Plan der Handelskammer
Rathausmarkt soll größer und schöner werden
Der Hamburger Rathausmarkt mag nicht optimal sein, aber er ist nicht so abstoßend, dass jetzt sofort hektische Umbaumaßnahmen erforderlich sind. Ein vorsichtiger Blick in die Kristallkugel könnte andeuten, wohin die Fahrt Hamburgs in der Zukunft geht. Der Hafen-Betrieb könnte sich drastisch ändern, wenn die Größe der Schiffe sich so rasant weiterentwickelt, wie gerade zur Zeit. Die Elbe zeigt uns jetzt schon Grenzen auf. Da wäre es klug, wenn sich Hamburg frühzeitig auf neue Einnahmequellen einstellt. Kreuzfahrttourismus ist so ein weiteres Standbein. Da sollte es doch nahe liegen, den Touristen einen möglichst kurzen, aber ungewöhnlich charmanten Weg von den neuen Kreuzfahrtpiers in Richtung Altstadt, Jungfernstieg Alster und Rathausmarkt anzubieten. Ich denke da an einen Boulevard, wie ihn nur wenige europäische Städte bieten können. Gute Ansätze sind vorhanden, aber mir fehlt in den Konzepten das "Umfassende". Hier und da verstreute Bonbons sind noch nicht der wahre Jakob. 3Die Vorschläge der Handelskammer betrachte ich als Anregung zum Nachdenken. Und das Abendblatt ist ein exzellentes Medium, viele, viele Ideen von Experten und Laien zur Diskussion zu stellen. Auch schräge Ideen haben bekanntlich hin und wieder einen guten Kern. Hamburger Investitionen müssen keineswegs immer in einer Disharmonie enden. Wir können auch anders :)
Rolf Tonner
Der Hamburger Rathausmaekt mag nicht optimal sein, aber er ist nicht so abstoßend, dass jetzt sofort hektische Umbaumaßnahmen erforderlich sind. Ein vorsichtiger Blick in die Kristallkugel könnte andeuten, wohin die Fahrt Hamburgs in der Zukunft geht. Der Hafen-Betrieb könnte sich drastisch ändern, wenn die Größe der Schiffe sich so rasant weiterentwickelt, wie gerade zur Zeit. Die Elbe zeigt uns jetzt schon Grenzen auf. Da wäre es klug, wenn sich Hamburg frühzeitig auf neue Einnahmequellen einstellt. Kreuzfahrttourismus ist so ein weiteres Standbein. Da sollte es doch nahe liegen, den Touristen einen möglichst kurzen, aber ungewöhnlich charmanten Weg von den neuen Kreuzfahrtpiers in Richtung Altstadt, Jungfernstieg Alster und Rathausmarkt anzubieten. Ich denke da an einen Boulevard, wie ihn nur wenige europäische Städte bieten können. Gute Ansätze sind vorhanden, aber mir fehlt in den Konzepten das "Umfassende". Hier und da verstreute Bonbons sind noch nicht der wahre Jakob. Die Vorschläge der Handelskammer betrachte ich als Anregung zum Nachdenken. Und das Abendblatt ist ein exzellentes Medium, viele, viele Ideen von Experten und Laien zur Diskussion zu stellen. Auch schräge Ideen haben bekanntlich hin und wieder einen guten Kern. Hamburger Investitionen müssen keineswegs immer in einer Disharmonie enden. Wir können auch anders :)
Rolf Tonner
Schon ab 1842 wünschte man sich die L-förmige Raumfolge mit Rathausmarkt - Kleiner Alster - Alsterarkaden - Reesendammbrücke und der Öffnung zur Innen-Alster. Vorbild war der venezianische Markusplatz. Gelungen! Freilich: Wo in Venedig das weltberühmte Cafe Florian die Platzfläche möbliert, überspannt in Hamburg ein unsägliches Stahl-Glas-Gewitter einige Kioske, und dieseln Busse.Diese östliche Platzseite mit ihrem idealen Sonnenlichtbezug bietet die Möglichkeit, mit neuer Nutzung die Verweilqualität in der City deutlich zu bereichern.
