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Leserbriefe

Privatkredit

Der Bundespräsident in der Kritik

Was bitte, will sich unser BP in dieser, seiner Affäre noch alles antun. Kein Filmemacher könnte sich ähnliches ausdenken und uns sagen wollen, ja doch, so etwas ist durchaus möglich, man würde es nicht glauben. Der Höhepunkt der Debatte, Wulff Anwälte berufen sich auf ihre Schweigepflicht in Sachen Wulff, die dieser aber vor wenigen Tagen in einen TV Life Interview, vor Millionen Zuschauern, selbst aufgehoben hat. Es bleibt nur ungläubiges Kopfschütteln.

Wilfrid Warncke

Ein erhellendes Interview war das schon, wenn auch in anderer Weise, als es sich Abendblatt und Oettinger vorgestellt haben mögen. Da offenbart sich der nach Brüssel auf einen bestdotierten Posten abgeschobene Oettinger als Prophet, denn „Wulff wird die volle Autorität zurückerlangen“. Er zeigt sich als Meister der Worthülsensprache, wenn das Abendblatt ihn die Parteinahme für den „langjährigen Weggefährte(n)“ Wulff zelebrieren lässt und erweist sich verfassungsrechtlich inkompetent, wenn er das Amt des Ministerpräsidenten (Chef der Exekutive) für „vergleichbar“ hält mit dem des Bundespräsidenten (Staatsoberhaupt ohne jede exekutive Befugnis). Schließlich stellt sich die Frage, ob hier nicht der Bock zum Gärtner gemacht wurde, denn immerhin war Oettinger selbst Ministerpräsident, als seinem Kollegen Wulff bei der landeseigenen LBBW/BW das anrüchige Schnäppchen- Darlehen gewährt wurde und/oder ihm sogar eine Honorierung (VW/Porsche/BW-Deal) widerfahren sein könnte.Eine darauf zielende Frage habe ich im Interview vermisst.

Ulrich Reppenhagen

Täglich zerreissen sich kluge Leute in Talk-Shows usw. die Mäuler über den Bundespräsidenten: dabei sind sie es ja, die dem augenblicklichen Trend gefolgt sind , ein Mann für Spitzenpositionen muss 1. jung sein,2. gut aussehen und 3. bei der Jugend ankommen.Wir haben mit diesen Typen eine ganze Reihe von Pleiten erlebt und es hat sich gezeigt, dass diesen Leuten oft was fehlt: Die Weisheit des Alters. Daher sollte man für Personen in Führungspositionen eins voraussetzen, ein Mindestalter, das hoffen lässt, dass sie Sturm und Drang und jugendlichen Ehrgeiz hinter sich gelassen haben um ihr Amt mit Würde auszufüllen.

K. Heinrich

Ich wünsche mir eine Gesellschaft, die Kinder versteht; und eine Welt, die von Kindern verstanden wird. Nach diesem Motto frag ich mich immer, wie man einen Umstand Kindern erklären bzw. verständlich machen kann. Das Verhalten von Herrn Wulff kann ich aber noch nicht einmal meinem längst erwachsenen Sohn erklären. Es ist nur peinlich und absolut kein gutes Vorbild.

Edith Aufdembrinke

Ich verstehe die ganze Aufregung um Herrn Wulff garnicht. Für mich ist und bleibt er BUNTE`s Präsident.

Uwe Franck

Das mag dem Herrn Wulff wohl gut passen , aber für Deutschland ist es sehr übel. , denn das hat Deutschland nicht verdient . Nach einem rührseligem Eingeständnis von Fehlern und der Ankündigung von völliger Offenheit geht die Serie von Halb- und Unwahrheiten weiter und immer neue wirklich gravierende Tatsachen werden öffentlich . Es gibt im Wesentlichem drei Bereiche die doch mehr als zu denken geben sollten: Da sind erstens die große Anzahl von sehr vermögenden , selbstlosen und wohltätigen Freunden (?) , bei denen Wulff mehrwöchige , teure aber kostenlose Urlaube verbracht hat ohne eine auch nur im Ansatz erkennbare Gegenleistung. Natürlich rechnet man nicht 1 zu 1 auf , aber so garnichts geht doch nicht , denn das ist sonst nur der arme Schlucker bei reichen Verwandten . Was war da? Des weiteren ist das dubiose Finanzgebahren mit den mehrfach verändertem günstigem und z.t. verschleiertem Kreditgeber und dann die zwar versteuerte aber trotzdem zu jeder Jahreszeit angenommenen kostbaren Bekleidungsgeschenke von beiden Wulffs. Bedenkt man hier , dass Wulff unser höchster Beamter ist und ein angestellter Müllmann schon bei Annahme eines Weihnachtsgeschenkes von 10 E entlassen wird und eine Kassiererin bei nicht bewiesenen 1,35€ rausgeworfen wird , so gilt nach wie vor : den Kleinen beißen die Hunde. Es gelten offensichtlich nach wie vor auch beim Gesetz erheblich unterschiedliche MaßstäbeDrittens steht der inzwischen klare Versuch zur Mißachtung der Pressefreiheit bei der "Bild" . Aber in der " Welt am Sonntag" vom 8.1.2012 war In der Kolumne des Chefredakteurs zu lesen , dass die Missachtung des Grundgesetzes bei der "Bild " kein Einzelfall ist . Er passierte auch - erfolglos- bei der Wams und mit Erfolg bei einem anderem Verlag Aus all dem bleibt nur als Quintessens die Schlußfolgerung des Chefredakteurs der WAMS Herrn Jan-Eric Peters: " .. er ist nicht der Richtige für das Amt . Schloß Bellevue ist keine Lehranstalt zur Charakterformung . Wer hier einzieht , sollte schon Format haben " Dem schliesse ich mich voll an.

Dr. Wilfried Krull

Herr Bundespräsident, geben Sie eine Pressekonferenz, auf der Sie ihr Ehrenwort geben, dass die gegen Sie erhobenen Vorwürfe haltlos sind und dann machen Sie sich ein paar schöne Tage am Genfer See und lassen "Gras über die Sache wachsen"

Volker Petersen

Das Mobbing gegen den Bundespräsidenten hört nicht auf. Politik ist ein schmutziges Geschaft, so kann man von den Beteiligten kaum klinische Reinheit erwarten bzw. verlangen.. Das ist menschlich, wie schon Eugen Roth schreibt: "Ein Ausweg: Ein Mensch, der spürt, wenn auch verschwommen, Er müßte sich, genau genommen, Im Grunde seines Herzens schämen, Zieht vor, es nicht genau zu nehmen". Herr Wulff hat sich bekannt und entschuldigt - er hat keine Gesetze übertreten - und es ist nicht Sache der Presse und der Oppositionsparteien, Ihn auf diese Art und Weise zu demontieren. Solange er unser Land gut vertritt soll er nun in Ruhe gelassen werden. Wir sind doch Christen und müssen auch verzeihen können.

Peter Eickhof

Warum muss man einen Menschen so auseinander nehmen? Natürlich hat Herr Wulff viele Fehler gemacht, wobei man sich fragen muss, sind alle Politiker sauber und ohne Fehler ich glaube kaum. Aber jetzt kommen die bestellten protestiere aus ihren Ecken und dann so viele auf einmal über Nacht, na, woher kommen sie so plötzlich, so viele und dennoch gleich mit alten Schuhen in der Hand. Sogar Kinder sind dabei, die gar nicht wissen worum es eigentlich geht! Dieses war mal wieder gut organisiert, sicherlich von denen die vor 1989 schon immer Menschen auf die Straße geschickt haben . Dies muss nicht sein, man kann auch anders seine Meinung vertreten, ich sage nur Augen auf.

Hans-Joachim Franke

Mir geht es auf den Geist! Dieses zuckersüße Lächeln? Dieses unendlich Sanftmütige? Dieser unschuldige Blick? Diese leise, wahnsinnig freundliche Stimme? Dieses Pastorale? So kann man alten Damen Kapitallebensversicherungen oder Lehman-Zertifikate verkaufen; aber wollen wir so einen sanftmütigen, oberflächlichen und unaufrichtigen Bundespräsidenten? Es wird höchste Eisenbahn, dass Wulff von seinem Amt -was er nun ausreichend beschädigt hat - zurücktritt. Das Amt des Bundespräsidenten kann nur durch einen besonnenen, klugen und weitsichtigen Mann mit ausreichend politischer Erfahrung ausgeübt werden. Diese Eigenschaften erfüllt Herr Gauck meiner Ansicht nach in vollem Umfang.

Horst Rindfleisch

Der Bundespräsident wird nach Parteienpropporz gewählt.Wenn dieser Präsident dann seine Beliebtheit aus Umfragen dem Volk erklärt,ist dieses eine Anmaßung und zeigt,wie weltfremd der jetzige Amtsinhaber ist.Der Katholik geht beichten,nach X Rosenkränzen werden ihm dann seine Sünden vergeben.Er glaubt wieder ein guter Mensch zu sein. Noch eine Methode frei nach Adenauer,was interessieren mich mich meine Vergehen von gestern. Am schlimmmsten ist ,wenn der Moralist,selbst die vergehen begeht.

Dieter Klein

In was für einer Republik leben wir eigentlich, wenn solch ein Pöbel, unter Anwendung einer negativen arabischer Kultur, vor dem Amtssitz des Bundespräsidenten unter primitivsten Äußerungen demonstrieren dürfen. Sind diese 400 Menschen vom Bundespräsisenten nachhaltig wirtschaftlich oder sozial geschädigt worden, daß sie ihren Unmut auf diese Weise zeigen dürfen. Wo bleibt die Hochachtung vor dem Amt. Auch wenn der Privatmann Wulff einiges falsch gemacht hat, so ist er doch noch immer in seiner Person der von der Bundesversammlung gewählte Bundespräsident und vertritt nach wie vor die Bundesrepublik Deutschland nach innen und außen. Es ist darauf hinzuweisen, dass der Pöbel, der dort vor dem Amtssitz des Bundepräsident in Berlin demonstriert hat, nicht das Deutsche Volk repräsentiert. Die Teilnehmer dieser Demonstration sollten sich schämen. Noch immer gilt das Prinzip " In dubio pro reo". Noch gibt es keine gerichtliche Beweise oder verurteilungsmäßige Vergehen zum Schaden der Bundesrepublik Deutschland. Der Opposition, egal welcher Coleur, wäre zu raten sich von solchen Demonstranten zu distanzieren, bevor sie in Verruf kommt das Ganze inszeniert zu haben.

Gotthard Kalkbrenner

Für sein Fehlverhalten beansprucht Herr Wulff laut eigenem Bekunden eine "Leerzeit", um sich mit den Ansprüchen an das Präsidentenamt vertraut zu machen, und bittet um Nachsicht und Verständnis für diverse Vorkommnisse. Ein Anspruch auf Verhalten, welches er während seiner Regierungszeit in Hannover gegenüber anderen Personen nicht hat gelten lassen. Sondern im Gegenteil politische Gegner (Gerhard Glogowski!) und andere Personen die ihn kritisierten, zielstrebig und in schäbiger und schädigender Weise verfolgt hat. Einen solchen Charakter braucht das Präsidentenamt nicht.

Willi Nitz

Es ist schon ein Trauerspiel, wenn die Opposition zwar Wulff für ungeeignet und seine Konfliktbewältigungsstrategie für unwürdig hält - dieses entspricht auch meiner Meinung -, nicht aber den Mumm hat, offen seinen Rücktritt zu fordern. Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass Herr Gabriel und Andere es ganz praktisch finden, wenn Wulff und damit auch seine Förderin Merkel weiterhin in den negativen Schlagzeilen stehen und an Ansehen verlieren. Solche taktischen Spielchen sind aber ein Armutszeichen für unsere Demokratie. Man sollte offen aussprechen, was man denkt (Tacheles reden), anstelle herumzueiern. Aus meiner Sicht ist Wulffs Rücktritt unverzichtbar, will man das Amt des Bundespräsidenten nicht nachhaltig schädigen und aus Sicht der Bevölkerung entbehrlich machen.

Ulrich Weiß

Wulff verspielt allmählich seinen allerletzten Kredit. Seine dubiosen Handlungen reichen bis in die Gegenwart; so kann er unseren (nicht seinen) Staat nicht länger glaubhaft und würdig repräsentieren. Er hat versucht, von oberster Stelle, die Pressefreiheit zu strangulieren. Das hat es so noch nicht gegeben!

Thomas Prohn

Wird Zeit, dass bestimmte Presse in Deutschland einen Maulkorb kriegt. Die haben absolut keinen Respekt mehr und eine zu große Schnauze.

