Vorbild Gründerzeit
Hamburg stockt auf
Das Eckhaus am Rödinmgsmarkt ist genauso hoch wie das gründerzeitliche Gebäude nebenan und nicht niedriger. Eindeutig sind die Fotos doch aus einer anderen Entfernung aufgenommen. Wie man sieht, geht das neue Eckgebäude genau bis zum obersten Bogenfenster des alten Nebengebäudes, genau wie sein Vorgänger! Und das in Hamburg 2349 Menschen pro Quadratmeter leben ist mir neu.... wäre ziemlich eng ;-) Hamburg verfügt zwar über hohes Verdichtungspotential, aber umsetzbar ist es eben nicht so einfach, zumal die Kosten überdimensional hoch sind (z.B. die statische Nachrüstung). So kommen also nur teure und exclusive Gegenden in Frage und teuren Wohnraum haben wir in Hamburg bereits ausreichend.
Jens-Peter Struth
Man kann es schon nicht mehr hören. Gerade hat die Umwelthauptstadt Hamburg bewiesen, dass sie diesen Titel völlig zu Unrecht getragen hat und schon wird darüber nachgedacht, wie man der Umwelt durch Nachverdichtung in die Höhe und in der Fläche weiter schaden kann. Fehlender Wohnungen hin und her, dass Konzept der „wachsenden Stadt“ kann man nicht endlos weiter vorantreiben. Nirgends in Deutschland wird so viel Fläche versiegelt wie in Hamburg. Unter dem Deckmantel Wohnraum zu schaffen, wird die Umwelt geopfert. Seinen Charme hat diese Stadt schon lange dem Mammon geopfert, da stört Umweltschutz nur.
P. Steffen
Ausgerechnet der menschenverachtende Wohnungsbau der Gründerjahre soll jetzt also als Muster dienen, um der Nachfrage nach Wohnraum gerecht zu werden. Warum plädiert Herr Walter dann nicht auch gleich für eine Renaissance der berüchtigten Schlitzbauten und der licht- und luftarmen Hinterhöfe, bei uns in Hamburg freundlich "Terrassen" genannt? Auch hierbei handelt es sich um Relikte der Gründerzeit. Hamburgs berühmtester Stadtplaner, Prof. Fritz Schumacher, wird sich im Grabe umdrehen!
Hans-Robert Niemann
Wieso werden überall breite, niedrige Bauten für Discounter genehmigt? Warum baut man nicht Wohnungen darüber?
Sabine Höfler
Wenn schon höhere Häuser, dann aber bitte mit mehr Sinn für Schönheit. Lediglich die kompakten Betonklötze zu erhöhen, dürfte Hamburg endgültig verschandeln.
Irene Köster
Der schöne Fotovergleich zeigt, wie harmonisch schon damals die "Elektrische" (Strassenbahn) das Stadtbild mit geprägt hat. E-Mobilität bereits vor 100 Jahren ! Den verantwortlichen Politikern von heute wünsche ich die Weitsicht der Gründerväter dieser Stadt.
Jens Ode









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