Rüdiger Soll
Zwar bin ich nicht gegen eine Verschönerung der Stadt Hamburg, aber es ist mir ein persönliches Anliegen, mich gegen die Entfernung der Pavillons und der Bäume auf dem Rathausmarkt auszusprechen. Als Umwelthauptstadt ist es sicherlich unangemessen, das einzige Grün vom Rathausmarkt zu entfernen. Neben dem Rathaus werden auch die in Kugelform getrimmten Bäume von Touristen und ausländischen Geschäftsleuten sehr bewundert. Die Pavillons beherbergen bereits gastronomische Betriebe. Um die von der Handelskammer gewünschte Piazza-Atmosphäre zu gestalten, bräuchte man nur für diese Betriebe eine Bestuhlung des Rathausmarktes ermöglichen bzw. zur Verfügung stellen. Sitzgruppen können mit geschicktem Management einheitlich und optisch ansprechend gestaltet werden. Ich kann mir vorstellen, dass die Betreiber der Gastronomie in den Pavillons gern auf diese Möglichkeit zugreifen werden, wenn die Platzmiete nicht zu hoch ist. Für die Betreiber in den Pavillons stellt ihr Geschäft dort zum Teil die einzige Lebensgrundlage dar. Es kann nicht im Interesse der Handelskammer sein, diesen Menschen Arbeit und Einkommen zu entziehen. Nun zur finanziellen Seite. Wenn die Stadt Hamburg die Elbphilharmonie bezahlt hat, ist dann noch Geld für einen Umbau des Rathausmarktes vorhanden?
Birgit Kreusel
Vergessen CDU, GAL und FDP bereits unser "Massengrab" Elbphilharmonie? Da öffnen sie doch blindwütig das nächste, um die SPD hinein zu treiben! Hoch lebe die Unvernunft.
Dr. Jost Zimmermann
Sind die denn von allen guten Geistern verlassen? Diese wunderschönen Platanen, die seit Jahrzehnten gepflegt und in Form geschnitten werden fällen zu wollen? Diese Bäume sind doch das einzig schöne am jetzigen Zustand! Die hässlichen Pommes/Krimskrams-Buden könnten weg oder umgestaltet werden aber BITTE lasst die Bäume stehen. Sie waren bis zum Beschneiden vor ca. 3 Wochen noch komplett grün und sahen wunderbar aus.
Holger Wierzchacz
Danke für Ihren alle Facetten aufzeigenden Artikel! Hamburg ist sicher nicht mit Brüssel, Madrid, Rom, etc. vergleichbar. Überhaupt sind solche Vergleiche, die womöglich als Grundlage für eine zusammengeschusterte Neugestaltung dienen, aus vielerlei Sicht Unsinn. Auf den Baudirektor J. Walter sollte man mit Sicherheit nicht hören. Seine Argumentation während der Be- und Verbauung der Ost-West-Str. (Zit.: Sicht auf den Michel ist unerheblich - es reicht, wenn man diesen vom Wasser aus sehen kann!) hat ja entsprechende nachhaltige Wirkung. So etwas kann auch nur ein Nichthamburger sagen! Was dieses Amt im Laufe der letzten Jahre produziert hat, ist kein Aushängeschild. Weinfeste u. dergl. kann man auch an anderen Plätzen der Stadt (z. B. Hafen-City) gestalten. Der Bus- und Autoverkehr sollte allerdings komplett verlegt werden und bei der Vergabe von Gastro-plätzen müßte man sehr differenziert darauf achten, dass individuelle Betriebe Zuschlag bekommen, denn auch das gehört zum Image einer Stadt.
K. Svanström
Eine Umgestaltung des Rathausplatzes, insbesondere, wenn dort die wenigen Bäume verschwinden sollen, ist völlig überflüssig und kostet Geld, das die Stadt nicht hat: wir haben doch den Jungfernstieg zum flanieren und die schöne Alster!
Wolfgang Stolze
Ändern wir das Hamburger Nationallied "Stadt Hamburg an der Elbeauen" ab und singen jetzt:
...völlig lostgelöst von der Erde,schwebt das Traumschiff völlig lostgelöst
Die Bodenhaftigkeit ist längst verloren,es stören nur Bürger Steuerzahler,
dann läuft alles perfekt,
...völlig losgelöst..........
schweben Alle dahin.......
Eberhard Sussiek
Ihr Autor Haarmeyer zählt in seinem Leitartikel auf, dass Teufelsbrück "verschönert" worden ist. Ich möchte bezweifeln, daß er diesen "verschönerten Platz" je gesehen hat. Eine zugige, öde Steinfläche fast ohne Sitzgelegenheiten (außer in den Bushaltestellen im Rücken) mit Blick auf abgestellte Fahr-/Motorräder von Airbus-Mitarbeitern. Was hieran schön sein soll entzieht sich meiner Kenntnis. Mit ein wenig Phantasie hätte man z. B. das Thema "Sicht auf Fahrräder" durch leichte Verschwenkung der Straße und Abstellbügel direkt an der Flutschutzmauer lösen können. Aber in Hamburg muß ein "schöner Platz" immer leer, mit glatten Steinen belegt, zugig und ungemütlich sein.