Herbert S. Sassen

Die Peinlichkeiten des Herrn Wulff sind verheerend. Durch eine verfehlte Krisenkommunikation und wenn er sich zu Drohanrufen hinreißen lässt, ist dass für einen gewählten Staatsmann unwürdig. Das höchste Amt im Staat wird dadurch dauerhaft beschädigt. Dabei hat er über Verfehlungen anderer stets hart geurteilt. Herr Wulff sollte schnellstens den Schlussstrich ziehen und die politische Bühne verlassen.

Peter Groth

Wenn sich dier Mann aus der Vorteilnahme heraus laviert, gehe ich auch nicht mehr zum Wählen! Der Mann hat aus seiner Niedersachsen-Zeit auch die Justiz eingenordet. Armes Deutschland, wenn ein solcher Praesident Vorbild sein soll! Jeder Karnevalpräsident hätte seine Kappe nehmen muessen!

Hartmut Biebau

Christian Wulff hat erneut gezeigt, dass er offensichtlich nicht den hohen charakterlichen Anforderungen an das Amt des Bundespräsidenten genügt. Seine erst kürzlich bekannt gewordenen Vorteilsnahmen im Amte als niedersächsischer Ministerpräsident (u.a. Hauskredit mit Miniverzinsung ohne Sicherheiten und kostenlose Luxusreisen) sind ein Schlag ins Gesicht eines jeden rechtschaffenen, gesetzestreuen Staatsdieners und sein Umgang mit der Affäre als Bundespräsident schadet dem Amt und dem Land. Wulff stellt m.E. einen Tiefpunkt in der Historie aller bisherigen Bundespräsidenten dar. Ein weiterer Verbleib im Amte wäre eine Zumutung. Der Rücktritt ist alternativlos, aus Respekt vor dem Amt und dem Land.

Ulrich Weiß

Wieso regen sich alle auf? Wir sind doch schon lange eine Bananenrepublik. Von alten preußischen Tugenden ist keine Rede mehr!

Wolf-Dieter Auslitz

Eine Erklärung des Herrn Wulff ist sicherlich notwendig, reicht jedoch nicht aus, um aus einem Scheinriesen einen akzeptablen Bundespräsidenten zu machen. Herr Wulff hat sich durch sein Verhalten als ungeeignet erwiesen, ein Amt wie das des Staatsoberhauptes angemessen auszufüllen. Er sollte seine Konsequenzen daraus ziehen. Und die Präsidentenwahl sollte endlich durch den Souverän erfolgen und nicht in Hinterzimmern ausgekungelt werden. Man sieht, was dabei herauskommt.

Andreas Kaluzny

Nach dem unnötigen und unverständlichen Rücktritt des Vorgängers Horst Köhler vom Amt haben wir jetzt mit Christian Wulff die nächste Personalie Bundespräsident: Es ist klar, dass dieser Schnorrer und Trickser dem deutschen Volk als erster Mann im Staate mit Vorbildfunktion nicht mehr zuzumuten ist. Fast jeden Tag tauchen neue Ungereimtheiten und Unregelmäßigkeiten auf - damit muss endlich Schluss sein, Herr Wulff muss zurücktreten - entweder freiwillig oder unter Druck. Im Nachhinein muss man feststellen, dass der integere Joachim Gauck für das höchste Amt im Staate die bessere Wahl gewesen wäre - aber hinterher ist man ja immer schlauer.

Helmut Jung

Der Bundespräsident hat mit seiner Ernennung einen Eid auf unsere Verfassung abgelegt und sich damit verpflichtet, insbesondere die Einhaltung der Grundrechte zu vertreten. Dass er kraft seines Amtes meinte, die Pressefreiheit für seine fragwürdigen Geschäfte durch Einschüchterung von Presseorganen einschränken zu können, entwickelt sich für ihn nun zum verhängnisvollen Bumerang. Es ist Christian Wulff, der die Grenzen des Zumutbaren überschritten hat, nicht die von ihm angegriffenen Redakteure.

Margrit Ruppenstein

Die Tatsachen des Herren Wulff sind nicht das Problem, sondern sein Umgang und Management der Situation. Ich meine, dass wir uns so einen "Grüßaugust" weder nach innen noch nach außen leisten können .Rücktritt unter Verzicht auf weitere Zahlungen wäre jetzt nötig - das Amt ist mehr als beschädigt. Der Islam gehört zu Deutschland, ebenso die Korruption und Schnäppchenjagd und der unangemessene Umgang des Herren Wulff der Dinge mit Einschränkung der Pressefreiheit wie beim "lupenreinen Demokraten" Putin.

Ina & Axel Stahl

"Biedermann und Brandstifter" fällt mir zu der gesamten Situation ein. Wer möchte nur an seinen Verfehlungen gemessen werden? Ich höre förmlich Jemanden im Hintergrund sagen "den machen wir fertig". Das ist so unanständig. Sicherlich gilt es einiges aufzuklären. Aber wird hier nicht jemand wie ein Schwerverbrecher behandelt? Dazu fällt mir ein "wer ohne Fehl ist, werfe den ersten Stein". Diese Hatz ist maßlos und auch würdelos. Dazu muss ich sagen, dass Herr Wulff nicht unbedingt mein Liebling ist. Ich wünsche denen, die jetzt auf der Jagd sind, eine ebensolche Behandlung, wenn deren Verfehlungen ans Tageslicht kommen. Und dass die solche begangen haben, steht fest, jeder hat "eine Leiche" im Keller. Pfui! Egal, was zu klären ist, auf das WIE sollten die "ehrbaren Aufklärer" achten. So, das lag mir schon lange auf der Seele.

Barbara Berglöf

Wenn der Mann noch einen Funken von Charakter hat, muss er zurücktreten. Leid tut mir unsere "Bundesmutti", Angela Merkel, die nun den zweiten Reinfall erlebt. Es lebe die freie Presse!

Günter Pingel

Dass für Politiker in hohen Ämtern andere moralische Maßstäbe gelten sollten als für andere, habe ich mir längst abgeschminkt. Aber ich frage mich doch: Ist der Mann dumm oder dreist oder dummdreist? Offensichtlich hat er den Blick zur Realität verloren. Weiß er nicht, daß man sich mit solchen Machenschaften erpreßbar macht und jegliche Achtung verliert, als allererstes bei der Presse? Es wäre zum lachen,wenn es nicht zum Heulen wäre.

Brigitte Wiechern

Sie haben kürzlich in Ihrem Blatt berichtet, dass das Finanzamt Freikarten, die der HSV für den VIP-Bereich verschenkt hatte, als steuerpflichtigen geldwerten Vorteil angesehen hat. So ist es doch auch bei Herrn Wulff. Die Gewährung von Traum-Zinskonditionen durch die BW-Bank ist doch ohne Zweifel ein geldwerter Vorteil, den Herr Wulff versteuern muss. Im übrigen wird auch dadurch immer noch nicht gewürdigt, dass es sich bei dem Kredit für sein Haus sehr wahrscheinlich um einen "Schornsteinfinanzierung" handelt. Das Haus dürfte annähernd zu 100% Kredit finanziert worden sein. Was Herr Wulff von der BW-Bank bekommen hat, ist somit kein Hypothekenersatz, sondern ein ungesichertes Darlehen, das ein Privatmensch nie und nimmer erhalten hätte. Dies hat dann nicht nur einen steuerlichen Aspekt, sondern es ist Vorteilsnahme im Amt, was denn sonst? Wenn Herr Wulff nun meint, er sei niemandem verpflichtet, beweist dies allenfalls grobe Undankbarkeit oder ein gestörtes Verhältnis zur Realität. Er sollte zurücktreten.

Alfons Zimmermann

Will uns der Bundespräsident Christian Wulf für „dumm verkaufen“. Es klingt wie Hohn, wenn er am 2.1.12 durch seine Presseabteilung verkünden läst, Zitat: „Die Presse- und Rundfunkfreiheit ist für den Bundespräsident ein hohes Gut“. Seine Taten sehen ganz anders aus. Es ist nicht hinzunehmen, dass ein amtierender Bundespräsident im Dez. 2011 massiv versucht, eben diese Pressefreiheit zu torpedieren. Herr Bundespräsident beenden sie diese unwürdige Angelegenheit und bewahren sie sich einen letzten Rest von Anstand, indem sie zurücktreten. Auch die Politik in Berlin – Regierung und Opposition – gibt in dieser Angelegenheit kein überzeugendes Bild ab. Es ist nicht nachvollziehbar, dass man die Einberufung einer Bundesversammlung scheut, nur weil es keine klaren Mehrheiten für einen Kandidaten gibt. Berlin bitte handeln.

Berthold Pohl

Es reicht Herr Wulff – zeigen Sie endlich Charakter und treten zurück! Dem sehr zutreffenden Kommentar von Herrn Iken möchte ich nur dies hinzu fügen: Welche Krise wiegt denn schwerer, die des neuerlichen Rücktritts eines Bundespräsidenten oder jene des Verbleibs eines Amtsinhabers mit mangelhaftem Werte- und Moralkompass? Diesem Bundespräsidenten fehlt ganz offenbar in hohem Maß Anstand und Redlichkeit und das ist für unser Land nach innen und außen von großem Schaden.

Volker Deising

Erschien uns Wulff vor seinen Anrufen bei Springer "nur" unklug, unkorrekt, unersättlich, unglaubwürdig, so wirkt er jetzt: unverschämt, unbeherrscht, unüberlegt, ungeeignet - kurz untragbar.

Johannes Haller

Chance vertan! Diese Misere um Christian Wulff wäre uns bei der Wahl von Joachim Gauck ins Bundespräsidentenamt erspart geblieben.

Inge Foerster-baldenius

Das Verhalten des Bundespräsidenten ist unentschuldbar. Wenn kleine Kreispolitiker das Ortsblättchen manipulieren, ist das nicht in Ordnung, aber dass Christian Wulff in seiner Funktion als Bundespräsident Journalisten beschimpft und bedroht, zeigt, dass der Mann jeden Realitätsbezug verloren hat. Jeder Geschäftsführer eines Saunaclubs verhält sich umsichtiger! Ich schäme mich, dass dieser Mann auch weiterhin unser Land nach Außen vertritt - im Inneren hat er wohl schon jede Sympathie verspielt. Ich hoffe, dass sich jetzt endlich jemand aus den Führungsriegen der Parteien traut, Herrn Wulff den sofortigen Rücktritt nahezulegen.

Holger Reiners

Wir haben also einen Bundespräsidenten, der menschliche Züge wie spontane Temperamentsausbrüche, enge Freundschaften und Wunsch nach Privatsphäre zeigt. Wollen wir lieber einen Roboter an seiner Stelle? Deutscher Ordnungssinn und Aufklärungswahn treiben hier seltsame Blüten, und die Presse spielt sich gern als Richter auf. Solange unser Präsident, der ja ohnehin über wenig Macht verfügt, seine repräsentativen Aufgaben gewissenhaft wahrnimmt, sollten wir ihn als durchaus fehlbaren Menschen respektieren. Wer will denn einen unangreifbaren, makellosen Heiligen in diesem Amt?

Christiane Mielck-Retzdorff

Jetzt rächt sich, dass Frau Merkel einen Kandidaten durchgesetzt hat, der gleich ihr nur in den Kategorien Macht, Einfluss, Taktik, Kalkül zu Hause ist. Bundespräsident Wullf gelingt esnicht, sich von diesen Denkmustern zu trennen, nicht überraschend fürmich, denn er hat als Politiker nichts anderes gelernt. Gerade die Staatsräson gebietet es nun, Herrn Wullf aus dem Amt zu entfernen, damit er keinen weiteren Schaden anrichten kann. Er ist schlichtweg nicht mehr tragbar in dieser Funktion, er hat gegen seinen Amtseid verstoßen. Wünschenswert wäre ein Nachfolger, der über die typischen Attribute eines Politikers hinaus mit geistiger und moralischer Kompetenz dem Amt wieder jene Würde zurückgibt, die es nach dem Grundgesetz innehat. Wir, das Volk, haben einen besseren Präsidenten verdient. Auf künftige Personalvorschläge von Frau Merkel müsste vor allen Dingen die CDU nun endlich viel kritischer reagieren.

Eckhard Schölling

Die Pressefreiheit einer der höchsten Güter unseres Grundgesetzes die wir haben, wer sie missbraucht greift die Demokratie an. Ein Bundespräsident, der das Grundgesetz missachtet und damit die Demokratie in frage stellt, ist nicht mehr tragbar. Ich freue mich ,das der Axel Springer Verlag so reagiert hat .

