Erreichung der bewussten Örtlichkeit und Besichtigung derselben gelang mir die Erringung des Sieges“. Er war aber ein römischer Feldherr, der ohne Substanzverlust, dafür unendlich Leser-freundlicher mitteilte: „ich kam, sah und siegte“. Merkt Euch das, Beamte!
Burkhard Vesper
"Die Frauenquote lässt sich nicht aufhalten", 6. Januar
Frau von der Leyen befindet sich mit ihren gesteckten Zielen, eine Frauenquote einzuführen und die Rente mit 67 zu belassen, abseits der Realität. In der Vergangenheit ist das Modell der Frauenquote in vielen Wirtschaftsunternehmen gescheitert. Jetzt wieder eine Frauenquote einzuführen ist absoluter Nonsens. An der Rente mit 67 festzuhalten ist genauso abwegig. Es gibt viele Berufsgruppen, in denen sogar eine Verkürzung des Renteneintrittalters angedacht werden sollte, weil die Schwere der Tätigkeit keinen längeren Spielraum zulässt.
Horst Rindfleisch
Urteil gegen Reklame im Briefkasten ist rechtskräftig, 6. Januar
Unkontrollierbar, Unverhältnismäßig, Ungerecht, Unverantwortlich. Unkontrollierbar Weil jeder den Werbemüll der uns täglich überflutet in jeden x beliebigen Briefkasten einwerfen kann. In Mehrfamilienhäusern fast gängige Praxis, in Einfamilienhäusern nicht unmöglich oder hat Anwalt den Briefkasten den ganzen Tag im Blick oder eine Videokamera installiert? Unverhältnismäßig Ist es wenn ein Springer (Ersatzzusteller) den Einkauf Aktuell versehentlich einwirft so bestraft wird das entweder seine berufliche oder finanzielle Zukunft zerstört, die Post wird diese Strafe bestimmt nicht zahlen. Über stressige Betriebsabläufe will der Anwalt nichts wissen und hat Justitia anscheinend keine Ahnung. Ungerecht Ist es wenn Strafen von 6 Monate schon bei einer schweren Körperverletzung in einem minder schweren Fall § 226 verhängt werden. Auch wenn es bei besonders schweren Fälle des Betrugs /Computerbetrugs / der Untreue §§ 263 diese gegen Zahlungen von weniger als 250000 Euro Strafe eingestellt werden. Unverantwortlich Ist es außerdem wenn von Richtern sowie Rechts-und Staatsanwälten weiterhin die unverhältnismäßigen Strafen ausgesprochen werden die für einen Normalbürger nicht nachvollziehbar sind, so etwas zerstört den Glauben an eine gerechte Justiz weiter. Ich verstehe nicht, dass so eine Unsinnsklage überhaupt zugelassen wird, ich dachte es gäbe wichtigere Klagen abzuarbeiten. Lag es daran das ein persönlich betroffener Rechtsanwalt geklagt hat? Danke für das Aufzeigen der Schwächen unseres Justizsystems. Ach übrigens: Ein Papiercontainer steht an jeder Straßenecke.
Andreas Buys
Hunde lesen in unseren Augen, 6. Januar
Obwohl beste Freunde des Menschen, müssen Hunde in unserer Toxikologischen Laboren Schlimmes erleiden. Nicht nur Medikamente und Chemikalien, auch Reinigungsmittel und Lebensmittel werden an ihnen in einem LD-50-Test erprobt, der so ausgelegt ist, dass 50 % der Tiere sterben. Sie werden in einem Zeitraum von 7 Tagen bis zu 6 Monaten vergiftet. Das europäische Arzeibuch schreibt diesen Test vor.Wissenschaftler und Politiker treiben die Ersatzmethoden nicht konsequent voran, obwohl die Übertragbarkeit von Tier zu Mensch fraglich ist Sogar das Vermarktungsverbot für Tierversuchskosmetika droht um 10 Jahre verschoben zu werden. Grausames Europa.
Lydia Hatwig
Die Frauenquote lässt sich nicht aufhalten, 6. Januar
„Im internationalen Vergleich sind wir schlechter als Brasilien, auf Augenhöhe mit Indien“ […] Das läge nicht an den Frauen oder den fehlenden Qualifikationen, so Frau von der Leyen weiter, „sondern das andere Gründe da sein müssen, dass die Türen in den deutschen DAX-Konzernen so verschlossen sind“. Genau diese Frage nach den Gründen finde ich hoch spannend. Ich finde es geradezu aberwitzig, dass gewisse Strukturen für Frauen in einer doch so modernen, „emanzipierten“ Gesellschaft undurchlässig bleiben. Ich würde mich freuen, wenn Sie dieses in weiteren Reportagen noch näher beleuchten würden.