Klaus Koch
Dass der Rathausmarkt nicht die „gute Stube des Tourismus“ ist, liegt sicher u.a. daran, dass dort in der Saison das Stuttgarter Weinfest stattfindet statt z.B. der Hamburger Fischmarkt. Die wichtige Touristik-Info und attraktivere Außengastronomie passen auch in die vorhandenen Pavillons, ohne dass Bäume gefällt werden müssen. Und Hamburg erleben im 3-D-Kino? Vielleicht weil die HH-Gäste bei Hamburgs Schmuddelwetter lieber im Kino sitzen , um HH- Sound, HH-Wind und HH-Wasser im bequemen Sessel zu erleben anstatt nebenan die Gischt der Alsterfontäne und die Hafenatmosphäre im Original zu spüren? Ist das nicht etwas lächerlich?
Uwe-Carsten Edeler
Bäume sollen ebenfalls verschwinden - so die Handelskammer. Es ist ja gerade erst durch Hamburger Bürger viel Geld für Bäume bezahlt worden, da kann ja vor dem Rathaus wieder einiges gerodet werden. Soll doch das dumme Volk neue bezahlen. Wie wäre es, wenn die Alster zugeschüttet wird, um einen Parkplatz zu bauen? Das eingenommene Geld reicht dann vielleicht auch für die Elbphilharmonie. Um international zu bestehen kann der Rathausmarkt dann auch "Cassa-Blanca Market" heißen.
A. Kaminke
Die Pläne klingen eher bedrohlich, denn der Rathausmarkt in seiner jetzigen Form ist akzeptabel. Besonders dann, wenn man sich einmal anschaut, welche Resultate es bei anderen vermeintlichen "Verschönerungen" gegeben hat. Im Sinne des zeitgemäßen, verkopften Purismus unserer Stadtplaner wurden Plätze zugepflastert, mit seelenlosen abstrakten Skulpturen versehen und alte Bäume mussten oftmals Neuanpflanzugen weichen, die wie geklont aussahen. Diese "Verschönerung" kostete dann mal ganz schnell einige Millionen Euro, siehe Spielbudenplatz. Ja, ein Brunnen wäre schön, aber dann ein richtiger bitte, und kein "Zitat", weil man sich wieder dem Dogma der Moderne beugt und sich nicht traut, Bezug zu historischen Brunnen zu nehmen.
E. Dorothea Ehlers
Nach der Elbphilharmonie, die einfach nicht fertig werden will, dem „Opern Boulevard“ in progress, nun also als 3. Bauprojekt der Rathausmarkt! Er soll größer und schöner werden und darüber dürfen wir uns alle schrecklich freuen! Hamburg ist doch wohl so reich, wie viele immer munkeln. . .
Heike Thieme
Sage mir wer die Bauaufträge und die Konzession für die Gastronomie erhält und ich sage Dir wem das Vorhaben nutzt. Dem Bürger und den vorgeschobenen Touristen wohl kaum. Eine Stadtverwaltung, die für die dringend erforderliche Bestandspflege schon nicht genügen Geld hat, sollte sich nicht auf solche Geldverschwendung einlassen. Platz für Außengastronomie ist wie auf dem Luftbild des Abendblattes zu sehen bereits vorhanden und auch noch ausbaubar. Die Pavillons sind architektonisch durchaus vorzeigbar und bieten unter anderem auch Unterstand bei Regen und eines der wenigen öffentlichen WC in der Innnenstadt.
Dr. Gerhard Arndt
Die Stadt als Bauherr: wieder wird es das fünf- bis zehnfache kosten. Niedriges Erstangebot, welches sich dann ständig erhöht -mit dieser Strategie ist bisher jedes Objekt genehmigt worden. Man sollte die Abgeordneten in die Haftung nehmen, für den Fall das der Etat überschritten wird. Mit mindestens in Höhe der Diäten.
Wolfgang Haase
Guten Tag, Hamburg hat 40 Mrd € Schulden, die Elbphilamonie wird nicht fertig, div. soziale Brennpunkte, der NDR ruft zu Spenden für Kinder auf etc. Ich denke Hamburg hat wirklich andere Sorgen als eine Neugestaltung des Rathausmarktes.