E . Wrage

Das Amt des Bundespräsidenten ist beschädigt. Ich glaube das eine parlamentarische Monarchie wie in Schweden eine bessere lösung ist. Ausgerechnet Bundestagspräsident Norbert Lammert hob auf der 14. Bundesversammlung am 30. Juni 2010 diesen Umstand hervor, als er lobend auf Demokratien verwies,deren,, staatlichen Spitze duruch eine erbliche Monarchie besetzt" ist. Würde doch so das Amt des Staatsoberhauptes dem Ehrgeitz der Parteien und gesellschaftlichen Gruppen entzogen und nicht der sonst unverzichtbaren Mehrheitsregel unterworfen. Knapp jeder zehnte Deutsche wünscht sich einen König. Dies ergab eine Umfrage in April 2011. Mit freundlichen Grüßen Olaf Tams

Olaf Tams

Bundespräsident Christian Wulff sollte eigentlich als oberster Hüter des Grundgesetzes die in Artikel 5 genannte Pressefreiheit schützen. Mit dem Versuch, BILD-Chefredakteur Kai Diekmann in dem besagten Telefonat zu seiner Kreditaffäre mundtot zu machen, hat er stattdessen selbst gegen die Pressefreiheit verstoßen. Damit hat er das Recht verwirkt, weiterhin der Bundespräsident aller Deutschen zu sein. Wulff ist diesbezüglich nicht wesentlich besser als sein damaliges Pendant, Wladimir Putin, der eine entscheidende Mitschuld an der Ermordung der Reporterin, Autorin und Aktivistin für Menschenrechte, Anna Politkowskaja, am 07.10.2006 im Treppenhaus ihrer Wohnung in Moskau trägt. Als Nachfolgerin im Amt des Bundespräsidenten schlage ich hiermit die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Frau Prof. Dr. Christiane Woopen, vor.

Roland Klose

Die Telefonate des Hern Christian Wulf sind weder seltsam, noch ein Angriff auf die Pressefreiheit: sie sind die bemitleidenswerte Panikreaktion eines Menschen, den sein eigenes Gewissen gestellt hat, als er fürchten mußte, sich seinem Tun stellen zu müssen. Das hat ihm als Strafe sicher völlig gereicht und da wir ihn ja doch irgendwie ernähren müssen, mag er gerne Bundespräsident bleiben. Das Amt fordert die Erledigung einer Fülle nützlicher Aufgaben, für deren gute Erledigung man nicht die Qualifikation zum Wanderprediger in Sachen Ethik haben muß. Beschädigt hat er doch nur sich, nicht das Amt des Bundespräsidenten. Wenn er sich einen "Ruck" gibt, kann er es in aller Bescheidenheit handwerklich korrekt und zum Wohle unseres Gemeinwesens versehen.

Uwe J. Petersen

Es wäre gut, den Herrn Bundespräsidenten einmal daran zu erinnern, warum die Pressefreiheit einen so herausgehobenen Platz in Art.5 des Grundgesetzes erhalten hat: Wer als Demokrat verantwortlich zu einer Wahl aufgerufen ist, einerlei ob als Bürger oder als Mitglied eines Gremiums - der Bundesversammlung etwa, die den Bundespräsidenten zu wählen hat -, muß wissen oder zumindest wissen können, wie es um den oder die Kandidaten bestellt ist. Woher soll er dieses Wissen beziehem? Wer informiert ihn? - Natürlich die Presse und die Medien. Und damit diese Information überhaupt erst möglich wird, muß jedes Presse- und Medienorgan recherchieren und anschließend berichten. Das ist geradezu ein Baustein für das Fundament unserer Demokratie - ohne diesen Baustein wäre jede Wahl ein Lotteriespiel! Das bedeutet aber, daß ein Versuch, eine Recherche oder eine Berichterstattung zu verhindern, ein ganz gravierendes Fehlverhalten ist. Über Sanktionen mag man gar nicht nachdenken . . .

Kurt Kroymann

Christian Wulff hat in dieser Affäre eindrucksvoll bewiesen, dass er weder moralisch, charakterlich noch intellektuell in der Lage ist, das Land und sein Volk nachhaltig als Bundespräsident zu repräsentieren. Ich bin als Bürger und CDU-Mitglied, und auch als ehemaliger Wulff-"Fan" zutiefst enttäuscht von diesem unwürdigen Schauspiel, das unser noch-Präsident der Welt bietet. Um ein letztes bisschen Würde zu behalten sollte er dringend seinen Rücktritt erklären, allen Parteiinteressen zum Trotz.

Bernd A. Sutter

Wer braucht einen Präsidenten, der eine Macht - die er per Verfassung gar nicht hat – dennoch missbräuchlich und in „bildungsferner Form“ zum persönlichen Vorteil einsetzen möchte ???? Ein Mann dieses Formates möge mich bitte nicht länger repräsentieren!

Frank Schuhmacher

Es tun sich die Fragen auf, wie lange Herr Wulff noch so weitermachen möchte - und ob vormalige Politiker die Aufgaben des Präsidentenamtes generell erfüllen können. Ihre vorausgegangenen Betrachtungs- und Handlungsweisen sowie ihre persönlichen Einbindungen könnten den hohen Ansprüchen hinsichtlich Unabhängigkeit und Charakter entgegen stehen. Cleverness und politische Mehrheiten allein sind nicht hinreichend.

Wilhelm Rhauderwiek

Bei aller Sympathie, die ich lange Zeit unserem Bundespräsidenten gegenüber gehegt habe, kann ich nun leider nur noch sagen: "Herr Wulff zeigen Sie noch einmal Größe und treten Sie von Ihrem Amt als Bundespräsident zurück. Das Amt des Bundespräsidenten wird nicht durch die anhaltende Diskussion beschädigt, sondern durch Ihr nach wie vor inakzeptables Verhalten, was eines Bundespräsidenten nicht würdig ist.

Heiner Heinrich

Bravo Bild, das war absolute Spitze. Mit der Salamitaktik, immer wieder wesentlich später mit einem neuen Detail zu kommen, um diesen Präsidenten zu zerlegen, das zeugt von absolutem taktischen Geschick. Unser Bundespräsident hat leider allen politischen Instinkt verloren, um sich gegen die Macht der Medien zu wehren. Die "Pressefreiheit", die sich zu einer Einbahnstraße entwickelt hat, wird nur noch dazu benutzt, um einen konservativen Politiker nach dem anderen über die Klinge springen zu lassen. Mir kommt der Verdacht auf, daß es nur darum geht, zu zeigen, daß selbst ein Bundespräsident gegen die Macht von wenigen Verantwortlichen bei den Medien keine Chance hat. Ihr Verantwortlichen, denkt daran, Rechte beinhalten auch Pflichten! Dazu gehört, keine selbstgerechte Rachefeldzüge zu führen

Claus Zapp

Die Weihnachtsansprache von Bundespräsident Wulff (CDU) war nichtssagend und voller verbaler Allgemeinplätze. Zum Glück hat er Begriffe wie "Glaubwürdigkeit", "Bescheidenheit", und "Vertrauen" von seinen Redenschreibern erst gar nicht nicht zu Papier bringen lassen. Zu seinen obskuren Immobilienkrediten und seinen dubiosen Amigos merkte er kein Wort an. Nach dieser Weihnachtsansprache zeigt sich erneut: Der niedersächsische Ex-Ministerpräsident Christian Wulff hat weiterhin ein Menge vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Sein winkeladvokater Redefluss bei dieser Fernseh-Ansprache machte es leicht, während seiner Rede auf ein anderes Programm umzuschalten. Besser wäre es gewesen, die Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten erst gar nicht zu senden, sondern gleich den TV-Klassiker "Dinner for One" auf allen Kanälen auszustrahlen.

Albert Alten

Bei den Angstellten der Länder gehen im Dezember Rundschreiben um, die darauf hinweisen, keine Geschenke anzunehmen. Verfaßt von genau den Leuten, die zinsgünstige Kredite (für0,9%) für sich in Anspruch nehmen. Nebenbei hat man noch reiche Freunde, die einem den Urlaub finazieren und Werbekampagnen bezahlen.Man hat ja auch nicht das Einkommen,um das alles selber zu begleichen(und wenn, dann im nachhinein). Man spricht in der Weihnachts- ansprache von der Finanzkrise, aber nicht der der kleinen Leute, die solche Vergünstigungen nicht bekommen. Man gehört ja nicht zu den höhergestellten Persönlichkeiten. Man soll diesen Leuten einfach Respekt entgegen bringen , und nicht von den evtl. Verfehlunungen reden.Gibt es in Deutschland wieder dieZwei-klassengesellschaft, die da oben und die da unten? Jeder Kleine wird sofort für Unregelmäßigkeiten zur Rechenschaft gezogen.

Helmut Marx

"Müllmänner müssen Trinkgelder melden" und daneben: "Wulff hält TV-Rede, aber schweigt zu den Vorwürfen". Besser als das gestrige Hamburger Abendblatt kann man die verloren gegangene Bodenhaftung unseres jetzigen Bundespräsidenten nicht darstellen. Welchen geldwerten Vorteil hatten wohl die Urlaube bei Freunden und das Darlehen von Freunden? - Wer von den Abgehobenen besitzt als nächstes die Chuzpe, sich darüber empörende Bürger als "Wutbürger" zu bezeichnen?

Dietmar Schulz

Vielleicht wäre Wulff besser beraten gewesen, wenn er sich ein Eigenheim gekauft hätte, das unter Denkmalschutz steht. Denn da sind andere Politiker in bezug auf ein Immobilien-Schnäppchen "besser" beraten worden. Z. B. der CSU-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Helmuth Koschyk. Der ließ seinen 2003 gekauften Familienwohnsitz, Schloß Goldkronach, mit einem Zuschuß von 1,4 Millonen Euro vom Steuerzahler (Denkmalschutz) restaurieren. Teilweise ließ er zur Sanierung Insassen der JVA in Bayreuth kommen. Die Arbeit der Gefängnisinsassen war für ihn billiger. Da mußte er nicht die regulären Handwerker beschäftigen.

Heinz Kornemann

Der Bundesfinanzminister ist der Auffassung, dass weitere Fragen das Amt des Bundespräsidenten beschädigen. Ich halte das für falsch. Die Beschädigung hat die Person verursacht, die das Amt innehat. Wie soll ich diese Verhalten meinen Kindern erklären?

Hans Peter Marchlewski

Was für ein Stück führen Opposition und Medien hier eigentlich auf. Offenbar findet in Deutschland gerade die Olympiade in Scheinheiligkeit und Selbstgerechtigkeit statt. Strotzend vor Selbstgerechtigkeit führen sich manche auf wie die spanischen Inquisitoren. Mir ist bisher nichts bekannt geworden, was ein derartiges Affentheater rechtfertigen würde. Dabei sind viele der "Vorwürfe" an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten. Z.B. ob Herr Geerkens bei den Vertragsverhandlungen möglicherweise anwesend war. Meine Güte, Herr und Frau Geerkens sind miteinander verheiratet! Offenbar hätten die Inquisitoren erwartet, daß Frau Geerkens oder Herr Wulff dem Herrn Geerkens 10 Euro in die Hand gedrückt und ins Kino geschickt hätte. Bei diesem Theater fällt mir ein Satz wieder ein, den ich irgendwann irgendwo einmal gelesen habe. Er lautet: Scheinheilige Wichtigtuer, Klugscheißer und Besserwisser gibt es überall auf der Welt, aber bei uns geben sie den Ton an. Wie wahr, wie wahr. Nicht das Verhalten von Herrn Wulff ist eine Gefahr für unseren Rechtsstaat, das Verhalten der Medien, die sich auch gerne als die vierte Gewalt begreifen, aber sehr wohl, wenn ihnen bei der Jagd nach Sensationen jegliches Augenmaß abhanden kommt. Ich lerne daraus, daß ich noch sehr viel mißtrauischer gegenüber Medienmeldungen sein muß, auch gegenüber solchen Medien, die ich bisher für seriös gehalten habe.

Heinz-W. Krüger

Wenn auch der langjährige Vertraute und Pressesprecher von Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, es nicht mehr schafft, das Verhalten seines Dienstherrn so darzustellen, dass niemand auf den Gedanken kommt, es könne Zweifel geben, ob Amt und Verhalten zusammenpassen, dann muss er eben gehen. Das kommt mir vor wie: man kann alles Mögliche machen, man muss nur den richtigen Pressesprecher haben. Da kann man dem Nachfolger von Olaf Glaeseker ja nur viel Glück wünschen.