Susanne Grimm
Wie krank sind Hamburgs Kinder?, 6. Januar
Ich habe einen Traum: Wir beginnen wieder, unsere Kinder zu erziehen. Nicht, um sie zu drangsalieren, sondern um ihnen zu zeigen, wie viel uns an ihnen liegt, wie wichtig und ernst wir sie als Säulen unserer Zukunft nehmen. Um Ihnen Grenzen zu zeigen, die man nicht überschreiten darf, und Grenzen, die man überschreiten muß. Um sie im Bedarfsfall zu tadeln, aber auch zu loben, damit sie zu starken Persönlichkeiten heranwachsen. Um mit ihnen ihr Leben zu planen, ihnen Werte zu vermitteln, ihnen in schweren Zeiten zu helfen und sich mit ihnen in guten Zeiten zu freuen. Wenn wir fortfahren, die Betreuung der Kinder der Psychiatrie, der Polizei und der Schule zu überlassen, dürfen wir uns nicht darüber wundern, daß uns seit Jahren sogenannte Fachkräfte fehlen, zu denen wir unsere Kinder längst hätten heranbilden können.
Peik Volmers
Türkei: Elfjährige nach religiös besiegelter Ehe schwanger, 6. Januar
Mir blieb beim Lesen die Luft weg. Es handelt sich bei dem minderjährigen elfjährigen Opfer nicht um einen Teenager, das Mädchen ist ein Kind. Ein Kind. Ein Kind! Und so möchte ich das in meiner Zeitung auch lesen. Die von Ihnen gebrauchte Bezeichnung Teenager ist bei einer 11jährigen schlicht falsch und verharmlost meiner Meinung nach den Sachverhalt. Ein Land in Europa, in dem eine solche 'Ehe' und Schwangerschaft möglich ist, das darf ja wohl nicht wahr sein.
Jutta Reeck
Ministerin droht Konzernen, 6. Januar
Frau von der Leyen möge überlegen, für wieviel Promille der arbeitenden Bevölkerung sie eigentlich unnütz heiße Luft macht. Ein Aufsichtsratsposten will verdient sein. Im Grundgesetz ist Benachteiligung von Menschen nach Rasse, Herkunft, Religion e.t.c. verboten. Ist dann die Bevorzugung bestimmter Menschengruppen konform mit dem Grundgesetz?
Hans J.Koch
Eppendorfer Erikastraße gerät ins Abseits, 5. Januar
Mit Interesse und Verwunderung habe ich als selbst Betroffener ( Mitinhaber der Bäckerei & Konditorei Heinrich Wulf, Erikastraße 64 ) Ihre Ausführungen zum Niedergang der Erikastraße gelesen. Daß der kleine Einzelhandel, insbesondere im Lebensmittelsektor, einen schweren Stand gegenüber den Branchenriesen hat, ist eine unbestreitbare Tatsache. Dennoch befremdet mich Ihre unausgewogene Berichterstattung über die Perspektiven dieser Einkaufsstraße. Erstens stellt sich die Frage, nach welchen Gesichtspunkten die zu Wort kommenden Geschäftsleute ausgewählt worden sind, zweitens erstaunt es noch mehr, daß diverse durchaus nicht unlebendig wirkenden Geschäfte überhaupt keine Erwähnung fanden; von dem absolute Verelendung suggerierenden und für das Erscheinungsbild der Straße keineswegs repräsentativen Foto ganz zu schweigen. Ich bin mir sicher, daß zahlreiche Geschäftsbetreiber in der Erikastraße die in dem Beitrag zitierten ziemlich einseitigen Meinungen nicht teilen. Von einer in Hamburg erscheinenden und die Belange der Hamburger vertretenden Zeitung wie dem Abendblatt hätte ich eher eine Stärkung lokaler Unternehmen erwartet, als eine Einkaufszone totzuschreiben und damit Wasser auf die ohnehin schon rasant rotierenden Mühlräder der großen Malls, Passagen und Einkaufszentren dieser Welt zu gießen.
Heinrich Wulf-Raczka
6000 neue Wohnungen – wie geht das?, 5. Januar
Noch nicht ein Jahr nach der Regierungsübernahme durch die SPD hat man den Eindruck, daß das erste Wahlversprechen zahlenmäßig schon nach unten korrigiert wird. Die Wohnungsbauprobleme, die Sie in Ihrem Bericht nannten wurden im Regierungsprogramm der SPD von 2011 bereits erwähnt. Natürlich ist das Ziel, 6000 Wohnungen pro Jahr zu bauen, sehr lobenswert, vielleicht aber eine zu optimistsche Einschätzung. Die Situation wäre ähnlich, wenn HSV-Trainer Fink das Saison-Ziel vorgibt, jedes Spiel der Bundesliga-Rückrunde mit seiner Mannschaft zu gewinnen, und später erkennt, daß sie tatsächlich auch gegen Bayern München und Borussia Dortmund spielen müssen. Ich hoffe, das Hamburger Abendblatt erstellt regelmäßig eine Bilanz der Bauaktivitäten, damit der Wähler zur nächsten Wahl von den Wahlversprechen der SPD einen pauschalen Realitätsabzug vornehmen kann.