Egbert Tropper
Herzlichen Glückwunsch. Jetzt wissen wir, wofür der Scholz-Senat den Schuldenstop von 2014 auf 2020 verschiebt: Während halb Europa im Schuldensumpf zu versinken droht, gönnt sich Hamburg eine überflüssige Schönheitsoperation auf zusätzlichen Pump.
Malte C. Doenselmann
Es wird Weihnachten und wir alle glauben, dass der Weihnachtsmann bezahlt. Daher wünscht die Handelskammer sich einen neuen Rathausmarkt. Offensichtlich ist bei der Handelskammer die Finanzkrise und der Schuldenberg der Stadt noch nicht angekommen. Eigentlich müssten die Kammer wissen, dass die Kosten solcher Projekte von der Stadt nicht mit eingenommenen Steuern, sondern mit Krediten bezahlt werden, für die der Steuerzahler bereits heute mit 10 % der Steuern bezahlt. Wie wäre es mit einer Stiftung der Hotels für die Kostenübernahme solcher Projekte? Letztlich wollen sie ihren Gewinn erhöhen. Dann wäre tatsächlich Weihnachten für den Steuerzahler. Im übrigen lässt sich der von dem Hamburger Architekten Tim Ohrt gestaltete Platz sehr gut nutzen. Und irgendwo ist da auch noch ein Urheber.
Uwe Holler
Besonders begeistert die Idee , den Rathausmarkt mit einem Kunstwerk aufzuwerten. Hier empfehle ich einen Bezug zur Geschichte aufzunehmen. Wie wäre es wenn in einer Nacht und Nebelaktion Hamburger Unternehmen ausgestattet mit leisen Sohlen den Roland von Bremen „zu huschen„ und an prominenter Stelle auf dem öden Rathausmarkt nachhaltig zu installieren. Bei der Gelegenheit ist zu empfehlen, gleich die Bremer Stadtmusikanten mitzubringen, und auf dem Adolfsplatz vor der Handelskammer aufzustellen, natürlich modern ausgestattet mit einer stündlich laut erklingenden Beschallung. Mittags hört man dann 12 mal das Krähen , Bellen usw.
Peter Gramcko
Typisch SPD. Geld für unwichtige Sachen ausgeben. Erinnern wir uns noch an Herrn Klose der mit einer großen Delegation nach Schweden reiste und den teuen Belag für den Rathausplatz aussuchte, muß nicht schon wieder sein!
Gerd Hinrichsen
Man sieht es: der Rathausmarkt ist nach 30 Jahren bereits in die Jahre gekommen. Besonders zu beobachten auch an den Seiten des Rathauses. Nach jahrelanger Baustellenarbeit im Alten Wall (Vereins- und Westbank und Nachfolgern) ist der schwedische rote Granit nicht wieder eingesetzt oder erneuert worden. Flickenteppich mit Betonplatten. Das Vorfeld des Rathauses selbst auch nicht mehr im besten Zustand, wofür die LKWs der verschiedenen Volksfeste mit verantwortlich sind. In den ersten Jahren wurde peinlich auf den Zustand geachtet. Permanente Reinigung und entsprechende Nutzungsbeschränkung. Diese Vorsicht entsprang der heftigen Diskussion um Hans-Ulrich Kloses "Roten Platz" ( er war der Urheber, Nachfolger Dohnanyi durfte eröffnen), wobei Opposition und Kritiker auf den teuren nordeuropäischen Granit anspielten. Die Verkaufsstände und Wurstbuden am Rande waren (die Kritiker sagten: Parteibuch-) Konzessionen an die Betreiber und ihre wenig ansprechenden Buden auf dem Markt. In Hamburg dürfen Plätze jedoch kaum lange frei bleiben ( wie z.B. in Florenz und Siena, wo man sich als Tourist nicht mal auf Pflaster und Stufen niederlassen darf) und so nahm die Event- und Jahrmarktkultur mit Bratwurstmeile vom Rathausmarkt Besitz. Eine Renovierung, die nicht wieder der Staatskasse anheim fällt und einen Kulturraum reanimiert (Literatrubel und Alstervergnügen waren eins ambitionierte Kulturevents), ist sehr zu begrüßen. Eine Anteil nehmende breite Diskussion auch.