Michael Wolff

Der Bundespräsident hat - vielleicht ungewollt - auf eine sehr faule Stelle in unserem demokratischen System hingewiesen, indem er gestern in seiner Verteidigungsrede sagte: ".....Nicht alles, was juristisch rechtens ist, ist auch richtig." Das war eine schallende Ohrfeige gegen den Gesetzgeber, das Parlament, und gegen ihn selber, den Bundespräsidenten, der Gesetze unterschreibt. Tatsächlich beobachten wir schon lange, dass Gesetze zunehmend schwammig formuliert, in den Konsequenzen nicht zu Ende gedacht werden und deshalb zum falschen Ziel führen. Fehlentwicklungen im Staatsgefüge werden nicht oder nicht rechtzeitig gesetzlich aufgegriffen, Die Gesetze müssen uns Bürgern und den Gerichten eine klare und verlässliche Rechtsgrundlage bieten. Zwischen "juristisch rechtens" und "richtig" darf es keinen Unterschied geben.

Günter Matiba

Habe selten so gelacht wie über den Titel "Wulff bleibt Präsident - sein Sprecher muss gehen", nachdem mir am Abend zuvor bei Präsident Wulffs Erklärung am TV fast die Tränen gekommen wären. Wenn man hohe und höchste Staats-Ämter besetzt, ist man 24 Std im Dienst, 365 Tage im Jahr, solange man in diesem Amt die BRD bzw. sein Bundesland vertritt und repräsentiert. Das alles dürfte Herrn Wulff aber bekannt sein, zumal er gelernter Jurist ist. Aus diesem Grunde ist seine Einsicht, dass nicht alles richtig ist , was juristisch rechtens ist, ein ziemlich schwacher Versuch, sich recht zu fertigen. Solche Politiker kann man einfach nicht ernst nehmen. Sie sind schlicht und ergreifend zum Totlachen.

Joachim Wenzel

Wulff muss sich auch zurechnen lassen, wen er sich zum "Freund" macht, von welchen "Freunden" er sich aushalten lässt. Maschmeyer ist für mich ein Hochstapler und Betrüger und kein "erfolgreicher Unternehmer". Wulff verhilft Maschmeyer zu der Reputation, die Maschmeyer als Ganove verspielt hat.

Johannes Schneider

Die typische Masche dieses Bundespräsidenten - schon in der CDU, der Jungen Union - erst leugnen, dann scheibchenweise eingestehen, was nicht mehr zu leugnen ist und dann mit weinerlicher, mitleidheischender Stimme Reue zeigen und um Verzeihung bitten. Nein, Deutschland hat einen Bundespräsidenten verdient, der die Ehrlichkeit in sich trägt und nicht einen durch und durch unaufrichtigen Vertreter seiner Zunft.

Herbert Lukas

Wulf sagt:"Zu keinem Zeitpunkt habe ich in einem meiner öffentlichen Ämter jemandem einen unberechtigten Vorteil gewährt." Dabei vergisst er sich selbst!!!. Das Baudarlehn der Bank an Wulf zu diesen Konditionen sind doch eindeutig Vorteile aufgrund des Amtes . Was hat dieser Präsident bloß für ein Weltbild? Hinter allem steckt nur eins: nämlich Geldgier und Machtgier.

Lothar Mayring

Auch der Bundespräsident und die über ihn berichtenden Journalisten müssen endlich begreifen, dass man sich mit den hier vorbringbaren Argumenten nicht entschuldigen, d.h. selbst von Schuld befreien kann. Das wäre ja einfach. Man kann nur andere bitten, entweder um Entschuldigung oder etwas zu entschuldigen.

Manfred W.H. Kuhlmann

Heute bei Wulff ist es sein Pressesprecher, gestern bei Guttenberg war es dessen Staatssekretär. Wie sich doch die Bilder gleichen – hoffentlich auch im Ergebnis! Es wirft jedenfalls kein gutes Bild auf die politischen Amtsträger und deren politischen Anstand, wenn aus politischen Kalkül und wider besseren Wissens einem Amtsträger bis zum selbst verantworteten Rücktritt „vollstes Vertrauen“ (Merkel) geschenkt wird oder die Diskussion beendet werden solle, weil sie das „Amt beschädigen“ würde (Schäuble). Nicht die „Diskussion“ beschädigen das Amt, sondern die Winkelzüge seines Inhabers, Worthülsen und große Worte über die bisher geleistete Arbeit und Versprechen für die Zukunft – alles mit Rückendeckung der ’politischen Freunde’ selbstverständlich, bis zum bitteren Ende des Amtsträgers, aber nicht des Ansehens seines Amtes: siehe „KTG“.

Ulrich Reppenhagen

Wulffs bisherige Reaktionen und sein Statement zeigen das Bild eines intellektuell überforderten Präsidenten. Allein die Sprache: Welcher Bürokrat hat ihm die Rede eigentlich aufgeschrieben, die er da ohne ersichtliche innere Anteilnahme ablesen durfte? Das war Mittelmaß und entsprach seiner bisherigen Amtsführung. Für einen Rücktritt, den die Opposition ja anstrebt ohne es deutlich auszusprechen, reicht es bis heute aber keineswegs. Es sei denn, Wulff legt – was nicht zu erwarten ist – an sein eigenes Tun strengste Maßstäbe an und tritt freiwillig zurück. Falls nicht noch weitere moralische Verfehlungen hinzu kommen, sollte man diesem Präsidenten deshalb eine zweite Chance geben und ihn zumindest bis zum Ende seiner ersten Amtsperiode ertragen. Mehr kann man unserem Land aber wirklich nicht zumuten.

Karl-Heinz Schröder

Dieser "Präsident" wird uns wohl noch einige Zeit erhalten bleiben - wenn er nicht das Handtuch wirft. Seine "Erklärungen" von gestern hätte er sich sparen können, war doch schon bekannt, was Der SPIEGEL in der jetzt anstehenden Ausgabe über seinen Fall bringen würde. Um ein paar Tage verschoben, hätte er die erneute Enthüllung gleich mit erledigen können. Bei dem Wort "Entschuldigung" aus seinem Munde wird klar wie weit die Verluderung der deutschen Sprache vorangeschritten ist. Aus der Bitte, eine Verfehlung entschuldigen zu wollen, wurde die sinnleere, aktive Entschuldigung des Täters. So als ob man sich selbst von einer Verfehlung lossprechen, sich also selbst Absolution erteilen könnte. Das ist absurd. Ich bin weiter gespannt wie die Wulff-Krise noch ausgeht. Ob er Präsident bleibt, ist noch gar nicht sicher. Dafür ist der Amtsträger zu dünnhäutig !

Klaus Mathies

Experten haben bei den Baukrediten an Wulff einen Vorteil von bis zu 150.000 Euro errechnet. Es wird mal wieder mit zweierlei Maß gemessen. Die Männer der Stadtreinigung dürfen nur 10 Euro Weihnachtsgeld annehmen. Es geht bei Wullf aber nicht nur um die Vergünstigung eines Darlehens, sondern auch um die Vergünstigung bei Flugreisen und um die kostenlosen Unterbringungen "bei Freunden". Auch über die Kosten für die Werbeanzeige für sein Buch in Höhe von über 40.000 Euro will er nichts gewußt haben. Für wie dämlich häft er die Bürger eigentlich? Er sollte nicht zurücktreten. Es sollte entlassen werden! (Ohne die 200.000 Euro lebenslängliche Rente für diese kurze Amtszeit, für die er nicht einen Cent selbst eingezahlt hat und der Durchschnittsrentner nach 40 Jahren Beitragszahlung etwa 1/10 erhält).

Heinz-Peter Vollmer

Wulff und kein Ende. Die Kampagne gegen den Bundespräsidenten begann schon vor Monaten. Damals war es der Skandal um seine Teilnahme an einer Feier des Finanzjongleurs Maschmeyer. Dies noch als Ministerpräsident in Hannover. Der „Skandal“ war schlagartig vom Tisch, als bekannt wurde, dass auch der ehem. Bundeskanzler Schröder (SPD) mit Gattin bei Maschmeyer ein- und ausging und gut Freund mit ihm ist. Nun war es kein Skandal mehr. Frage: Warum ist der Besuch eines CDU-Politikers ein Skandal, der eines SPD-Politikers aber nicht? Dabei hätten unsere politischen Saubermänner gerade in diesem Zusammenhang die Frage stellen müssen, wie viele Millionen von den von Schröder aus der Bundeskasse an die Großfinanz verschenkten Milliarden (nicht nur einmalig, seitdem jedes Jahr!) wohl auch in die Kasse seines Freundes und Millionärs Maschmeyer gelangt sind. Bei einem CDU-Kanzler wäre diese Frage mit Sicherheit aufgeworfen worden und hätte lange Zeit die Schlagzeilen bestimmt. Würden die heute an Wulff gestellten Maßstäbe für Politiker aller Parteien gelten, dann hätte z.B. Johannes Rau nie Bundespräsident werden können und dürfen. Im „System Rau“ wurden sogar seine privaten Geburtstagsfeiern von der Westdeutschen Landesbank unter seinem Freund Neuber bezahlt. Die Flüge der Regierung Rau wurden von einer kleinen privaten Fluggesellschaft (auch ein Freund Raus) durchgeführt und von der WestLB anstandslos bezahlt. Auch die ganzen privaten (Aus-) Flüge der Regierungsmitglieder, auch von Rau, gehörten dazu. Das galt auch bei weit überhöhten Rechnungen bzw. bei Rechnungen für gar nicht erbrachte Leistungen so. Die WestLB unter Neuber bezahlte alles. Mit Sicherheit ist die Differenz zwischen tatsächlich erbrachten Flug-Leistungen und den überhöhten Rechnungen nicht in den Taschen des Piloten sondern in den Kassen der nordrhein-westfälischen SPD gelandet. Das war Vorteilsnahme und illegale Parteienfinanzierung pur. Soweit nur zwei von vielen Fällen aus dem „System Rau“. Unsere gesamte sonst permanent trommelnde linke Propaganda hat dazu komplett geschwiegen. Warum? Dagegen fällt ein korrekt abgewickeltes, verzinstes und bezahltes Privatdarlehen im Vergleich zu den o.g. Millionenbeträgen höchstens unter die Rubrik Peanuts und wird trotzdem zu einem riesigen Politikum aufgebauscht. Jetzt sind Urlaubsreisen dran. Aufklärung wird verlangt. Warum nur von Wulff? Warum nicht Offenlegung von Politikern aller Parteien, wann, wo und wie lange sie bei welchen Freunden aus Wirtschaft und Politik sie in den letzten zehn Jahren ihren Urlaub verbracht haben? Die Liste wird sehr lang werden. Ich warte. Wenn dann auch dieses Thema abgehandelt ist, dann kommen bestimmt Einladungen zum Mittagessen dran. Wer, wann, wo, von wem? Die ganze Kampagne richtet sich einzig und allein gegen einen verhassten - weil nicht von einer linken Partei gestellten - Bundespräsidenten. Mehr nicht.

Michael Kerner

Arbeitnehmer wissen, dass bereits geringe Zuwendungen/Vergünstigungen als Ausfluss eines Dienstverhältnisses lohn-/einkommensteuerliche Folgen haben. Für einen Bundespräsidenten als Begünstigten gilt im Grundsatz nichts anderes. Zu fragen ist deshalb, ob in seinem Fall auch immer die richtigen einkommensteuerlichen Konsequenzen gezogen wurden. Herr Maschmeyer, der angabegemäß die Kosten einer Werbeaktion für Herrn Wulff ohne dessen Wissen übernahm, könnte an einer Steuerverkürzung mitgewirkt haben, wenn die Versteuerung der Zuwendung bei Herrn Wulff unterblieb. Davon ist nach bisherigen Verlautbarungen auszugehen (angebliche Ahnungslosigkeit des Bundespräsidenten von der Vorteilsgewährung). Selbst die Kostenübernahme aus versteuertem Einkommen/Vermögen Maschmeyers befreit nicht von der Steuerpflicht beim Begünstigten. Zu prüfen bliebe insofern, ob eine Herrn Wulff ersparte Einkommensteuer zusätzlich von Herrn Maschmeyer getragen wurde. Wenn nicht, schützt bekanntlich Unwissenheit nicht vor Strafe.