Jürgen Schreiter
Leyen verteidigt Rente mit 67 gegen Sehofers Kritik, 3. Januar
Bei dem Artikel, aber auch schon gestern in den TVmedien, umtreibt mich die Frage, ob unsere Politiker folgerichtig denn die _eigenen_ Pensionsansprüche _ebenfall_ auf 67-Jahre-Eintritsalter heraufgesetzt haben? Dies gehört zum vorbildhaften Verhalten eigentlich dazu. Oder ist es wie immer, man richtet über Andere um sich selbst außenvor zu lassen? Bisher stellte öffnentlich noemand die naheliegene Frage. MfG D. Bergmann
Dirk Bergmann
Und sie wissen nicht was sie tun. Kaum ist die stufenweise Einführung der Rente mit 67 angelaufen, da protestiert Herr Seehofer, obwohl das Gesetz hierzu bereits einige Jahre alt ist und auch mit den Stimmen der CSU beschlossen wurde. So kommt auch gleich einen Tag danach von Frau von der Leyen der scheinbar berechtigte Protest: „Die Einführung ist eine Notwendigkeit um Beitragserhöhungen und Rentenkürzungen zu vermeiden.“ Es war aber gerade diese Ministerin, die einen Monat zuvor die Rentenbeiträge gesenkt hat, obwohl die Rentenkassen jedes Jahr nach wie vor erhebliche Minusbeträge bilanzieren, das Rentensystem somit in Wirklichkeit für Ersatzsteuersenkungen herhalten muss; welcher Hohn.
Gert Lohstöter
Verfassungsschutz schwer belastet, 2. Januar
Nun ist es soweit: CSU-Generalsekretär Dobrint will der NPD den Geldhahn zudrehen (ohne Gestzesgrundlage?); schon folgt CSU-Landesgruppenchefin Hasselfeld mit der Idee, der Linken die Pateienfinanzierung zu entziehen; und morgen fordert vielleicht CSU-Chef Seehofer die Zahlungen an die Opposition einzustellen, weil diese ja das (noch) Staatsoberhaupt Wulff extremistisch attakieren? Leute wo ist Euere dekomokratische Grundhaltung, die ja sonst zu allen Anlässen beschworen wird? .
Jürgen Meyer
Amerikas Abründe, 2. Januar
Im diesem Leitartikel schreibt Christoph Rybarczyk (Politredakteur) dass die GOP-Kandidaten von der Welt außerhalb der USA nicht viel verstünden. Auch ich finde die angesprochenen Herren alles andere als für das Amt geeignet, habe aber nicht vergessen, dass Präsident Obama vor seiner Wahl von 56 (!) Staaten der USA sprach, die er alle bereist hätte. Als Präsident wollte er, als die Russen Georgien bedrohten, amerikanische Truppen an die dortigen Grenzen schicken, da er Georgien mit Georgia verwechselt hatte. Hinzu kommt, dass Obama an Europa (und auch an Israel) alles andere als interessiert ist, seine Kritik an er hiesigen Politik soll von dem Desaster ablenken, dass er in den drei Jahren seiner Amtszeit zumindest zu einem großen Teil selbst angerichtet hat. Viele seiner damaligen Wähler haben zwischenzeitlich eine völlig andere Sicht auf ihn und ich höre immer wieder von den meisten, sie würden ihn nicht wiederwählen und es täte ihnen Leid, dass sie es in 2008 getan hätten. Der Slogan "Yes we can" nimmt ihm so gut wie keiner mehr ab. Da ich zeitweise in den Staaten lebe, weiß ich wovon ich schreibe.
Inge Allers
Neue Verordnung treibt Mietnebenkosten hoch, 2. Januar
Nach meiner Kenntnis ist die Kostenumlage der vorgeschriebenen Legionellen-Überprüfung auf die Mieter höchst umstritten. Der Mieterbund vertritt eine völlig gegensätzliche Meinung und hat bereits angekündigt, die Angelegenheit höchstrichterlich klären zu lassen. Da bis zu einer Klärung viel Zeit vergehen wird, sollten betroffene Mieter bis dahin mögliche Zahlungen nur unter dem Vorbehalt der Rückforderung leisten.
Klaus Bastian









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