Leserbriefe

Briefe an die Redaktion: 10. Februar 2017

Einfach mal das Fahrrad schieben

9. Februar: Kommt der Radweg vor der Strand­perle jetzt doch? Bezirksamt Altona schlägt alternative Route über den Elbstrand vor

Wieder so ein unsinniges Prestigeprojekt der Grünen, das unnötiges Geld verschlingt. Welche Stadt kann schon von sich behaupten, einen Stadtstrand zu haben? Das dürften relativ wenige auf der Welt sein. Und jetzt soll dieses Kleinod auch noch zubetoniert werden. Es wird hier immer Konflikte mit den Radfahrern geben, da die Leute, die hier ihre Freizeit verbringen, ja nicht wie Säulen erstarrt auf ihren Stühlen oder im Sand sitzen. Hier wird gespielt, getanzt, mit Kindern und Hunden getobt, wie man sich es von einem Leben am Strand eben vorstellt. Was ist eigentlich so schlimm daran, dass die Radfahrer diese kurze Strecke ihr Rad mal schieben? Hier muss man der CDU und FDP einmal recht geben und kann nur hoffen, dass dieser Wahnsinn gestoppt wird.

Holger Karstens, Hamburg-Ottensen

Schlicht überflüssig

Der geplante Radweg ist schlicht überflüssig. Was hindert die Radfahrer daran, sich 900 Meter, das Rad schiebend, entlang der schönen Elbe zu bewegen? Ignoranz, fehlende soziale Kompetenz, Unwille?

Lothar Gomse, per E-Mail

Protest gegen Erdogan?

7. Februar: Gegen Trump formiert sich breiter Protest

Es ist gut, dass gegen Trump in vielfältiger Weise protestiert wird, aber ich wundere mich, dass gegen Erdogan kaum demonstriert wird, obwohl dieser in noch stärkerem Maße die Rechte von Justiz und Parlament einschränkt. Besonders müssen sich unsere türkischstämmigen Mitbürger fragen lassen, warum sie zu Zehntausenden Erdogan bei einem Besuch zujubelten und nach dem Putsch auf die Straße gingen, aber nun schweigen.

Erika Reiber, Hamburg

Schnelles Ende der Ära Trump

7. Februar: Amerika dis­ku­tiert über die Amts­fä­hig­keit des Prä­si­den­ten

Ob US-Präsident Trump ein Psycho- oder Soziopath, krankhaft narzisstisch ist und wenig bis keine Selbstreflexion erkennen lässt, ist das eine. Noch wichtiger ist für mich, ob er dem Amt und seiner Position überhaupt fachlich und intellektuell gewachsen ist? Es gibt viele Alpha-Männchen und Egomanen in Unternehmen, die vielleicht kraft ihrer Durchsetzungsstärke in Top-Positionen gelangt sind, aber vielleicht nicht immer aufgrund persönlicher Qualifikation? Nur sollte eine Führungskraft doch dadurch qualifiziert sein, dass sie ausgleichend ist, gut überlegte Entscheidungen trifft und eine hohe Empathie für ihre Mitmenschen aufbringt. Vor allem auf das Verbindende anstatt auf das Trennende zu setzen ist Sache eines guten Präsidenten. Blanker Aktionismus steht im Widerspruch zu einem diplomatisch agierenden Manager und auch zu einem Präsidenten. Indes: Klare Kante zeigen, wenn es argumentativ fundiert untermauert ist, ist ebenso wichtig. All dies trifft auf Donald Trump aber rein gar nicht zu. Er ist krankhaft um seine Selbstdarstellung bemüht. Ich hoffe auf ein nicht allzu fernes Ende der Ära Trump. Sollte es indes so weitergehen, könnte dies meines Erachtens verheerende Folgen haben.

Sven Jösting, Hamburg

Begeisterndes Quartett

6. Februar: Ein Streich­quar­tett und seine Suche nach der Ide­al­li­nie

Für mich muss Ihr Kritiker in einem anderen Konzert gewesen sein. Ich bin seit 1997 bei den Hamburgischen Kammermusikfreunden und habe die angeblichen Unsicherheiten des Quartetts nicht bemerkt; im Gegenteil, ich war genau wie die große Mehrheit der Zuhörerinnen und Zuhörer hellauf begeistert und spendete auch entsprechenden Beifall. Auch den Eindruck von Unruhe und Überkontrolliertheit kann ich nicht teilen. Für mich war Anthea Kreston als zweite Geige ein wunderbarer und voll integrierter Bestandteil des Quartetts.

Wolfgang Schneider, Oststeinbek

Neuer Sendeplatz für Lesch

7. Februar: Mister Universum. 100 Folgen ,Leschs Kosmos'

Als langjähriger Zuschauer der Sendungen mit Prof. Lesch stimme ich vollkommen zu: Er kann komplexe Sachverhalte einfach darstellen, ohne dabei die realen, physikalisch-wissenschaftlichen Grundlagen zu vernachlässigen. Ich finde es bloß schade, dass solch ein ungünstiger Sendetermin gewählt wurde. Es wäre doch einmal ein Kontrastprogramm zur üblichen Krimi-Serien-Soap-Talk-Tralala-Soße, wenn diese Sendung auf einen besseren Sendeplatz käme.

Wolfgang Kessler, Henstedt-Ulzburg

Schulz' hohe Bezüge

6. Februar: SPD in neuer Umfrage erstmals vor der Union

Martin Schulz hat die SPD in eine euphorische Stimmung versetzt. Er hat den Marsch durch die Instanzen geschafft und war Präsident des Europäischen Parlaments. Er konnte sogar mit seiner gebrochenen Biografie kokettieren, und das schaffte ihm Anerkennung bei vielen Menschen. Ganz ausgeblendet wird die Tatsache, dass er die fatale Einwanderungspolitik von Frau Merkel nachhaltig unterstützt hat. Martin Schulz kümmert sich rührend um das bescheidene Einkommen der kleinen Leute. Dass es Verwerfungen und Dysbalancen bei der Einkommensskala gibt, ist unbestreitbar. Aber eine umfassende Neiddebatte ist unakzeptabel. Hohe Leistungsbereitschaft und Erfolge müssen auch adäquat honoriert werden. Von seinen eigenen hoch dotierten Bezügen musste er weniger als ein Drittel versteuern. Von dem exorbitanten hohen Sitzungstagegeld ganz zu schweigen. Hier dürften Ehrlichkeit und Transparenz der Wahrheit dienlich sein.

Heinz Brückner, Hamburg

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