Udo Lück

Nun hat unser Bundespräsident buchstäblich in letzter Minute doch noch die Kurve gekriegt und sich endlich persönlich zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen geäußert statt dies nur seinen Anwälten zu überlassen. Leider hat er das viel zu spät getan; ob das nun in der Verantwortung des entlassenen Sprechers lag oder nicht ist sekundär, Herr Wulff hätte hier persönlich viel früher die Initiative ergreifen müssen. Man kann nur hoffen, dass nicht noch mehr Ungereimtheiten zu Tage treten und endlich Ruhe einkehrt, auch die Medien sollten hierzu beitragen und sich Themen zuwenden, die wirklich wichtig sind - das Thema Bundespräsident ist durch.

Helmut Jung

Ich finde es unerträglich wie sich unser Bundespräsident aus seinen Amigoaffären herauswindet, um sich immer weiter zu verstricken. In Hamburg wie man liest ist jedes 5. Kind von Armut bedroht; dagegen verschafft sich Herr Wulff dank seines hochrangigen Amtes finanzielle und andere Vorteile, die keinem Normalbürger zuteil kommen werden würde. Eine Schande ist das für jemanden der den Deutschen und vor allem der Jugend als ein Vorbild gelten sollte. Auch eine öffentliche Entschuldigung kann das nicht versöhnen. Ein Mann seines Amtes verdient doch wirklich genug Geld und hat es nicht nötig, sich auf einem Niveau zu bewegen, das wir aus anderen Ländern der EU zu genüge kennen, wo sich zuerst die Politiker die Taschen voll stopfen, bevor sie an das gemeine Volk denken. Man darf nicht locker lassen, die ganze Wahrheit ans Licht zu holen. Wie heißt es sprichwörtlich: Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen! Das sollten sich einige Politiker bzw. hochrangige Persönlickeiten zu Herzen nehmen. Es ist Zeit, Herr Wulff, freiwillig zurück zu treten!

Burger Diederichs

Am kommenden Sonntag möchte ich vom Bundespräsidenten seine Gedanken und Anregungen in seiner Rede zum deutschen Volk hören und kein Geständnis von Herrn Wulff über ein vor Jahren geschehenes Fehlverhalten des ehemaligen Ministerpräsidenten von Niedersachsen. Jeder Mensch macht Fehler und erst recht wenn ihm dazu die Möglichkeit geboten wird. Wenn man den Arbeitsverlauf von Ministern Senatoren und Staaträten aller Fraktionen, nur um einige zu nennen, durchleuchten würde, kämen so viele Fehlverhalten ans Tageslicht, daß man glauben könnte im Orient zu leben. Nur der Papst darf sich unfehlbar nennen, aber um himmelswillen kein Politiker und schon garnicht die Journalie, was in der Vergangenheit immer wieder publik geworden ist. Nur die Dummen lassen sich halt erwischen weil sie glauben richtig nach dem Motto gehandelt zu haben " Eine Hand wäscht die Andere und beide das Gesicht" .

Gotthard Kalkbrenner

Wenn ein Urlaub bei "Freunden" gegen lau keine Vorteilsnahme ist, was denn? Dachte Herr Wulff etwa, er habe eine Teflonbeschichtung, an der nichts hängen bleibt? Wenn es aber in den Parteien normal ist, solche Einladungen anzunehmen, dann ist es natürlich etwas ganz anderes. Gleichzeitig werden die Müllmänner beinahe verfolgt, wenn sie sich einen kleinen Obolus zukommen lassen. Merke: Der Fisch stinkt vom Kopf her und in diesem Land stinkt es zum Himmel!

Bruno Mattern

Hört endlich auf mit der Hatz auf einen Sympathieträger, der viel arbeitet und ein gutes Ansehehen für Deutschland erarbeitet hat. Die Geiz-ist-geil Mentalität in unserem Land ist weit verbreitet, jeder sucht oft nur seinen Vorteil. Wenn er diesen legal erhält, ohne gegen Gesetze verstossen zu haben, muß Minister oder "kleiner Mann" das dürfen ( ob es immer gut ist, ist eine andere Frage ), ohne daß noch Jahre danach recherchiert wird,ob nicht irgendwo ein Haken daran zu finden ist. Selbst FDP Mitglied bin ich entsetzt, daß sich jetzt Parteimitglieder dem Modetrend - "haut den Wulff" anschließen. Als wenn wir nicht genug eigene Sorgen hätten. Frohe Weihnachten Herr Bunderpräsident, ich hoffe, Sie sind dies auch noch im neuen Jahr.

Brigitte Schrammeck

Im Fall Wulf sollten die Medien einmal über ihre Berichterstattung nachdenken. Wenn heute im Hamburger Abendblatt über Weihnachtszuwendungen für die Müllwerker berichtet wird und über die steuerlichen Konsequenzen des Jubiläums der Lehrerin, so zielt dies in der augenblicklichen Situation eindeutig auf das Verhalten des Bundespräsidenten. Herr Wulf ist sicher reichlich unsensibel mit der Annahme von Vergünstigungen umgegangen, und es sollte geklärt werden, in welche Abhängigkeit er sich dadurch begeben hat. Die Medien waren aber sicher auch für den Rücktritt des vorherigen Bundespräsidenten maßgeblich verantwortlich. Der sensiblere und sicher integre Horst Köhler war nicht so robust wie Politiker, um unqualifizierten Angriffen zu widerstehen.

Rainer Beckmann

Wie entsteht Politikverdrossenheit? Müllmänner müssen Trinkgelder melden! Bundes- und Ex-Ministerpräsident Wulff nicht. Mehr gibt's dazu nicht zu sagen...

Willi Ulbrich

Mir kommen die Tränen. Jetzt soll die Elite, aus Politikern, Bankern, Industriellen usw. auch noch Moral vorleben, dass ist nun wirklich zuviel verlangt. Das Volk hat die Pflicht, den hehren Worten der Politiker von Anstand sozialen Gewissen und Gleichheit für alle zu glauben, sowie danach zu leben. Nach der Wahl, wenn erstrebte Ziele erreicht sind, ist das Gesagte in der Regel Makulatur. Dann gibt es nur noch die Kassiererin 1,3o Pfandgeld genommen, „Kündigung“. Der Angestellte der sein Handy auf Firmenkosten auflädt , “Kündigung“. Politiker haben mal Affären, aber doch kaum Skandale, da muss man schon im Ausland suchen, Berlusconi und so weiter, aber bei uns doch nicht!!!!!

Wilfrid Warncke

Christian Wulff war sich der Brisanz seines Kreditgeschäfts bewusst, sonst hätte er es wohl kaum über die Frau des Unternehmers Geerken abgewickelt. Sein durchsichtiges Täuschungsmanöver fliegt dem vermeintlichen Saubermann der deutschen Politik nun als Bumerang um die Ohren. Er hat seinen Beitrag zum Werteverfall geleistet und das Amt des Bundespräsidenten beschädigt. Trotzdem dürfen nicht alle Politiker über einen Kamm geschoren werden. Es gibt viele, die sich bescheiden und aufopferungsvoll in den aufreibenden Dienst für unser Land gestellt haben.

Margrit Ruppenstein

Ich fürchte, wie schon bei Guttenberg erfolgt gerade eine Täter/Opfer Wandlung. Sicherlich findet zwecks Quoten- und Auflagensteigerung eine gewisse Skandalisierung stat. Aber die Grundlage dafür liefert erst das Fehlverhalten der Kritisierten. Genau so herum wird ein Schuh daraus. Nicht das Volk oder die Medien liefern die Ursache für den Skandal, sondern die, die sich falsch verhalten haben. Dem Volk oder der Presse Mitverantwortung dafür zu geben, daß daraus Politikverdrossenheit wird, halte ich für eine Fehleinschätzung, die den Kritisierten Vorschub leistet und sie aus der Verantwortung entläßt.

Andreas Kaluzny

Es ist ein Skandal, dass CDU/CSU ein sofortiges Ende der Diskussion fordern, damit das Amt des Bundespräsidenten nicht beschädigt werde. Wenn das Amt des Bundespräsidenten beschädigt wird, dann ist es nicht die Diskussion, sondern Wulffs Raffgier, denn er nahm als Ministerpräsident alles mit, was er mitnehmen konnte, und verstieß - zumindest in Sachen Hauskredit mit Miniverzinsung und ohne Sicherheiten - damit gegen das Niedersächsische Ministergesetz, beging also Rechtsbruch. Wulff wäre 2010 mit Sicherheit nicht zum Bundespräsidenten gewählt worden, wenn diese Sachlage bereits damals publik gewesen wäre. Er hat sich sein Amt quasi erschlichen und daher keinerlei Anspruch darauf, es weiterhin zu bekleiden. Jeder kleine Beamte würde bei ähnlichem Verhalten disziplinarrechtlich belangt werden.

Ulrich Weiß

Wann gestehen diese Jungspunde (Wulff, Guttemberg) endlich eine Schuld ein? Unrechtsbewusstsein ist fuer diese Leute ein Fremdwort. Moral gleich Null, Vielleicht sollten sie mal Herrn Spaeth fragen, der fuer viel weniger zurueckgetreten ist! Aber Frau Merkel kann einen Ruecktritt derzeit nicht brauchen, das ist der eigentliche Grund!

Hartmut Biebau

Herr Wulff beschädigt das Amt des Bundespräsidenten fortgesetzt. Nicht seine Kritiker, wie die Regierungsparteien Glauben machen wollen, er selbst hat es durch seine Nähe zu Unternehmern, den Privatkredit sowie kostenfreiem Urlaub bei reichen Gönnern in Misskredit gebracht. Dazu kommt sein Umgang mit der Wahrheit nach dem Motto, immer nur das zugeben zu lassen, was nicht mehr verheimlicht werden kann. Am Ende ist es die unerträgliche, Borniertheit und die daraus resultierende Verachtung des Bürgers, die ihn scheitern lässt.

Joachim Sassen

Wie soll man verzeihen , wo keiner um Verzeihung bittet und auch nicht einen Hauch von Unrechtsbewußtsein erkennen läßt? Die eingeheimsten Wohltaten des Bundespräsidenten finde ich weniger schlimm als wie - nicht nur von ihm - damit umgegangen wird , ( ganz furchtbar z.B. H.Altmeier von der CDU bei Jauch ) ; das Ganze erinnert verd... an das Procedere im Fall Guttenberg. Richtig traurig bin ich , wenn ich mir die leider nicht gehaltenen Reden von Joachim Gauck vorstelle , was für ein Jammer , daß dieser nicht unser Bundespräsident wurde !

Diane Kowalske

"Hängt den Präsidenten", schreien seine Widersacher. Warum? Heißt es doch schon in der Bibel bei Johannes 8,7: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“ Zwar bezieht sich dieser Ausspruch auf Ehebruch, aber er lässt sich in alle Lebensbereiche übertragen. Leider ist in unserer Gesellschaft das Gefühl für „das tut man nicht „ verloren gegangen. Jeder gegen jeden. Schade.

Ortraud Meißner-Almer

Es ist wie immer wieder so: Wasser predigen und selbst Wein saufen. Herr Wulff sollte sich schämen. Geguttenbergt wurde und wird schon genug. Herr Präsident: Schämen und zurücktreten: "Besser die Wahrheit", oder?

Norbert Jürgens

Mittel der Politik ist es, den politischen Gegner bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu diskreditieren und gegebenenfalls auch zu diffamieren. Das lenkt wunderbar von den eigentlichen Problemen ab, für die die politische Führung keine Lösungen hat. Und die Verantwortlichen nehmen mal wieder nicht wahr, dass sich genau aus diesem Grund die Menschen von der Politik abwenden.

Klaus Bastian

Ich bin der Meinung, dass das deutsche Volk von seinem ersten Mann im Staate, der eigentlich allen ein Vorbild sein sollte, mehr erwarten kann als Verlautbarungen durch seine Rechtsanwälte über die diversen Ungereimtheiten der vergangenen Jahre. Herr Wulff sollte unbedingt noch vor Weihnachten seinen Teil zur Aufklärung beitragen und sich nicht weiter scheuen, eine persönliche Erklärung abzugeben - nur so ist er als Präsident noch zu halten, ein weiteres Taktieren führt zu nichts und ist kontraproduktiv. Die beste Gelegenheit dazu bietet sich ihm jetzt bei seiner Weihnachtsansprache, man kann nur hoffen, dass er diese wahrscheinlich letzte Chance für eine persönliche Erklärung an das Volk nutzt, ansonsten bleibt ihm wahrscheinlich nur noch der Rücktritt. Zurückschauend muss man leider feststellen, dass für die Person des Bundespräsidenten bei der Wahl durch die Bundesversammlung im Jahr 2010 der integere Kandidat Gauck sicher die bessere Wahl gewesen wäre.