Peter Schmidt, ehem. Mitglied der Bürgerschaft
Dieses Ansinnen bringt mir den altenSchlager in Erinnerung: Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld. Wenn diese Abteillung der Handelskammer meint es müsse umgestaltet werde, dann sollte sie gleich sagen wo sie das Geld herbekommen will. Der Steuerzahler wird nach dem "Groschengrab" Konzerthalle an der Elbe kaum bereit sein dafür gerade zu stehen. Hamburg muß nicht aussehen wie Madrid oder Brüssel - Hamburg ist Hamburg -. Schattenspendende Bäume sind auch für die Hamburger Gäste wichtiger, Tische und Stühle auch aber sicher kein Gefühlskino oder häßliche Brunnen nach moderner Architektur. Bleiben wir doch bitte "Hamburg individuell".
Ruth Blank-Depireux
Der Vorschlag der Handelskammer für die Neugestaltung des Rathausmarktes wirkt auf den ersten Blick durchaus interessant und überzeugend. Leider sucht man vergebens nach Zeit- und Finanzierungsvorstellungen. Die Senats-Sparpolitik setzt nämlich für die nächsten Jahre aus guten Gründen ausdrücklich auf Reparieren / Renovieren statt Neubauten und dürfte darüber hinaus mit dem Bau der Elbphilharmonie und vor allem mit den Folgekosten ihrer Betreibung genügend Wackersteine am Hals haben. Die Schaffung eines zentralen Tourismusbüros im dargestellten Sinne sollte aber auch so sinnvoll und möglich sein. Das lächerliche Büro im Hauptbahnhof ist der angeblichen Weltstadt von Lage und Ausstattung völlig unwürdig. Es spiegelt allerdings das ewige Abgrenzungsgerangel zwischen Hamburg-Werbung und Tourismusverein und die mangelnde Kompetenz ihrer Führung, denen vermeintlich "hippe" Aktionen vor ernsthaften strategischen Planungen zu gehen scheinen.
Peter Frey
Das Strategiepapier der Handelskammer führt nicht nur aus ökonomischer Sicht in die richtige Richtung. Denn gerade was die Attraktivität der City betrifft, dürfte Hamburg zu den großen Schlusslichtern in Europa zählen. Weil hier im sprichwörtlichen Sinne abends nach offiziellem Geschäftsschluss die Lichter ausgehen, während andernorts dann erst das Leben beginnt. Weswegen man sich nicht nur über die Veränderung des Rathausplatzes Gedanken machen sollte, sondern über den gesamten Bereich vom Hauptbahnhof bis zum Rödingsmarkt. Bei dem vor allem echte gemütliche und zum längeren Verweilen einladende Cafés oder Antiquariate wie in Wien oder Mailand fehlen, während es ein Überangebot von Fastfood- und 08/15-Kaffeeketten gibt. Was zur Folge hat, dass diejenigen, die sich einen schönen Tag oder Abend machen wollen, lieber das Weite suchen und in anderen Stadtteilen ihre Freizeit verbringen, wo der Kreativität ein deutlich höherer Stellenwert als dem schnöden Konsum eingeräumt wird!
Rasmus Ph. Helt
Die Bäume müssen unbedingt bleiben bzw. bitte noch mehr davon! Alles andere kann von mir aus abgeräumt werden.
Heidi Peters
Eine Umgestaltung des Rathausmarktes, dessen „Illumination“ am Abend der eines dunklen Hinterhofes entspricht, ist sehr lobenswert. Ihn gleichzeitig „baumfrei“ zu propagieren, ist allerdings ein weiterer Beleg für die Kurzsichtigkeit oder schlimmer noch, Profitorientiertheit, mit der mancher Stadtplaner seine Arbeit verrichtet. Zudem sei die Frage gestattet: Wer hat die Handelskammer gewählt, daß sie sich herausnimmt, Planungen für die Stadt und ihre Bürger vorzulegen? Wäre es nicht eher angeraten, die Bürger selbst zu fragen? Möglicherweise haben die ja bessere Ideen für ihren Platz als ausgerechnet ein Lobbyverein für Geschäftsleute.
Andreas Kaluzny
Wie war das noch mit dem Sparhaushalt ? Jetzt werden wahrscheinlich erst einmal die externen Planer und Gutachter viel Geld verdienen. Und ! Wen stören eigentlich die Bäume ???
Bodo Giertz
Großartiger Plan! Die letzten Bäume abholzen und sich "Umwelthauptstadt" bezeichnen! Ich würde vorschlagen auch noch den Stadtpark zu roden um dort noch mehr seelenlose Bürotürme und gottverlassene "Eventflächen" zu betonieren. Wie krank ist das alles nur noch?
Walter Havelta









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