Helmut Jung

Das, was die Presse in diesen Tagen über Herrn Wulff verbreitet, interessiert mich nicht und wahrscheinlich außer einigen Journalisten, keinen Menschen. Ich gehöre zu der von Ihnen gern zitierten Öffentlichkeit, und ich versichere Ihnen, Deutschland hat ganz andere Probleme als die Hütte von Herrn Wulff. Wir sollten froh sein, dass er den Job macht. Wieso versauen Sie ihm die Lust an seiner Arbeit, an Weihnachten und am Leben?

Klaus Lienert

Ich hätte da mal einen Vorschlag. Herr Wulff lädt ja gerne Menschen ein, die von Schicksal nicht verwöhnt wurden. Siehe die Terroropfer, das ist auch völlig ok. Wie wäre es, wenn Herr Wulff einmal diejenigen Leute einladen würde, die durch den AWD also durch seinen Freund Maschmeyer um viel Geld betrogen wurden. Da kann man nur sagen: Zeige mir deine Freunde, und ich sage dir, wer du bist. Panorama sollte diesbezügliche Sendengen wiederholen.

Karin Rößle

Flugreisen/erwischt ! -Hypothekendarlehen/erwischt ! -Kostenlose Luxusurlaube/erwischt ! -Buchsponsoring/erwischt ! "Seeligsprechung" durch die Kanzlerin bemerkenswert... Themen seiner Weihnachtsansprache : "Wer sich engagiert, bekommt viel zurück"... "ich gehöre dazu,i ch werde gebraucht"... -ein Schelm, wer Böses dabei denkt :)... -bin mal sehr gespannt, ob diese "Christianisierung" zu Weihnachten gesendet wird und Gehör findet.

Claus-Jürgen Bülck

Der ehemalige Ministerpräsident Christian Wulf hat sich von Unternehmern abhängig gemacht und gegen das Ministergesetz des Landes verstoßen. Der verbilligte Zinssatz und die nicht notwendige Absicherung des Darlehens sind starke Indizien dafür. Die "privaten" Zusammenhänge sind nicht sehr glaubwürdig, zumal es sich ja nicht nur um eine unternehmerische Persönlichkeit handelt, die ihm "gefällig" war. Wieso sonst die bezahlte Werbekampagne von Herrn Maschmeyer und die Urlaubsunterbringungen in Eigentum weiterer Unternehmer. Ein Bundespräsident muss Vorbild für alle Bürger/Bürgerinnen unseres Landes sein. Diese Vorbildfunktion kann der derzeitige erste Mann im Staate nicht mehr leisten. Deswegen muss er zurücktreten, auch wenn es der Regierungschefin und auch der Opposition gegenwärtig aus unterschiedlichen Gründen gar nicht passt. Dieses Amt darf nur von einer integren und unabhängigen Persönlichkeit bekleidet werden. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, es gibt eine Reihe von Frauen und Männer in unserer Gesellschaft, die dafür in Frage kommen. Die Parteien sollten gemeinsam verabreden, dass Politiker für das Amt des Präsidenten zukünftig nicht mehr gewählt werden.

Günter Steffen

Der große Vaclav Havel ist tot, und wir haben Christian Wulff. Trauer muss Deutschland tragen!

Peter Goebel

Hallo, mir kommt die "Galle" hoch, ob der vielen Lügereien von Wulff und Maschmeyer. Maschmeier mit AWD hat viele Leute um ihr Geld betrogen! Wieso wird das nicht mal aufgeklärt? Die Senndung Panorama hat mehrfach darüber berichtet. Wer steckt hinter diesen Leuten, warum werden sie geschützt? In unserm Land lügen die Poliker, das erlebt man immer wieder. Wie war es damals mit Barschel? "Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, ich schwöre!!!" Haha, das war so dick dick gelogen, ist das nicht peinlich? Da soll man noch wählen? Und bei Wulff zu sagen, jeder macht mal "einen" Fehler, ja, aber nicht unser Oberhaupt des Staates! Mir wird schlecht, ob dieser Moral.

Hella Langosch

User Name: Hella LangoschWir Deutschen sollten nicht einen Bundespräsidenten haben, der so ist wie wir. Der sollte schon selber wissen: dieses und jenes tut man nicht. Der sollte sich anderer Leute Urteil verbitten: was er gemacht hat, sei nicht schlimm. Und wenn diese Leute Bundeskanzlerin und Parteivorsitzende sind, wird es nicht besser – im Gegenteil. Zu ihrem Nutzen erst beschädigen sie mit ihrem Persilschein das Amt, das zu schützen sie vorgeben. Und: Weihnachtsansprache von Seehofer statt Wulff – na und?

Claus Jahncke

Diese positive Reaktion auf erzwungene Offenheit wirkt doch befremdlich. Was gilt denn für Beamte und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes mind. in Niedersachsen? Welche Geschenke dürfen angenommen werden, welche sind denn da unanständig, was muß berichtet und genehmigt werden. Ich kann mich an Beamte erinnern, die schon beim Gratiskaffee nachdenklich wurden. Haben wir hier unterschiedliche Gesetze oder Maßstäbe?

Jürgen Lütgens

Hoffentlich erklärt jemand unserem Bundespräsidenten möglichst bald den Kategorischen Imperativ von Kant in der Universalisierungsformel: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Nur dann nimmt das Ansehen unseres Ersten Mannes im Staat nicht noch mehr Schaden.

Dieter Reinharz

Wahre (Männer-) Freundschaft zeigt sich, wenn man dem andern hilft und es ihm obendrein verschweigt: Herr Maschmeyer hat es wieder einmal vorgemacht, indem er mal eben mit 42.731,71 Euro aus seinem Privatvermögen eine Werbekampagne für ein Buch und den anstehenden Wahlkampf seines Freundes Wulff selbstlos unterstützte, auch noch ohne die Spende (im Interesse des Steuerzahlers selbstredend) steuerlich geltend zu machen. Sehr nobel! Wie schön, dass Herr Wulff auch in Frau Merkel eine Freundin hat, die ihm (und uns) bestätigt, dass der Freund eine „hervorragende Arbeit“ mache und ansonsten ihr „vollstes (!) Vertrauen“ habe. Wie lange noch?, fragt sich indes der irritierte Bürger.

Ulrich Reppenhagen

Christian Wulff ist ein zweiter Heinrich Lübke. Er ist nett und bemüht sich, aber es fehlt ihm das Format zum Bundespräsidenten. Lübke war im Gegensatz zu Wulff honorig, ein hochanständiger Mensch ohne Fehl und Tadel. Hätte sich doch Wulff an dan Titel seines Buches gehalten "Besser die Wahrheit". Nun will er nicht einmal bemerkt haben, dass für sein Buch in Zeitungen und Magazinen geworben wurde. Die Werbung aber nicht von ihm bezahlt wurde. Frau Gehrkens hat ihm einen Kredit gegeben, aber dass die Verhandlungen von Herrn Gehrkens geführt wurden, hat er auch nicht bemerkt. Wahrheit sieht anders aus, darüber sollte er noch einmal nachdenken.

Horst Zeck

Ich bin der Meinung, dass das deutsche Volk von seinem ersten Mann im Staate, der eigentlich allen ein Vorbild sein sollte, mehr erwarten kann als Verlautbarungen durch seine Rechtsanwälte über die diversen Ungereimtheiten der vergangenen Jahre. Herr Wulff sollte unbedingt noch vor Weihnachten seinen Teil zur Aufklärung beitragen und sich nicht weiter scheuen eine persönliche Erklärung abzugeben - nur so ist er als Präsident noch zu halten, ein weiteres Taktieren führt zu nichts und ist kontraproduktiv. Zurückschauend muss man leider feststellen, dass für die Person des Bundespräsidenten bei der Wahl durch die Bundesversammlung im Jahr 2010 der integere Kandidat Gauck sicher die bessere Wahl gewesen wäre.

Helmut Jung

Nun reicht es mit der unsäglichen Hexenjagd auf den Bundespräsidenten durch Presse und Opposition. Haben wir keine anderen Sorgen? Gibt es keine Gefahr von rechts, ist der Euro gerettet, dind die Haushalte unserer Repulik und anderer Staaten in Ordnung? Ich habe langsam das Gefühl, es geht der Opposition nicht mehr um "Recht", sondern um Rache für die Nichtwahl ihres Kandidaten Gauck. Und USA-Verhältnisse der Durchleuchtung eines Menschen bis in die Jugendzeit wünsche ich mir nicht.

Dr. Jürgen Koch

Wegen seiner Kreditangelegenheit mag er sich nochmals retten können, obgleich auch ich der Meinung bin, das es sich mit den Vereinbarungen eines Ministerpräsidenten nicht deckt. Er war in der Vergangenheit für mich immer ein "Saubermannpolitiker". Aber jetzt, wo auch noch der AWD- Boss Maschmeyer über 40 Tausend Euro für Wulfs- Anzeige ausgegeben hat, und Herr Wulf davon angeblich nichts wusste, reicht es. Für wie dumm wird das Volk eigentlich gehalten? Damit das Amt nicht noch mehr beschädigt wird, wäre eine Entschuldigung und ein aufrechter Abgang die Rettung seines Ansehens.

Walter Lutz

Egal was Herr Wulff noch von sich gibt, seine Glaubwürdigkeit hat er verspielt. Deshalb muss er sofort zurücktreten. Schlimm ist nur, dass er dann bis an sein Lebensende 200.000,00 € einschließlich Dienstwagen kassiert. Es ist unerträglich, wenn dieser Mann auch noch in diesem Jahr die Weihnachtsansprache halten sollte. Jeder anständige Bürger sollte dann sofort den Fernseher abschalten. Die Unterstützung seitens der Kanzlerin zeigt, dass diese auch keinen Charakter hat.

H.W.Peters

Die guten alten Sprichwörter sollte man zu Rate ziehen: Jeder kehre vor seiner eigenen Tür oder gar biblisch: Den Splitter im Auge des Anderen sehen, den eigenen Balken aber übersehn. Wo waren die Moralapostel denn, als Herr Wulf, da war er noch nicht Präsident, reiste und baute? Da war großes Schweigen! Warum jetzt? Müssen wir jetzt schon Winterlöcher in den Zeitungen stopfen?

Hilde Fischer

Das Verhalten von Herrn Wulf empfinde ich als unanständig und dem Amt in keiner Weise angemessen. Nicht nur die Stellung des Bundespräsidenten verlangt Respekt. Auch der Amtsinhaber hat dem Amt gegenüber Respekt zu zeigen! Eben diesen vermisse ich. Wie kann es sein, dass es drei Tage dauert, bis sich Herr Wulf bequemt, zu dem Darlehns-Vorwurf überhaupt etwas zu sagen? Warum muss der frühere Ministerpräsident sechsmal unbedingt bei reichen Unternehmer-Gönnern Urlauben? Der Gipfel ist aus meiner Sicht, dass Herr Wulf schon als Bundespräsident auch noch die Mallorca-Villa eines der größten Drücker und Abzocker in der Republik, Herrn Maschmeyer, für entspannten Urlaub nutzt. Das alles nur als „Staub aufwirbeln“ zu bezeichnen ist dann schon sehr dreist. Es beweist, wie wenig Charakter und Sensibilität Herr Wulf als Inhaber des höchsten Staatsamtes zeigt. Sein Rücktritt ist überfällig.

Volker Deising

Sitten und Gebräuche haben sich seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland leider auch in der Politik geändert, erklärt Altbundespräsident Scheel in diesen Tagen mit Bedauern. Was folgt daraus? Resignation mitnichten, wie das öffentliche Echo zeigt. Politiker haben sich wie alle nach Gesetzen zu richten. Und nicht nur das. Das Stoppschild für sie ist schon weit vor der gesetzlichen Barriere aufgestellt; wird aber in den letzten Jahren leider zu häufig überfahren. Ich vermute, dieses meint Walter Scheel. Gesetze sichern nur Minimalstandards des Funktionierens einer Gesellschaft. Mit einem "Erlaubt ist alles, was nicht verboten ist" gelingt das nicht. Ein freiheitlicher, nicht überregulierter Staat verlangt von den Eliten einen gehörigen Abstand zu Verbotsschwellen. Dies zu beachten, fiel wohl früher leichter. Ich erinnere mich aus Jahren meiner politischen Tätigkeit, dass ein Hamburger Parlamentarier in den 70er Jahren einen Kredit zum Hausbau in Höhe von 100.000 DM zu einem bevorzugten Zinssatz aus seiner Vorstandstätigkeit bei einer Kreditanstalt zugesprochen bekam. Der Vorgang entsprach völlig den Regeln des Unternehmens. Dennoch war der öffentliche Ärger groß. Ein derartig ausgestatteter Kredit sei bei einem Politiker keine Privatsache und am Ende stand der Verzicht. Heute erzeugt die zunehmende Schizophrenie, die Teilung der Person zwischen Amt und Privatem, dieses Gewürge bei der Rechtfertigung und mündet in juristische Haarspaltereien. Walter Scheel erinnert sich offenkundig an Zeiten, in denen das Amtsverständnis von Politikern das Privatleben umfasste und ihnen eben nicht alles wie "Normalbürgern" erlaubt war. Diese Ethik ließ sie schon gehörigen Abstand zu Gesetzesschranken halten. Da muss man wieder hin. Und wer sich als Politiker diesem Ehrenkodex nicht unterwirft, ist daran zu erinnern, dass er freiwillig in die Politik gegangen ist. Und da hilft auch kein Ablass wegen einer vermeintlichen Unterbezahlung im Vergleich zur Wirtschaft.

Peter Schmidt

Gott sei Dank bezeichnet zum ersten Mal eine Zeitung die Kreditgeberin als Frau Geehrkens und nicht mit dem Journalistengeschwurbel „Unternehmer Gattin“ wie selbst in der Tagesschau hoch gesprecht. Gattinnen haben auch keine Tattoos oder Intimpiercing. Und wer noch nie eine Scheidung erlebt hat und Kontenauseinandersetzungen im Vermögensbereich, der spricht von Strohfrau oder nur formell vom Konto der Gattin. Und wenn jemand, der nicht präzise fragen kann, dann auch noch nachlegt und kundtut, es käme nur auf den dahinter stehenden wirtschaftlich Berechtigten an, dies sei im Gesetz zur Geldwäsche geregelt, so kann man nur sagen, dass im Moment wohl jeder, ob Privatperson oder Politiker alles raus lässt, nur um in die Schlagzeilen zu kommen. Grotesk! Grün vor Neid.

H. Bartels

Für mich reduziert sich die Affäre um Christian Wulff auf die Frage: Darf ein Minister- oder Bundespräsident keine Freunde haben? Freundschaft beruht in erster Linie auf Zuneigung, Vertrauen und Wertschätzung und zielt nicht auf das mögliche Erlangen von Vorteilen. Wer hat nicht schon mal Freunden mit einem Kredit geholfen und dies vielleicht sogar zinslos. Oder bei Freunden Urlaub gemacht, ohne etwas zu bezahlen? Ich schon öfter und meine Freunde und ich sind glücklich darüber!

Klaus Bastian

Die Diskussion über unseren ersten Mann im Staate, Herrn Christian Wulff, ist notwendig. Wer ein Amt antritt, welches staatsmännisches Verhalten und Glaubwürdigkeit verlangt muss diese Diskussion tolerieren und seine Konsequenzen daraus ziehen. Ein Politiker in einer Demokratie wie die unsere, der Jahrzehnte lang diesen Job macht und lange Zeit Ministerpräsident von Niedersachsen war, muss wissen, dass Urlaubsreisen und Privatkredite in so einem Amt, tabu sein müssen, unabhängig von Richtlinien und Gesetze. Ein Mann der an den Schalthebeln der Macht in einem Bundesland sitzt, ist mit Sicherheit bei mehreren Lobbyisten im Visier, um bei Ihm positiv aufzufallen. Ein Unternehmer, der nicht einen Vorteil für seine Firma bei einem einflussreichen Politiker sucht, ist kein Unternehmer. Was spricht bei einem Ministerpräsidenten gegen Urlaubsreisen mit befreundeten Geschäftsleuten, wenn er seine Reise selber bezahlt? Die Bezüge unserer Herrn Politiker sind doch nicht so gering, dass sie die Urlaubsreisen finanziert haben müssen und die Hypotheken für ein Haus, statt von einer Bank, von einer Privatperson, allerdings bei 500.000,- €, ist es kein kleines Einfamilienhaus.

Fritz Timm

Alt-Bundespräsident sorgt sich um das Ansehen des höchsten Staatsamtes Sitten und Gebräuche haben sich seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland leider auch in der Politik geändert, erklärt Altbundespräsident Scheel mit Bedauern. Was folgt daraus? Resignation mitnichten, wie das öffentliche Echo zeigt. Politiker haben sich wie alle nach Gesetzen zu richten. Und nicht nur das. Das Stoppschild für sie ist schon weit vor der gesetzlichen Barriere aufgestellt, wird in den letzten Jahren leider zu häufig überfahren. Das meint wohl Scheel. Gesetze sichern nur Minimalstandards des Funktionierens einer Gesellschaft. Mit einem "Erlaubt ist alles, was nicht verboten ist" gelingt das nicht. Ein freiheitlicher, nicht überregulierter Staat verlangt von den Eliten einen gehörigen Abstand zu Verbotsschwellen. Dies zu beachten, fiel wohl früher leichter. Ich erinnere mich aus Jahren meiner politischen Tätigkeit, dass ein Hamburger Parlamentarier in den 70er Jahren einen Kredit zum Hausbau zu einem bevorzugten Zinssatz in Höhe von 100.000 DM aus seiner Vorstandstätigkeit bei einer Kreditanstalt zugesprochen bekam. Der Vorgang entsprach völlig den damaligen Regeln des Unternehmens. Dennoch war der öffentliche Ärger groß. Ein derartig ausgestatteter Kredit sei bei einem Politiker keine Privatsache und am Ende stand der Verzicht. Heute erzeugt die zunehmende Schizophrenie , die Teilung der Person zwischen Amt und Privatem, dieses zu beobachtende Gewürge mit juristischen Haarspaltereien. Walter Scheel erinnert sich wohl an Zeiten, wo das Amtsverständnis von Politikern das Privatleben umfasste und ihnen eben nicht alles wie "Normalbürgern" erlaubt war. Diese Ethik ließ sie schon gehörigen Abstand zu Verbotsschranken halten. Da muss man wieder hin. Und wer sich als Politiker diesem Ehrenkodex nicht unterwirft, ist daran zu erinnern, dass er freiwillig in die Politik gegangen ist. Und da hilft auch kein Ablass wegen einer vermeintlichen Unterbezahlung im Vergleich zur Wirtschaft. Mit freundlichen Grüßen Peter Schmidt

Peter Schmidt

Es gibt ein altes deutsches Sprichwort: „Sage mir, mit wem Du gehst und ich sage Dir, wer Du bist!“ Herr Bundespräsident Wulff sollte sich schämen auf Kosten von getäuschten wenn nicht gar betrogenen Kleinanlegern Urlaub zu machen. Wie man den verschiedensten Medien, unter anderem dem Spiegel und dem NDR, entnehmen kann, verdiente der Gründer des Finanzdienstleisters AWD seine Millionen zum großen Teil durch die Abzocke von Kleinanlegern. Tausende Kleinanleger werfen AWD Falschberatung vor. Aktuell wird seit einigen Wochen durch die Wiener Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf betrügerische Falschberatung gegen AWD ermittelt. Auch wenn das Unternehmen selbst diese Vorwürfe zurückweist, zeigen die Berichterstattungen des NDRs und des Spiegels, dass so ein „Geschäftsmann“ nicht zum Freundeskreis eines Bundespräsidenten gehören sollte! Doch nicht nur Herr Wulff gehört zu den einflussreichen Freunden des Herrn Maschmeyers, sondern auch der Altkanzler Schröder hat offensichtlich sehr enge Beziehungen zum AWD-Gründer. So kaufte Maschmeyer Gerhard Schröder die Rechte dessen Memoiren ab und zahlte dafür eine Million Euro. Warum verkaufte Schröder nicht direkt an einen Verlag? Was verbindet also die 3 Niedersachsen Wulff, Maschmeyer und Schröder und welche Politiker profitieren noch vom Freundeskreis um Maschmeyer? Wird eventuell als Gegenleistung für die Freundschaftsdienste Einfluss auf die Ermittlungsarbeit der Staatsanwaltschaft genommen? Fest steht, dass Wulff zurücktreten sollte, da er das Amt des Bundespräsidenten ins Lächerliche zieht!

Gerd-R. Kaczenski

Alle Menschen sind gleich (anfällig.)? Zu hoffen ist, das ein altes Sprichwort stimmt: "Gier macht den Menschen allezeit arm, und die Fülle dieser Welt macht ihn nicht reich." besser: „Arm ist nicht der, der wenig hat, sondern der, der nicht genug bekommen kann.“ Es ist einfach nicht zu begreifen, dass eine Person mit dem Einkommen, sich selbst ein Urlaub auf Norderney noch sponsern lassen muss. Von Bank üblichen Kriterien spricht, obwohl es keinerlei Sicherheiten bedurfte! Scheinbar hat die politische Kaste inzwischen eigene Moralbegriffe kreiert, denn sie nehmen sich alle nichts! Einzig in der unterschiedlichen Händelung der Verfehlungen, andere mußten gehen, wegen Mißbrauch von Flugmeilen, aus der gleichen Partei wegen "Dienstwagen". Die politische Aufregung scheint andere, als moralische Aspekte zu haben.

h.stoss

Unser Staatsoberhaupt verhält sich wie fast alle unsere Politiker: Bei ans Licht gekommenen Unregelmäßigkeiten oder Verfehlungen wird eisern geschwiegen und erst, wenn die Öffentlichkeit eingebunden ist und es gar nicht mehr anders geht, wird mit der Wahrheit scheibchenweise herausgerückt. Herr Wulff sollte in seinem eigenen Interesse jetzt die Karten komplett auf den Tisch legen, sonst wird sein so genannter Freund Geerkens - ein schöner Freund, der einem schadet - sicher noch mehr via Spiegel offenlegen.

Helmut Jung

Da kann ich nur sagen:"Eine Hand wäscht die andere." Politische Peronen sind auch unsere Vorbilder, aber leider oft sehr schlechte Vorbilder! Die jungen Bürger fragen sich:" Warum soll ich denn immer ehrlich und fleißig sein, vielleicht gibt es auch eine andere Möglichkeit?" Die Selbstauskunft von Wulff an Merkel war nicht ehrlich, bleibt das ohne Folgen?

Erich Neumann

Der Präsident bedauert sehr, Moral im Amt die gibst nicht mehr

Malte V. Oelze

In Griechenland wäre dieser unsägliche Herr Wulff und seine Luxusgattin nur einer unter vielen korrupten Politikern, hier aber wurde ein Bundespräsident permanent dabei ertappt, die Kunst des "Brown Nosing" zu pflegen, in dem er sich als Politiker seit Jahren bei den sog. "Reichen" versucht einzuschleimen. Dieser "Schwiegermuttertraum", wie er in der Presse immer hochgejubelt wurde, sollte ganz schnell verschwinden, ohne Pensionsbezüge! Aber vielleicht hat er und seine eloquente Gattin es ja drauf angelegt, diese Republik auf seine Weise über den Tisch zu ziehen.

Bruno Mattern

Lot mi an Land. Was denken die Leute bloß? Die Kohle zum Schnäppchenpreis hat er natürlich nicht von dem Unternehmer Geerken gekriegt, damit der sich künftig mit der freundschaftlichen Beziehung zum Bundespräsidenten schmücken kann. Nee, dass hat Frau Geerken ihm nur so geliehen, und die hat ja mit Herrn Geerken gar nichts zu tun. Bei Maschmeyer wohnt er auch nur so, bei dem sind immer mal Zimmer frei, warum also nicht? Und Maschmeyer ist ein Kumpel, der sich schon immer gern um die anderen gekümmert hat. Ist doch super, umsonst erstklassig fliegen, umsonst im Urlaub wohnen und Kredite billig hinterhergeschmissen zu kriegen. Ich weiß gar nicht, warum der Wulff das jetzt entschuldigt haben will, er nimmt doch nur, was er kriegen kann.

Doris Wolff

Präsident Christian Wulf hat erklärt, dass er in seiner Aussage vor dem niedersächsischen Landtag die Geldanleihe bei der Gattin des Bankierfreundes für seinen damaligen Hauskauf nicht erwähnt hat. Aus Rücksicht auf die Bundesrepublik und auf sein Amt wurde nach dieser Erklärung die Angelegenheit sowohl von Angela Merkel, wie auch von dem Sprecher der SPD-Franktion, Herrn Oppermann, als erledigt erklärt. Für mich als Normalbürger kann daher diese Sache aber noch nicht als erledigt betrachtet werden. Denn ein Präsident, der mit Wissen und sicher auch nach einigem Überlegen diese Geldangelegenheit vor dem Unterschuchungsausschuss verswchweigt, hat in meinen Augen seine Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in ihn stark beschädigt. Ich erinnere mich an die letzte Wahl zum Bundespräsidenten, in der Christian Wulf und Joachim Gauck sich gegenüber standen als Kandidaten. Ich war damals spontan für Joachim Gauck, der große Verdienste im Rahmen der Wiedervereinigung beider Deutschland erworben hatte. Ich glaube, Joachim Gauck wäre diese peinliche Situation, in der sich der jetzige Bundespräsident befindet, nicht passiert. Ich hoffe, dass Joachim Gauck bei der nächsten Wahl des Bundespräsidenten wieder antritt. Ich würde mit Bestimmtheit dafür plädieren, dass er gewählt werden würde.

Dr. Joachim Siebert

Mir leiht niemand 500.000 € - warum auch, ich habe nichts zu bieten. Was hat Christian Wulff geboten? Zumindest einen Teil seiner Integrität. Er sollte schnell zurücktreten.

U. Heydorn

Wer als Spitzenpolitiker und Amtsträger in der Vergangenheit, so häufig dem Reiz erlag, persönlich geldwerte Vorteile in Anspruch zu nehmen, ist nicht würdig das Amt eines Bundespräsidenten in Anspruch zu nehmen. Ganz unabhängig davon, dass niedersächsische Parlament bei seiner Befragung nach dem persönlichen Kredit des Unternehmers Geerkens an der Wahrheit vorbei zu führen, wiegt für mich noch viel schlimmer, obwohl schon im Amt des Bundespräsidenten, eine Einladung des Multimillionärs Maschmeyer zu einem Luxusurlaub auf Mallorca, anzunehmen. Instinktloser geht es kaum und das als höchster Würdenträger der Bundesrepublik Deutschland.

Wilfrid Warncke

Warum wird in unserem Land immer nur herumgemäkelt ? Die Aufgaben des Bundespräsidenten sind lt. Verfassung definiert. Zum Euro, zum Ersparten und zum gemeinsamen Europa hat sich berechtigt die Bundeskanzlerin geäußert. Der Bundespräsident hat mit seiner Aussage zum Mitein-ander aller Religionen in unserem Land deutlich Stellung bezogen und genau das ist seine Aufgabe. Sollten wir etwa beabsichtigen, mit ungerechtfertigten Angriffen auch diesen Bundespräsidenten zu beschädigen ?

Axel Schulz

Ein von Wahlmännern gewählter Präsident Zweiter Wahl erweist sich als bestenfalls Dritte Wahl. Bleibt zu hoffen, dass die Wahlmänner ihre Wahl bedauern und sich an die Erste Wahl erinnern.Eine Weiterbeschäftigung des Präsidenten wäre bestenfalls als politische ABM-Maßnahme zu rechtfertigen, und dann auch nur, wenn der jüngste Bundespräsident aller Zeiten auf Übergangsgelder und staatliche Alterssicherung verzichtet.

Hans-Peter Hansen

Ein Lob von Mutti ist das schönste Weihnachtsgeschenk was man sich denken kann. Endlich eine NEUE Offenheit, weg mit der ALTEN (wo war die denn?). Auch wenn die Beichte, nicht aus eigenem Zugeständnis Fehler gemacht zu haben, abgegeben wurde, (freie Unterkunft, Verpflegung und Billigkredite sind schließlich keine Vorteilnahme eines Amtes, die kann jeder von uns von Maschmeyer, Geerkens u.a. "Sponsaritoren" erhalten), kann man sich damit der Absolution sicher sein. Schließlich sind wir alle Sünder, die einen im Kleinen, die anderen im Größeren und Größe zahlt sich halt aus in Deutschland.

Peter B. Sanden

Christian Wulff hat keinen Kredit verspielt. Als Notnagel nach drei Wahlgängen durchgepeitscht, hätte er nach dem zweiten wiissen müssen, dass kein Kredit vorhanden ist ,und die Kandiditatur abgelehnt. Das Gejammer, das Amt sei jetzt beschädigt wegen eines Kredits zum Häuslebauen ist lächerlich, drei Wahlgänge sind lächerlich. Das hätte nie passieren dürfen.

Hans-Emil Schuster

In einem Punkt gebe ich Ihrem Autoren Christoph Rind recht: Auf rhetorische Highlights wartet man bei Christian Wulff seit Amtsantritt vergeblich. In einem anderen Punkt möchte ich jedoch widersprechen: Es geht ja nicht nur um diese eine Miniverfehlung. Einen Menschen, der seinen Urlaub in der Finca eines so umstrittenen Menschen wie Carsten Maschmeyer - auch wenn selbst bezahlt - verlebt, möchte ich nicht als Präsidenten sehen. Einen Menschen, der seinen Urlaubsflug erst dann ordnungsgemäß bezahlt, wenn die Einzelheiten der Vorteilnahme öffentlich werden, möchte ich nicht als Präsidenten sehen. Nein, Herr Wulff, mein Präsident sind Sie wahrlich nicht!

Günther Hohenstein

Es ist bedauerlich und für den ersten Mann im Staate mehr als verwerflich. Ein Mann in der Öffentlichkeit, wie Herr Christian Wulff, sehr viel Jahre Politiker und davon viele Jahre Ministerpräsident des Landes Niedersachsen musste wissen, dass ein privat geliehenes Kapital von einer halben Million Euro, den Verdacht der Vorteilsnahme mehr als wahrscheinlich macht. Die Dementierung in der Presse von dem Ehemann der Gläubigerin erhöht noch den Verdacht, der Volksmund sagt „wer sich verteidigt klagt sich an“. Habe mehrfach in Leserbriefen die geringen Wahlbeteiligungen moniert und zu verstehen gegeben, dass Korruption und Vorteilsnahmen der Politiker die bekannt werden, nur die Spitze des Eisbergs sind. Diese Affäre vom Bundespräsidenten ist einmal mehr ein Indiz für geringe Wahlbeteiligung, aber offenbar interessiert sich ein Politiker nur in Statements dafür, er ist ja auch mit geringer Wahlbeteiligung gewählt. Nietzsche hat einmal gesagt, er bedaure nicht die Tat er bedachte nur ihre Folgen, Ist es hier umgekehrt?

Fritz Timm

"Guttenbergs" gibts immer mehr und überall. Die "Ausreden", die diese,unsere Politiker heute haben, die hatten wir als Schulkinder schon in den 50iger Jahren des vorigen Jahrtausends wenn wir zu spät in die Schule kamen: ...die Strassenbahn hatte Plattfuß!

Rudolf Alert

Widerlich und ekelhaft, wie man versucht, den Bundespräsidenten in den Dreck zu ziehen! Wie viele Vielflieger wurden zu meiner aktiven Zeit z. B. von der Lufthansa gratis in die erste Klasse geholt, wenn dort Platz übrig war? Honorig, wie Herr Wulff seinerzeit den Air-Berlin-Vorwurf erledigt hat. Herr Wulff ist wenigstens nicht mit dem Dienstmercedes in den Urlaub gefahren! Und darf man als Politiker nicht im Ferienhaus von Freunden wohnen, ohne von der Opposition und den Medien an den Pranger gestellt zu werden? Und wenn nachweislich lebenslange, reiche Freunde einem helfen, ein Haus zu kaufen, bis ein Bankkredit durchgezogen ist (und dabei wahrscheinlich etwas höhere Zinsen bekamen als in der Schweiz), muss dahinter gleich Vorteilsnahme mit Gegenleistungen vermutet werden? Pfui, pfui, pfui den Urhebern und Verbreitern dieses Angriffs auf die Ehre des Bundespräsidenten!

Bert Kelm

Langsam sollten wir hier in Deutschland mal "die Kirche im Dorf lassen". Jeder von uns, davon bin überzeugt, würde auch Vorteile in Anspruch nehmen, wenn er die Chance dazu bekäme. Wir sollten doch aufhören, den Moralapostel zu spielen. Das alles ist doch das berühmte politische Pokerspiel um die Macht. Zwar gelten für einen Bundespräsidenten besondere Maßstäbe, aber Herr Wulff war damals noch Ministerpräsident und die Inanspruchnahme des Darlehens von einem langjährigen Freund war doch wohl eine Privatangelegenheit.

Lydia Rimkus

Wieder hat so ein politisch motivierter bzw. beauftragter Enthüllungsmensch nach langem suchen herausgefunden wie der Regierungsdpartei und deren Politiker etwas anzuhängen ist. Nachdem der zu Guttenbergakt den Wählern langsam zum Halse heraushängt und sich damit jetzt nur noch Satiriker, Komiker und Medienprofessoren profilieren können ist keine andere höhere politische Persönlichkeit als der höchste bundesrepublikanische Repräsentant, der Bundepräsident Wulff, an der Reihe. Nach dem sich an der Diffamierung von Angela Merkel die komischen Zeitgenossen von Priol, Welcke, Pelzig und anderen nun die Zähne ausgebissen und sich selber nur lächerlich gemacht haben, holt man jetzt in der Vergangenheit bereits politisch erledigte Altvorkommnisse aus der Versenkung. Es ist doch sehr verwunderlich warum ausgerechnet die Politiker der SPD seit langem nicht in das Fadenkreuz der Journalisten und Satiriker geraten. Sind die Politiker der SPD wirklich die here Truppe, die man als rote Saubermänner der Republik mit Heiligenkranz anstelle der tiefschwarzen verlogenen plagatieren, abschreibenden, beleidigenden und hochstapelnden Muschpoke der Union 2013 wählen muß. Das Ganze unterliegt scheinbar dem Sprichwort steter Topfen höhlt den Stein. Man sollte doch einmal diese Grabowskis ( Maulwurf ) darauf hinweisen, daß der Wähler sich am Wahltag immer seine eigene Meinung bildet!

Gotthard Kalkbrenner

Jetzt werden alle von Rücktritt reden. Kein Problem für "Staatsdiener". Eigentlich eine Belohnung. Als Bundespräsident mit 100% in den Ruhestand gehen, eine Ehefrau, die auch noch ca. 50 Jahre Anspruch darauf hat, einfach genial. Wann wird "Otto-Normalbürger" auch diese Privilegien erhalten? So stellt sich jeder seinen "Ruhestand" vor.

Marion Weniger

Schon wieder so ein Kesseltreiben ... Dabei sind 4% Zinsen für einen Immobilienkauf durchaus nicht günstig, wie Sie in Ihrem Artikel behaupten. Ich habe in den letzten Jahren nie 4% oder mehr bezahlt. Ende 2010 konnte ich sogar nur 2,75% nominal fest für 5 Jahre aushandeln. Bleiben Sie fair. h.voss

H.Voss

Auch wenn diese Geschichte ein Geschmäckle hat und es wohl formale Verfehlungen gab, so bin ich doch der Ansicht, dass die Empörung darüber etwas übertrieben ist. Schließlich wurde hier niemand wirklich geschädigt. Dagegen es ist mir absolut unverständlich, dass die Nähe des Bundespräsidenten zu einem gewissen Herrn Maschmeyer nur kurzzeitig für Aufregung sorgte ! Hier wurden Menschen um ihre Altersvorsorge gebracht und Karsten Meschmeyer trägt dafür (auch wenn vielleicht juristisch nicht belangbar) die Hauptverabtwortung !! Die Empörung war aber, wie gesagt, nur sporadisch. Es wäre hier die Aufgabe der Medien gewesen so lange nachzubohren bis sich Christian Wulff öffentlich von K. Maschmeyer distanziert !!

B. Giertz

Haben sich die Politiker in Ihrem Amtseid nicht "sich dem Wohle des Volkes zu widmen" verpflichtet ? Gehört Christian Wulff etwa nicht auch zum Volk? Man sollte deshalb die Wahl seiner Urlaubsdomizile, Fluggesellschaften, Darlehensgeber etc. aus einer anderen, der o.g. Sichtweise betrachten und mehr Verständnis für sein Handeln aufbringen. Angela Merkel hatte es vor einem Jahr richtig gemacht, als sie diesen, dem Volke so fürsorglichen Mann, unter Drohungen zum Koalitionsfrieden gegen alle Widerstände zum jüngsten Bundespräsidenten wählen ließ. Später, als jüngsten Präsidentenpensionär, sei ihm deshalb auch seine wohlverdiente "Pension de Luxe" gegönnt.

Siegfried Kaminski

 

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